Fotoshooting mit der lieben Minou

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Es begab sich in diesem Frühjahr, dass mein hochgeschätzter Kollege Stilpirat alias Steffen Böttcher mich ansprach, er hätte meine Aufnahmen gesehen und würde mich doch gerne mitnehmen auf ein Shooting mit der hinreissenden Sängerin “Liebe Minou”. Da war ich anfangs doch recht sprachlos, hatte ich mich zunächst nur am etwas statischeren Objekten versucht. Nach dem Keks-Konzert mit Minou in der Schanze war ich aber endgültig begeistert, dass ich nun auf das Shooting drängte. Ende Juni fuhr ich also mit Minou und Nina vom Plattenlabel TSHAK k’BOOM Records zum Stilpiraten in die Nordheide.

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Mitgenommen zu der kleinen Reise hatte ich meine DSLR Nikon D40 mit einem einfachen 18-55mm-Zoom, eine Kodak Brownie Starflex mit abgelaufenem Farbfilm und die Agfa Synchro Box, die auf 120er Rollfilm 6×9 cm große Negative belichtet. An insgesamt drei Locations haben wir vom späten Nachmittag bis in den Abend hinein mit zwei Fotografen gearbeitet – Minou konzentrierte sich zumeist auf einen steuernden Fotografen, der andere – zumeist ich – schoss nebenbei, fast unbeobachtet. Das brachte die etwas verträumteren Bilder, was mir ausgesprochen gut gefällt.

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Nachtphotowalk in Altona

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Wie schon der Stilpirat in seinem Blog festgestellt hatte: twittern, bloggen usw. bringt auch Menschen im realen Leben zusammen – auch wenn sie dann schwer bepackt und unglaublich ausgerüstet Fotos machen gehen. Am gestrigen Donnerstag war es wieder soweit und es wurde am Lessingtunnel in Altona getroffen. Auf der Stundenplan notiert: Langzeitbelichtungen, Belichtungsreihen, Klugscheissereien und die Vorstellung von Metapartikels Reiseplänen.

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Ich selbst hatte eine Nikon D40 und eine Konica Minolta Dynax 7D und dummerweise eine Jacke mitgenommen. Obige Aufnahmen entstanden übrigens mit der vergleichsweise günstigen Nikon und ihrem mitgelieferten Kit-Objektiv – natürlich auf einem Stativ: so ruhig sind auch meine Hände nicht. Überlegungen entsprechende Meditationskurse zu besuchen wurden im Block Klugscheisserei heiter abgehandelt.

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Bereits in der vergangenen Nacht wurde diese Aufnahme vom Bahnhof Altona ins Netz geladen und in x flickr-Gruppen untergebracht. Sehr gefreut hat mich dabei, dass einerseits Foto-Ziehvater Stilpirat es positiv beurteilte und andererseits, dass eines meiner Vorbilder, nämlich Chris Jongkind es als Favorit gespeichert hat.

Die gesamte Ausbeute des Ausflugs inklusive eins hammermäßigen Out-of-Cams von Bild 2 findet sich im flickr-Album – außer dem kleinen Vorgucker auf tumblr. Über Kommentare würde ich mich ürbigens freuen.

Ab Oktober: Sony α850 Vollformat

Die Gerüchte gab es spätestens seitdem eine Anleitung zur Alpha 850 auf den Seiten von Sony Pacific aufgetaucht war (wir berichteten) – seit heute ist es offiziell: ab Oktober ist die Sony α850 Vollformat-DSLR zu haben, der Body allein für 1.999 Euro und damit zwar teurer als die Gerüchteküche hoffte, aber noch deutlich günstiger als die α850 oder die Mitbewerber von Nikon beziehungsweise Canon.

Sony kündigt das neue Oberklasse-Modell wie folgt an: Ihr 24,6 Megapixel Sensor erlaubt besonders detailreiche Bilder mit lebendigen, naturgetreuen Farben und feinen Texturen. Der schnelle Autofokus, ein integrierter Bildstabilisator sowie die intuitive und doch professionelle Bedienung der α850 sorgen für Fotospaß, maximale Kreativität und brillante Bildergebnisse.

