Dinge fotografieren mit dem Stilpiraten

Ob's passt

Es war sehr früh am Morgen, also früher stehe ich vielleicht nur auf, wenn ich mit einem Flugzeug in den Urlaub fliege, also an diesem sehr frühen Morgen stand der freundliche Hobbyfotograf Luther vor meiner Tür, um mich auf dem Weg zum Stilpiraten aka Heidefotografen abzuholen. Ich drückte ihm noch schnell einen Kaffee in die Hand, rafft meine Sony Alpha 850 mit dem 24-70 Zeiss zusammen und schon ging es los in die schöne Nordheide. Es war sehr früh.

Sitzeinstellung

Der hochgeschätzte Stilpirat aka Heidefotograf hatte uns als “Fotoassis” angeheuert, brauchte er zur Fotografie von Dingen, von großen Dingen, die stets draußen anzutreffen waren, Leute für Aufbau und Licht. Die Arbeit ging uns nicht zuletzt dank hervoragenden “Caterings” durch des Fotografen Gattin leicht von der Hand. Es schien dann und wann jedoch etwas schwieriger die “Models” Eddie und Philip bei Laune zu halten – diese kleinen Vorschulracker sollten helfen, diese Dinge angemessen in Szene zu setzen.

Ich hatte nebenbei sogar noch ein wenig Zeit, meine Alpha aus der Tasche zu holen und immer wieder gegenzuschießen, um einige Eindrücke von der Arbeit und dem Nebenher einzufangen. Einige Bilder möchte ich heute hier zeigen. Da ich ja bislang nicht soviel mit inszinierten Aufnahmen zu tun hatte – abgesehen vom ersten Shooting mit der Lieben Minou – war es wieder mal ein sehr interessanter Einblick in die Arbeit eines Profis, wenngleich die Dinge mich weniger fasziniert haben als wohl den Besitzer des ersten von uns abgelichteten Dings. Dinge gibt’s!

Müdes Schmollen Türöffner

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Partnertausch in Minoltanien

Knackscharfe 850

Ich hatte mir die Minolta 9000 ja einige Wochen nach der Sony Alpha 850 zugelegt und eigentlich schien sie kaum mehr als eine gute Spielerei neben der fetten Sony, doch eine freudige Koexistenz, eine gegenseitig mehr als bereichernde Koextistenz bahnte sich an. Wenige Tage nach dem Kauf – ein abgelaufener Fuji Velvia Diafilm war noch in der 9000er eingelegt – wollte ich einmal das knackige Sony 2.8/24-70 mm ZA SSM Carl Zeiss Vario-Sonnar an der analogen Kamera austesten, benutzte ich doch zum Beispiel das Minolta AF 1.7/50mm schon lange an den digitalen SLRs.

Wenngleich das Licht im heimischen Wohnzimmer an einem etwas späteren Abend nicht ideal, der Film eine große Unbekannte war und der Autofokus in dieser Zeiss/Minolta-Kombination nicht will, was aufgrund der großzügig dimensionierten Schärfe am Objektiv und der Schnittbild-Mattscheibe in der Minolta kein Problem war, konnte das neu zusammengestellt Duo doch schon sehr schnell beweisen, dass Partnertausch durchaus Zukunft haben kann – aber nur mit den Besten der Besten! Schließlich muss man sich ja treu bleiben.

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Minolta 9000 – das Beste vom Besten

Die Zwiebel

Die Profi-Minolta: Eigentlich nur für Leute, die mit Fotografieren ihr Geld verdienen, so der Titel einer Werbeanzeige der Firma Minolta aus dem Jahr 1986 für ihr neues Flaggschiff, die 9000. Soweit der wunderbare Anspruch, nur meine Wirklichkeit sieht so aus, dass die Fotografie mich viel Geld kostet, ich aber auch verdammt viel Freude daran habe.

Bikes & Boxes

Im Anno Domini Nostri Iesu Christi 1988, als ich zu meiner Konfirmation also die kleine, die ganz kleine Schwester der 9000, nämlich die 5000 geschenkt bekam und mein werter Vater die 7000 in seinem Fotokoffer hatte, als ich also über die ersten eigenen Barthaare erschrak, da wollte ich immer mal eine 9000 haben – das Beste vom Besten!

