I had a dream – Zeiss Ikon ZM

Rangefinder hanging around

Keine Rede eines großen amerikanischen Bürgerrechtlers möchte ich mit der Überschrift herabsetzen, aber tatsächlich hatte sich die Zeiss Ikon ZM bis in meine Träume vorgearbeitet und anders als Martin Luther King war es mir durch Verkaufsgeschick bei der Abgabe alter Apparate und glückliche Fügung gelungen, meinen Traum sehr schnell zu verwirklichen.

Seien es die Leica-Schwärmereien meines Freundes Daniel, seien es die vortrefflichen Ergebnisse, die Boris mit der Zeiss Ikon erzielt hat, seien es die steten Wiederholungen von Bellamy aus Tokyo – ich wollte eine Messsucherkamera haben und sie sollte neu sein. Eine Leica schied also von vornherein aus und so forschte und fragte ich herum, wie es um die Zeiss Ikon steht. Ich kontaktierte einen Händler im Norden der Republik, der mir freilich nur Gutes zu berichten und die Kamera auch auf Lager hatte – im durchaus subventionierten Set mit dem 1.5/50mm. Ich stellte also das Sparschwein auf und fütterte kleine und größere Portionen und als das Ziel dank einer sehr großen Portion (nicht zuletzt ob des nahenden Geburtstags) greifbar schien – da war der Händler im Norden ausverkauft. Vorbestellen könnte ich, aber ob das bis Mai was wird, könne er mir nicht versprechen.

Am Boden wähnte ich mich und streifte weiter durch das Internet, erinnerte mich an einen Händler weit im Süden, den keiner meiner Kontakte bisher getestet hatte, und bestellte das letzte Set, das er hatte. Die Überweisung via Paypal verlief etwas stockend und so musste ich eine Woche voller Ungeduld warten, bis ich – man erinnere sich an den letzten Blogpost – das Paket auspacken durfte.

Für ein erstes Fazit ist es sicher noch zu früh, schlummert doch noch der erste Kodak “we support you” Tri-X 400 in der Kamera, doch man kann zur Anmutung dieser bei Cosina in Japan gebauten Kamera schon einmal sagen, dass Haptik, Bedienung, Klang usw. mir den nicht niedrigen Preis durchaus erträglicher erscheinen lassen und die Gegenlichtblende war sogar deutlich günstiger als jene zu meiner Fuji X100.

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Das Auspacken eines Traums

Lange hatte ich am Fenster gesessen und das Kissen auf der Fensterbank war schon etwas mitgenommen, als für seine Verhältnisse erst recht spät am Nachmittag das DHL-Bärchen klingelte und mir das, was ich sehr begehrte, übergab. Ich packte dann aus. Später mehr dazu.

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Roarr

Großstadtrallye

Während ich freimütig bereit bin, jede Art von übermotorisierten Geländewagen in den Städten, für überflüssig zu erklären, würde mein Herzlein fast weich beim Anblick dieses automobilen Klassikers aus dem Hause Porsche. Nebulöse Erinnerungen lassen sich abrufen von Fernsehbildern des umgebauten 911, wie er über staubige Pisten bretterte. In der Tat ist dieses Gefährt vielleicht noch unnützer als ein Cayenne, aber schöner.

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Harvard Box Yard

Harvard Box

Es gibt Orte, den sollte man mit großen Negativen begegnen und da 6x9cm das größte Negativ ist, welches meine kleine Kamerasammlung zu belichten weiß, schien die alte Dame im amerikanischen Cambridge bestens aufgehoben. Im letzten Sommer also schleppte ich also auch das etwas sperrige Schätzchen mit und brachte sie nahe des großen Eingangstores in Position.

boxharvard

Da vielleicht nur noch Hasadeure und Husaren und Chuck Norris eine Box-Kamera ruhig aus der Hand auslösen können und ich keiner der Vorgenannten bin, schlang ich das kleine Gorilla-Pod um ein Geländer, suchte in dem dreckigen und etwas verrockten Sucher nach dem Bildausschnitt und löste unter größtem Schmerz – der Kopf des Drahtauslösers hatte den Kampf gegen das Pelicase verloren – aus. Ich mag das Foto.