Die neue DSLR verfügt über den gleichen 24,6 Megapixel Sensor, die professionelle Bedienung sowie nahezu alle Features des Topmodells α900. Dank Vollformatsensor und in Kombination mit den hochwertigen Carl Zeiss® und G-Objektiven, bietet die α850 die besten Voraussetzungen, um das ganze Spektrum der kreativen Fotografie zu entdecken. Mit ihrem attraktiven Preis wird sie zum Objekt der Begierde für Einsteiger in die Vollformat-Fotografie.

Das Herz der α850 ist der bewährte Exmorâ„¢ CMOS-Vollformatsensor mit 24,6 Megapixeln (effektiv). Er ist bekannt für besonders detailreiche Bilder mit lebendigen, naturgetreuen Farben und feinen Texturen. Die hochauflösenden Bilddaten des Vollformatsensors werden durch eine zweistufige Rauschminderung optimiert, die vor und nach der A/D-Wandlung vorgenommen wird. Die erste Stufe der Rauschreduzierung findet schon auf der analogen Seite statt, wenn das Licht auf den Vollformatsensor trifft und in elektrische Signale gewandelt wird. Der doppelte BIONZâ„¢ Prozessor ist dafür ausgelegt, große Datenmengen schnell zu verarbeiten und optimiert in der zweiten Stufe die digitalisierten Daten während der Bildverarbeitung. Das Ergebnis sind Aufnahmen mit minimiertem Bildrauschen und scharfen Details. Die Kombination von extrem hoher nativer Sensorauflösung und fein abgestimmter Rauschreduktion ergibt eine beeindruckende Bildqualität, die selbst bei hoher Empfindlichkeit von ISO 6400 (im erweiterten ISO-Bereich) noch überzeugen kann.

Die gesamten weiteren Daten zur 24,4 Megapixel-Kamera hat Digital Photography Review notiert – für mich heißt es nun “eisern Sparen”!

Restposten im Halbformat

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Restposten und ein 1€-Artikel – viel mehr scheint im früheren Prestigebau FRAPPANT (Blogpost, weiteres s/w-Bild) an der Großen Bergstraße in Hamburg-Altona jeseits des Bahnhofs nicht zu bieten. Also ist scheint es nur Recht und billig, dass hier ein innerstädtischer IKEA eröffnet – das würde diese Ecke beleben, so das Kalkül. Man vergisst bei all dem fehlenden Glanz, dass hier aber Leben stattfindet, wie oben zu erahnen ist. Ob das dem vermeintlichen Ideal entspricht sei ebenso dahingestellt, wie das Geständnis, dass ich als Fotograf derartige Orte mit etwas morbiden Charme, mit Straßenkunst und einer gewissen Vergänglichkeit erstrebenswerter finde, als Großparkplätze, Bekleidungsketten oder den x-ten Starbucks, der für viel Geld großen Mist feilbietet.

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Zu den etwas ruppigen Aufnahmen noch ein oder zwei Worte: aufgenommen mit der Goldenhalf von Superheadz unter Verwendung meines letzten Rollei R3 400 KB-Films. Gescannt wurden die Halbformataufnahmen mit einem Canon Canoscan 3200F im Modus Farbfilm und seid versichert: im s/w-Modus war die Ausbeute noch dünner. Erste Erfahrungen hatte ich mit einem Kodak GC 400 Farbfilm gemacht und die Ergebnisse waren deutlich besser, lomographischer – auch wenn man mir bei der Spürsinn-Gruppe geduldig erklärte, wie ich mit dem R3 umgehen sollte – nur dafür bin ich im analogen Postprozess zu ungeduldig. Nichts für ungut! (^_~)

Weitere (auch neue) Bilder der Goldenhalf findet man im flickr-Album und in meinem neuen crazy tumblr-Blog mit den Namen “in capone’s schuhen”.