Nun sollten über zwanzig Jahre vergehen, es wurden mehr Barthaare und man fotografierte zumeist digital und gemeinhin wird behauptet, dass eine Vollformatkamera, wie die Sony Alpha 850 schon zu den Besten Spiegelreflexen auf dem Markt gehört – ich aber wollte das Beste vom Besten und kaufte für etwa 50 Euro eine Minolta 9000.

Minolta 9000

Ein Blick ins Manuskript verrät mir, dass ich schwärmerisch werde und so fällt der Bericht vom ersten Schwenk mit dem neuen Schatz knapp aus. Ich hatte zuerst einen noch in der Kamera befindlichen Velvia von Fuji verschossen, bevor der Rollei Retro 100 eingelegt werden konnte. Mein Weg führte mich über die Elbtreppen an den Hafen, wo ich den etwas gemütlichen Autofokus näher kennenlernte aber auch meine helle Freude an Haptik, Optionen und vor allem dem satten Auslösesound habe. Auf einen Streich hat sich die 9000 in meine Top 3 katapultiert – kein Wunder, schließlich ist sie das Beste vom Besten.

Tore SOS in the dark Abdrehen

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Bunte partielle Schärfe

Fleischerhaken-Lastkraftwagen

Einäugigkeit hätte noch den Weg in die Überschrift dieses kleinen Beitrages finden müssen, doch der Rezipient sollte nich gleich mit einem Wust an Informationen überfordert werden – also “Einäugigkeit” hätte hier noch reingekonnt, weil die heute vorgestellten Bilder mit der Holga Stereo aufgenommen wurden, ich aber nur jeweils eine Aufnahme gescannt habe.

Verschiedene Giebel

Ganze sechs Aufnahmen (12 Bilder) auf dem Rollei Digibase 200-Diafilm standen mir also auf dem Plastikkamera-Walk zwischen Wohlerspark und Bahnhof Sternschanze zur Verfügung und wer nun glaubt, dass diese sechs Bilder mit viel Bedacht aufgenommen wurden, der irrt – über diese zwei Aufnahmen hier habe ich wenigstens einen Moment nachgedacht, aber sonst war der Schwenk mit der 3D-Holga sehr lomographsich, wie ein Auszug aus den Regeln unterstreicht: 5. denke nicht, 6. sei schnell, 7. es ist vorher nicht wichtig zu wissen, was Du auf den Film gebannt hast und 8. erst recht nicht nachher … Check!

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SHICEPARKEN – The Winner

EinZugParking

Vor geraumer Zeit hatte ich einmal den Fotowettbewerb SHICEPARKEN ins Leben gerufen und er erwies sich schnell als Todgeburt. Entweder wollte sich niemand der Aufgabe stellen oder niemandem war es vergönnt ein Motiv zu finden oder alle – außer mir – hielten es für eine selten dämliche Idee. Wie dem auch sei – so ein Wettbewerb verdient ein würdiges Ende, wenngleich ich keine Prämie ausgelobt hatte …

Als einziger Teilnehmer obliegt es nun mir, einen Sieger zu stellen und zu küren und während sich in den letzten Wochen einige dreiste und dämliche Parksituationen den Weg auf mein Telefon gebahnt hatten, wurde ich heute in direkter Nachbarschaft obigem Beispiel ansichtig. Wer nun annimmt, der Wagen wurde schnell dorthin gestellt, um etwas zu holen oder bringen, der/die irrt. Auch Stunden später ist er noch shice geparkt!

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Das Geschenk eines Freundes

Canon A35F

“Ich hab’ da was für Dich”, mein alter Freund steckte den Kopf durch das offene Seitenfensters meines Autos und erinnerte sich daran, dass ich der Fotografie zugeneigt bin. Er hätte auf Omas Dachboden etwas gefunden und gleich an mich gedacht. Seine Assoziationen, seine Gedankengänge gefielen mir sehr gut. Wir wollten uns später auf einen Kaffee treffen und er stellte schnell fest, dass meine Küche ja ein guter Ort wäre, denn dann könnte er die Kamera gleich mitbringen. Ich war außer mir.