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Fujifilm NATURA 1600

Glocke

Ich werde mich nicht verlieren über die chemische Zusammensetzung des NATURA-Films, ich werde meine erste Rolle betrachten. Bei dieser Betrachtung habe ich feststellen müssen, dass es doch einige – wenngleich hier nicht gezeigte – Farbverfälschungen gibt, die möglicherweise auf eine Röntgenbestrahlung der eigentlich noch nicht belichteten Filme auf dem Weg aus Japan zurückzuführen sind. Das möchte mein Labor zumindest nicht ausschließen.

Dicker Arbeitsmann

Anfangs nahm ich an, dass das Verhalten bei Kunstlicht besonders kritisch ist, aber das bestätigte sich eher nicht. Die Farbwirrungen treten bei geblitzten Bildern ebenso auf, wie bei knappem Tageslicht. Oder auch nicht. Zwei Filme habe ich noch im Kühlschrank und werde die Augen offen halten.

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Fujifilm X-Pro1 – eine Systemkamera

Am Ende ging es ganz schnell – nur wenige Wochen hatten sich die Gerüchte um eine Systemkamera von Fuji im Netz gehalten, die ersten Moke-ups und Spionagebilder kursierten und dann stellt der japanische Kamerahersteller Fujifilm in dieser Woche mit der X-Pro1 eine Kamera vor, die Begehrlichkeiten weckt, wieder eine Fuji, die Begehrlichkeiten weckt: Im Frühjahr des letzten Jahres konnten die ersten Kamerafreunde und Innen der X100 mit Festbrennweite habhaft werden, einige von Ihnen lieben die Kamera, so wie ich es tue, andere kamen nicht mit ihr zurecht oder hatten andere Erwartungen an sie. Einig war man sich aber zumindest zumeist darüber, dass der optische Sucher ein Traum ist. Erwartungsgemäß überschaubar war dann der Applaus, als sich die Zoom-Kompakte X10 mit einem deutlich weniger komplexen Sucher auf den Markt traute und dann auch noch einen kleineren Sensor mitbrachte. Zu Unrecht, wie man sagen muss, denn die deutlich günstigere X10 ist immer noch außergewöhnlich gut.

Nun aber der mögliche Höhepunkt der Evolution, eine optisch mehr als ansprechende Systemkamera mit einem wieder einmal hybriden Sucher – nur diesmal mit (zunächst) drei Objektiven im Angebot. Ich war sehr gespannt, wie die Japaner die Darstellung der verschiedenen Brennweiten im optischen Sucherbild lösen werden. Nach einiger Recherche auf den Webseiten von Fujifilm – die deutsche Depandance hat bislang keine Pressemitteilung zur X-Pro1 veröffentlicht – habe ich erfreut feststellen dürfen, dass man sich von den klassischen Messsucher Kameras von Leica und Zeiss Ikon hat leiten lassen und den Rahmen nach dem automatischen Erkennen der Scherbe anpasst. Das wird wohl kaum bei der Adaption von beispielsweise M-Linsen funktionieren, aber das ist Jammern auf königlichem Niveau.

Es seien noch die Eckdaten skizziert, um dann zum eingehenderen Studium auf die Seite von Fuji zu verweisen: 16.3 Millionen Pixel werden geboten, der (APS-C) X-Trans CMOS-Sensor misst 23.6 x 15.6 mm und verfügt über ein sogenanntes Ultra Sonic Vibration Sensorreinigungssystem. Vorgesehen sind zum Anschluss an das X-Bajonett im Augenblick die FUJINON LENS XF18mmF2 R, die FUJINON LENS XF35mmF1.4 R und die FUJINON LENS XF60mmF2.4 R Macho. Der ISO-Bereich liegt bei 200 bis 6400, er lässt sich aber bis 25600 hochschrauben – falls die einzige Kerze im Raum ausgeht. An Verschlusszeiten sind von 30 Sekunden bis 1/4000 Sekunde möglich, der Bulb belichtet maximal eine Stunde. Mein auswähltes Lieblingszubehör ist aktuell der Hand Grip HG-XPro1.