Alten Zeiten in Hamburg

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Am Sonntag war schönes Wetter, am Sonntag hatten die zwei Protagonisten Zeit, am Sonntag ging es an die Alster und als genug Schifflein fotografiert waren, als genug selbstverliebte Jogger und Joggerinnen bestaunt waren, da hatten wir genug und schlenderten durch die Alsterchaussee, wo ich als der fotografische Part der Zweibande dieses alten BMW vor vielleicht zeitgenössischem Bau ansichtig wurde. Ein Sprung auf die Mauer – ohne Lauer – und abgedrückt.

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Ebenfalls von alten Zeit zeugt vorstehende Aufnahme eines alten Ladengeschäfts in Hamburg-Ottensen. Rundherum sind schon die Investoren tätig gewesen, viele Leute sind in den Stadtteil gezogen, die noch vor wenigen Jahren die Nase rümpften, wenn man von Ottensen sprach – hier ist noch ein Überbleibsel des alten Quartiers dokumentiert, dass gewiss auch bald weichen wird – in welcher Form auch immer.

Die Aufnahmen sind entstanden mit einer Nikon D40 und dem Nikkor 18-55mm 1:3,5-5,6 GII Zoom-Objektiv. Am Rechner wurden sie auf Analog-Aufnahmen im quadratischen Format getrimmt.

Canon G11 – fette Ausstattung immer dabei

Vor einiger Zeit zeigte mir ein Kollege seine “Immer-dabei”-Digitalkamera Nikon COOLPIX P6000 und mir wurde schon recht warm ums Herz, denn eine derartige High-End-Kompakte fehlte mir doch noch in meiner Sammlung, wie ich mir auszureden versuchte, ist doch die Panasonic Lumix DMC-FZ2 meine treue Begleiterin.

Nun bringt Canon mit der PowerShot G11 ein neues Modell in eben dieser Klasse auf den Markt. Während das Vorgängermodell G10 noch über 14,7 Millionen Pixel verfügte, verfügt der Sensor der G11 noch über 10 Millionen Pixel mit dem doppelten Rauschreduzierungssystem – DIGIC 4, dazu gibt es ein 28mm Weitwinkel mit 5fachem optischen Zoom. Besonders interessant für den ambitionierten Fotografen ist gewiss der Umstand, dass man bei dieser vergleichsweise kompakten Kamera komplett auf die manuelle Einstellungen zurückgreifen kann und so auch Aufnahmen fernab vom sterilen Digitalkamera-Einerlei zustande bekommen kann. Für mich persönlich auch begrüßenswert das Vorhandensein eines Suchers – wer dennoch zwischen sich und Kamera auf den armlangen Sicherheitsabstand bestehen möchte: es steht ein dreh- und schwenkbares 7,11 cm (2,8 Zoll) LC-Display zur Verfügung. Die Kamera ist ab Oktober 2009 zum empfohlenen Preis von 589 Euro im Fachhandel erhältlich. Zum Vergleich: die im Januar auf den Markt gekommene Nikon Coolpix P6000 Digitalkamera (13 Megapixel, 4-fach opt. Zoom) wird aktuell zu 359,99 Euro feilgeboten.

Pizza unter’m Gleis

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Wie eigentlich immer war auch heute meine Panasonic Lumix DMC-FZ2 mein Begleiter auf dem Weg zur Arbeit und heute sollte das Licht einmal ganz besonders angenehm sein, denn schon am Nachmittag war Feierabend und an der Sternbrücke sollte vielleicht das eine oder andere Foto entstehen, da sie ja mittelfristig saniert werden soll und dann einiges den Bauarbeiten zum Opfer fallen sollte.

Nur … Meine 2 GB-Karte sollte auch nach meinem Aufbruch noch im Lesegerät am heimischen Mac hängen und so war ich auf die 8 Megabyte (sic!) große Karte angewiesen, die ich mehr aus Spaß in meiner Geldbörse mit mit führte. Das mag in Zeiten, in welchen man mit Digitalkameras auch mal einige Gigabyte pro Tag vollrotzt, schwierig sein und es mutete in der Tat abenteuerlich an, wenn sogar eine AgfaBox mit 6×9 cm großen Negativen ein Bild mehr zur Verfügung hat. Mit der Tagesausbeute von einem – meiner Meinung nach – sehr gelungenen Bild kann man unterdessen mehr als zufrieden sein – da verzichtet man auch gerne auf die Gewohnheit im Quadrat.