Bei Kaffee und Keks wurde mir dann eine etwas abgeschrammte Bereitschaftstasche mit einer sehr gut erhaltenen Canon A35F gereicht. Diese vollautomatische Messsucherkamera bereichert fortan meine Sammlung, ich habe wieder einen Camporn-Beitrag verfasst und dabei wollte ich doch eigentlich meinen langersehnten Neuzugang vorstellen, den ich vor einigen Tagen höchstselbst gekauft hatte. Später – wenn nichts dazwischen kommt.

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Blackbird.plastic und Autos

Half Car

Es wurde mal wieder Zeit, dass die Kamera weg vom Objekt der heißen Begierde auf das Wesentliche zurechtgestutzt wird: auf das Dasein als Werkzeug. Meine kleine Superheadz Blackbird.fly ereilte nun dieses Schicksal, und – Leute! – sie ist ein beschränktes Werkzeug! Die kleine Fake-TLR aus Plastik kann nicht viel mehr als ein Schraubenzieher, bietet eine Verschlusszeit plus B, angeblich zwei Nuancen von Blende und der Sucher ist eine plastikgewordene Annahme – die Linse ist übrigens auch Plastik und das ist auch gut so.

Spiegelnd

Nachdem k_k per flickr-Gruppe – ich sprach davon – zum Schwenk mit Toycameras aufgefordert hat und sich der Autor dieser Zeilen für den roten schwarzen Vogel und eine Stereo-Holga hat entscheiden können, stiefelten wir bei gutem Sonnenwetter auch recht vergnügt durch die Straßen und knipsten hier und da herum. Für mich ergab sich nun nahe dem In-Restaurant Bullerei am Bahnhof Sternschanze der Parkplatz als Ort der guten Motive, was kaum jemanden mehr überraschte als mich selbst. Hier seien also zwei Fotos von Autos vorgestellt, die dank Licht, dank Blackbird, dank Kodak VR 200 und auch dank eines zuversichtlichen Fotografen eben diesem gefallen.

Den Film hatte ich übrigens ohne Maske in der Blackbird.fly belichtet, sodass das Licht auch die Ränder erwischte, doch dann wurde mir das Scannen eben dieser Auswahl zu aufwändig, was meiner Ansicht nach nicht sehr lomographisch ist. Plastik, Billigfilm und der platteste Scan-Treiber. So soll es sein und so ist es nun auch.

Light on? Doppelt angedroht Smoky

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Tini will Horizon 202 verkaufen

Hori Top

Camporn-Tage auf meiner Seite? – Dieser Eindruck könnte entstehen, doch es ist vielmehr mein leicht schlechtes Gewissen, das mich treibt. Ich hatte Tini versprochen, im Freundes- und Knipserkantenkreis für ihre zum Verkauf stehende Horizon 202 Panoramakamera zu trommeln und ich tat es zu zaghaft, um von ernsthaften Bemühungen zu sprechen.

Nun also: Tini verkauft eine gebrauchte Horizon 202 (Artikel auf wikipedia, Funktionsvideo auf youtube), die Kamera hat unten im Gehäuse einen größeren Kratzer (auf dem ersten kleinen Bild zu sehen), der die Funktion aber keinesfalls beeinträchtigt, wie sie sagt. Ihr “Wunschpreis” liegt bei 250,00 Euro. Anfragen leite ich gerne an sie weiter.

Hori Kratz Hori Open

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Sony Alpha 850 – der erste Eindruck

My FATest Baby

Nun habe ich die Sony Alpha 850 Vollformat-Digitalkamera schon einige Wochen in meinem Besitz und die ersten Stimmen werden laut, dass ich nun darzulegen hätte, wie mir diese Kamera nun gefällt. Nein, es waren übrigens keine Stimmen aus dem Kameraschrank, wie noch vor dem Wochenende, sie kamen von weiter südlich.