Ach ja, one more thing … Es wird nun auch noch eine limitierte Auflage der X100 in schwarz geben, die auf den ersten Bildern wirklich gut aussieht, aber man kann begehren und haben wollen. Meine silber/schwarze X100 macht auch tolle Fotos und für die Wechselobjektive hätte ich noch die NEX-3, mit der man auch tolle Fotos machen kann. Hätte ich die beiden nicht – ich würde die X-Pro1, von der es hier noch zwei Hands-on-Videos gibt, haben wollen, aber ich habe die beiden und darum will ich eine Zeiss Ikon ZM. Spenden einfach an meinen PayPal-Account. Danke. (^_~)

UPDATE: Und die Neuigkeiten zur Fujifilm sprudeln weiter. So ist die Objektiv-Roadmap für 2012 und 2013 öffentlich geworden. Dieses Jahr werden also noch ein 2.8/14mm sowie ein 4.0/18-72mm Zoom IS* erwartet. Im kommenden Jahr stehen ein 2.8/28mm Pancake, ein 2.0/23mm, ein 4.0/72-200mm IS* und ein 4.0/12-24mm IS* auf dem Programm. (* mit Bildstabilisator)

Außerdem wurde der Adapter für Objektive mit dem M-Bajonett von Leica offiziell bestätigt und für den kommenden April in Aussicht gestellt. Inwieweit sich die Gerüchte mit den passenden Rahmen im Sucher für diese “Vollformat”-Linsen bestätigen wird, bleibt abzuwarten.

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Lug und Trug für Anfänger

hamburg fleet flare vorher und nachher

Ich möchte nicht sagen, dass ich gezwungen wurde, rauszugehen, aber es bedurfte doch etwas Zeit und Muße, um mich von der Schönheit des Tages zu überzeugen. Ich packte also die dicke Sony mit dem lichtstarken 50mm ein und stiefelte mit der beste aller Hälften an die Elbe, am Dockland vorbei, mit der Fähre weiter in die Stadt und durch diue HafenCity immer weiter bis ich dieses Fleet sah und wild entschlossen war, ein Panorama zu schießen. Man kommt ja gerne mit einem Bild zurück, wenn man schon alles mitgeschleppt hat.

Wie der obere Teil des hier geposteten Bildes zeigt, war das Wetter grau, trüb und völlig nichtssagend. Das hätte man hinnehmen können oder man stellt sich der kleinen Herausforderung und schönt die Erinnerung etwas auf. Ich begradigte das Bild also ein wenig in der Vorbereitung, entfernte den Himmel und suchte mit im Netz etwas dramatischeres, was ich dann unter die Ebene schob. Um die möglichen Kanten an den Dächern zu kaschieren, musste noch etwas passieren und so erinnerte ich mich an die Vorlieben meines Freundes Stilpirat, der gerne mit Sonnen arbeitete, die gar nicht da waren. Ein heller Punkt, etwas Lensflare, am Ende ein kleiner Crossfilter für das Licht und voilà!

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Sachen von Dauer

Das Duell der Giganten

Es knarzt als sich das kleine Teufelchen auf seinem Ledersessel zurecht setzt. Auf meiner rechten Schulter hat er es sich samt seines englischen Möbels eingerichtet, zündet sich mit einem Streichholz eine filterlose Zigratte an und schnippt das kleine Hölzchen laut lachend auf die andere Schulter, wo sich das Engelchen eingerichtet hat und seine kleinen Zettelchen mit den Notizen für das Plädoyer der Vernunft sortiert.

Einige Meter weiter stehen sich entschlossen die Giganten auf dem Boden gegenüber. Ein überwiegend blaues Sparschwein trägt den vom Teufelchen handschrieben Zettel mit dem Namen einer Messsucherkamera keck zur Schau, etwas kleiner kommt ein sehr helles Schwein daher, das mutig erklärt, dass sich der “Dicke” gerne mit Zetteln bekleben lassen kann solange es selbst nur Scheine zu Fressen bekäme.