Kleine lomographische Offensive


Foto: Lomographische Gesellschaft

Die Lomographen aus Wien haben eine neue Kamera auf den Markt gebracht und zwar die Diana Mini, die anders als die “große” Diana, welche für 120er Rollfilme ausgelegt ist, mit 35mm Kleinbildfilmen arbeitet. Auf den ersten Blick klingt diese Variante nicht besonders einfallsreich, zumal spätestens mit der Holga 35 eine neue Kleinbildkamera nach der LOMO selbst für Lomographen aus dem Markt ist. Nicht im Programm der Wiener finden sich weitere Toycameras wie die Blackbird Fly (TLR mit folgenden Masken 24x24mm, 24x36mm sowie 36x36mm – mit Belichtung des Film-Lochrandes) oder die Goldenhalf (Halbformat, 24x18mm) auch bei deutschen Händlern wie der Spürsinn Gruppe. Die Diana Mini kombiniert einige Möglichkeiten beider vorgenannter Kameras, denn die kann entweder im Halbformat oder im Quadrat (24x24mm) aufnehmen (Testbild auf der Webseite der LG). Die Lomographische Gesellschaft ruft einen Preis von 50,00 Euro auf, damit liegt sich preislich auf dem Niveau der Goldenhalf.


Foto: Lomographische Gesellschaft

Die zweite derzeit sehr beworbene Kamera ist die Horizon Kompakt Panoramakamera, welche über eine vergütete 28mm Schwinglinse verfügt und ein Blickfeld von 120° abschwenkt. Das Negativ wird auf einer Breite von 58mm belichtet, was natürlich ganz ungewohnte Aufnahmen erlaubt. Beispiele dazu kann kann unter anderem im Pool der Gruppe ★ Horizon Kompakt & Perfekt ★ betrachten. Vor dem schnellen Erwerb steht eine Hürde von 300,00 Euro bereit.

Auferstehung einer Instamatic (mit Video)

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Mitte der 1960er Jahre dachte man, dass 126er Kassettenfilme das Nonplusultra sein könnten – das glauben die Filmhersteller heute nicht mehr und daher ist es ein sehr beschwerliches Unterfangen, solche Filme noch aufzutreiben. Per Zufall hatte ich beim Reingruber in Rothenburg ob der Tauber einige Exemplare gesehen und mir nun die zwei verbliebenen Filme schicken lassen, denn ich kam in den Besitz einer Kodak Instamatic 500, dem Mercedes unter den 126er Kameras. (Dank an @Metapartikel)

Auch wenn meiner Kodak ob der schlechten Versorgungslage ein wohl kurzes aktives (zweites) Leben bevorsteht, sei in alter Tradition auch das Einlegen eines Films in dieses Modell vorgeführt – die Filmchen zu den 110ern und 620ern erfreuen sich durchaus einer gewissen – zwar nicht zu überschätzenden – Beliebtheit.

Film Noir oder: Verschlusszeitensuche

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Meine alte Panasonic Lumix DMC-FZ2 ist derzeit meine ständige Begleiterin und auch auf dem Weg von und zur Arbeit. Tagsüber verrichtet sie ihre Aufgaben auch recht ordentlich, die Leica-Optik ist nicht die schlechteste Wahl beim alten Chip, doch des Nachts – so klagte ich – will sie nicht so recht. Während ich ohne Lektüre der Bedienungsanleitung keine Möglichkeit gefunden habe, an der Belichtungszeit zu drehen, hieß es drücken und hoffen.

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Ich verließ mich also auf meine ruhige Hand, meine vielgerühmte ruhige Hand, von mir viel gerühmte ruhige Hand und drückte ab. Bei meiner Nikon D40, an der man einstellen kann, da bringt es was, bei der Lumix augenscheinlich nicht, es sei denn, ich ignoriere beim Nacht-Portrait-Programm die Aufforderung, den Blitz zu nutzen und halte 8 Sekunden still. Da bleibe ich erstmal beim film noir style, der – im Computer gepusht – Darstellungsdefizite nicht kaschiert, sondern zur Absicht macht.

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