Durch den Besitz einer Minolta AF 5000 und der Konica Minolta Dynax 7D hatte sich bereits einiges angesammelt, darunter das schöne 1.7/50mm-Objektiv und somit war die Entscheidung, wer Nachfolger der Dynax 7 werden sollte, recht schnell getroffen. Ich wollte also den großen Schritt auf die 24 Megapixel wagen, zumal die 850er für unter 1800 Euro zu bekommen ist, was sie wohl zur günstigsten Vollformat macht. Anfangs war auch noch die Nikon D700 im Rennen, doch schon bald war sie abgeschlagen – nicht nur der Umstand, dass ich sehr vieles hätte neu kaufen müssen, was ich für Minolta schon hatte, stach sie aus, auch die Tatsache, dass das Sony 2.8/24-70 mm ZA SSM Carl Zeiss Vario-Sonnar sofort lieferbar war, half.

Nun wurden die kleine Nikon D40 inklusive allen Zubehörs verkauft, einige eBay-Auktionen und so weiter füllten die Kasse und schon bald kamen zwei Pakete an: die Alpha 850 selbst und eine Woche zuvor schon das Zeiss-Objektiv, dass als “Immer-drauf-wenn-ich-nicht-das-Fuffziger-nutze” vorgesehen ist. Das feine Ensemble wiegt zusammen etwa 3 Kilogramm und vermittelt einen nahezu unerschütterlichen Eindruck von Solidität, wobei ich das Gewicht auch auf längeren Fototouren nicht als störend empfand. Der Einstieg in die Kamera ist mir durch die Kenntnis der Dynax sehr leicht gefallen. Die Bedieneinheiten sind überschaubar, doch die nötigsten Knöpfe und Regler sind schnell erreichbar.

Ebenfalls puristisch ist die Ausstattung um das Fotografieren an sich herum. Wer filmen möchte oder Live-View sucht, der ist mit dieser Alpha schlecht beraten. Wie bei ihrer große Schwester Alpha 900 und anders als bei kleineren DSLR-Modellen aus dem Hause Sony sind diese Funktionen nicht vorgesehen und als Fotograf vermisse ich sie auch nicht. Als einziges Zugeständnis habe ich mir bislang eine neue Mattscheibe mit Gitternetzlinie von Sony besorgt und eingebaut.

Mein erstes Fazit fällt durchaus und erwartet positiv aus. Die Kamera bietet mir alle Funktionen, die ich zum Fotografieren benötige, der Markt an gebrauchten und sehr guten Minolta-Objektiven ist groß, entgegen anderslautender Behauptungen gibt es viel Zubehör, auch die Adaption von M42-Objektiven klappt – ohne Ausgleichslinse! – zu meiner Zufriedenheit und es ist keine Canon. Bis zum nächsten Zwischenfazit: gut Licht, Digga!

Mein A850-Album auf flickr

Produktseite bei Sony Deutschland

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Vorfreude – Back to the Roots

Vorbereitungen

Etwas aufgeregt bin ich ja schon, denn es geht wieder los mit ganz kleinen Schritten. Verzicht ist alles beim von kiwi_kirsch in unserer flickr-Gruppe initiierten Plastikkamera-Ausflug von Altona in die Schanze und so stand ich lange ratlos und etwas unetschlossen vor meinem Fotoschrank. Viele zuletzt weniger beachtete Kameras riefen mir zu “Nimm mich!”, doch erst als gleich meine Golden Half sowie eine Holga als Tagesleihgaben abgefordert worden waren, war die Wahl klar und so blieben die Beirette und einige Pocketkameras schmollend zurück. Morgen sollen aus meiner Sammlung also mit: die Holga 120 Stereo (Rollei Digibase 200 Diafilm) und die Blackbird.fly (Kodak VR 200). Ich freu mich, andere schmollen weiter.

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Zitat

Die Tatsache, daß eine im konventinellen Sinn technisch fehlerhafte Photographie, gefühlsmäßig wirksamer sein kann als ein technisch fehlerloses Bild, wird auf jene schockierend wirken, die naiv genug sind, zu glauben, daß technische Perfektion den wahren Wert eines Photos ausmacht.
(Andreas Feininger)

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