Es sieht unversönlich, unvereinbar aus auf den ersten und vielleicht auch auf den zweiten Blick, wenn der erste denn nur ein flüchtiger Blick war. Zwei Sachen von Dauer stehen sich gegenüber oder verdreht nebeneinander. Es ist vereinbar, so die Vision. Mögen die Schweine fetter werden – die Messer sind gewetzt!

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Winterschlussverkauf der Kameras

Polaroid SX-70 vorne

Der Winter ist noch ganz nicht richtig da, denn noch bestimmen nachweihnachtliche Herbststürme das Wetter in Deutschland und schon soll der Winterschlussverkauf Geld in die klammen Kassen bringen. Es soll in weitere Ausrüstung investiert werden und dafür müssen einige Schätze dran glauben. Den Anfang macht meine so sehr geschätzte, aber zu wenig genutzte Polaroid SX-70 im sehr guten Zustand. Die Kamera kommt mit der Originaltasche und einer Hand voll Blitzriegeln für 150,00 Euro.

Dynax 7D vorne

Desweiteren auf der Abschussliste steht meine Konica Minolta Dynax 7D in (eigentlich) sehr gutem Zustand. Allerdings habe ich den ERROR 58 nicht richten lassen, da er erst ein Jahr nach Ablauf der Kulanz in der Form aufgetreten ist, dass sich die Kamera nach längerer Nichtnutzung zwar einzuschalten lässt, sich aber nach der ersten Aufnahme “aufhängt” und erst nach einem “Neustart” ihren Dienst tut. Die Firma Runtime Contract GmbH (Hohweg 5, D-28219 Bremen) tauscht den Charge Cam Assy für 140,00 Euro aus. Unter Berücksichtigung der Preise auf ebay und in den Foren rufe ich 120,00 Euro (NEUER PREIS!) auf.

Minolta 9000 vorne

Mein kleiner Ladenhüter ist die Minolta 9000, die Beste vom Besten – Ende der 1980er Jahre zumindest. In deutliche gebrauchten aber voll funktionsfähigem Zustand (soweit ich das habe feststellen können) kommt die Kamera mit der Mattscheibe Type PM (Split-image/microprism/matte-field; autofocusing zone along split-image, spot-metering area same diameter as microprism circle.) und der Eyepiece Hood EH-7. Die Mattscheibe ist verbaut, die OVP mit der Standard-Mattscheibe ist dabei. Die Augenmuschel kommt in OVP. Aufgerufen werden 60,00 Euro.

Weitere Bilder aller drei Kameras habe ich auf ipernity hinterlegt.

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Fuji GA 645 Bedienungsanleitung

GA 645

Es war nicht unbedingt ein guter Vorsatz für das neue Jahr, etwas mit Mehrwert zu basteln und dann unter den Interessierten zu verteilen. Wenn es sich aber so ergibt, dann möchte ich das doch tun. Vor einigen Wochen hatte sich bei mir jemand gemeldet und gefragt, ob ich nicht vielleicht eine deutsche Anleitung für die Fujifilm GA 645 Professional hätte und ihm zugänglich machen könnte. Ich nahm diese Bitte zur Kenntnis und scannte das Heftchen als ich dazu Zeit hatte. Zeit fehlte dem Anfrager und so besorgte er sich was er begehrte auf anderem Weg. Damit die Scannerei nun nicht gänzlich für die Katz war, stelle ich das Werk zum Download zur Verfügung.

Downloadlink

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Zitat

Die Tatsache, daß eine im konventinellen Sinn technisch fehlerhafte Photographie, gefühlsmäßig wirksamer sein kann als ein technisch fehlerloses Bild, wird auf jene schockierend wirken, die naiv genug sind, zu glauben, daß technische Perfektion den wahren Wert eines Photos ausmacht.
(Andreas Feininger)

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