
“Die beste Kamera ist die, die du immer dabei hast.” Dieser Ausspruch erscheint mir sinnvoll und da macht es auch nichts, dass mir der Urheber nicht sofort einfällt. Man sollte doch aber nicht alles dem Zufall überlassen und die “Immer-dabei-Kamera” doch recht gewissenhaft auswählen. Im Augenblick bin ich der Auffassung, dass es ruhig eine analoge Kamera sein dürfte, zumal ich noch einige abgelaufene Polaroid-KB-Filme habe. Die Beirette K100, ein Geschenk des Stilpiraten, hatte auf einer Feier schon recht feine Ergebnisse geliefert, nur waren Sucher und Optik selten eins – kein Grund, der leichten DDR-Kamera mit Bildtransportproblemen keine zweite Chance zu geben.

Dieser etwas ungewollte LOMO-Look hatte schon etwas und es unterstreicht auch den beiläufigen Charakter der Fotografie: entdecken, drüberzielen und schießen! Da wird auch mal von der gewissenhaften Einstellung der Schätzschärfe oder der Blende abgesehen, wie obige Aufnahme eindrucksvoll beweist. Heute nun – es liegen noch keine Ergebnisse vor – durfte sich auf einem kleinen Ausflug ins Frappant die Zenith ET mit Pentacon 2.8/29mm um den Posten als Trabant (Begleiter) bewerben. Die schwere Russin kann natürlich etwas mehr und das Auslösegeräusch … Man darf gespannt sein, wie der Analog-treue-Seele-Battle weitergeht.


Es kamen viele Dinge zusammen am heutigen Tage. Erstmals führte ich die von einem hochgeschätzen Kollegen erworbene Kiev 88 Mittelformatkamera aus, hatte die Hoffnung auf besseres Wetter aufgegeben und mich auf f2.8 bei 1/60 Sekunde eingestellt, da ein Film mit ISO 100 bereits in einem der beiden Magazine eingelegt war und ich einen sehr pragmatischen sowie neugierigen Tag hatte.
Ich zog so also freudig meine Runden durch Ottensen, wurde von Passanten und Plakate klebenden Punks freudig angesprochen, hatte noch meinen reizenden Schnack mit der Laborantin von Szenetreff Köhler, wo ein Stativgewindeadapter erstanden und Tipps abgestaubt wurden. Nach der Runde zog mich schließlich ins GAZONLINE zurück, wo der Bedienung mein Tun ganz sonderlich vorkam, denn ich nahm die Nikon D40 und versuchte aus freier Hand meinen Beitrag zum “ruhigste Hand ever” abzulichten: 1,6 Sekunden bei Blende 3,5 und ISO 200. Fast hat’s geklappt, aber es gibt scharfe Ecken! “Ihr habt bestimmt noch verrücktere Gäste hier am Tresen.” – “Ja, nee, ist klar!” Ich zahlte, gab ein gräßlich knappes Trinkgeld dazu und machte mich auf den Weg – Gemüsehändler knipsen!


Wir kennen es doch alle, besonders die großstadtgeplagten Menschen: man wundert sich schon, wie einige Zeitgenossen und Zeigenossinnen ihr zumeist tonnenschweres Vehikel etwas unorthodoxer parken. Ich selbst habe es zur beiläufigen Prefession erhoben, das auf Film o.ä. zu bannen – nicht, um zu erpressen, nein: aus künstlerischen Gesichtspunkten.

Es gibt verdammt viele Fotowettbewerbe und so unterschiedlich der Forderungskatalog für das Bild, so gleichen sie sich eigentlich alle in einem Punkt: es gibt etwas zu gewinnen. Wie profan! Ich könnte natürlich zur W.-Buchhandlung radeln und dieses MöpseGlamour-Fotoshooting-Buch vom Sonderangebotstisch besorgen, um es hier als Preis auszuloten, aber es regnet gerade. Bleiben Ruhm und der Beweis, dass man im rechten Moment immer eine Kamera dabei hat.
Postet den Link zu eurem selbstgeschossenen (!!!) Bild in die Kommentare und ich suche ohne Kommitee meinen Liebling aus und mache ihn zur Titelgeschichte! Hm, das klingt doch fein!

Wie mache ich aus einem Rasenmäher eine Lampe oder wie fotografiert man mit einem Belichtungsmesser? – Auf die erste Frage habe ich keine Antwort, besonders jetzt, wo klassische Glühbirnen aufgrund einer EU-Verordnung verboten werden und von Rübeneinkochern in Kellern gehortet werden. Die zweite Frage lässt sich einfacher beantworten, denn der Belichtungsmesser ist im wahren Leben eine Nikon D40, also eine DSLR.

Warum nun aber ist eine D40 zum Belichtungsmesser befördert oder degradiert? – Ich hatte bislang alle ebay-Autionen um eine Sixtino verloren, sollte heute aber in den Besitz einer Zenith ET Spiegelreflex kommen und wollte sie gleich mit einem Ilford Delta 100 austesten, zumal an diesem trüben Tage eine alte Regel besonders gut passte: “Grau sieht in schwarz/weiß einfach besser aus!” Das Problem am Plan war, dass die Fotowalkgruppe schon fotowalkte, als auffiel, dass die kleine Russin noch im Auto lag. Ich habe den Verkäufer, den manuellen Meyer, aber trotzdem gern! Wirklich!


Man könnte meinen, ich hätte einen regelrechten Narren an diesem Ort gefressen, da es ja schon zwei bis drei Blogposts zu Altenwerder gab. In Wirklichkeit war ich nun erst das zweite Mal in meinem Leben da und das, obwohl man per Bus nur wenige Minuten von Ottensen dorthin benötigt. Heute also nur kleines Gepäck mit Nikon D40 (18-55mm Kit-Objektiv) und Beirette sowie die beste aller Hälften, die sich sehr geduldig zeigte. Danke!

Es war aber auch ein so schöner Sonntag und wenn man mal nicht von Skatern, Radlern und im Umgang mit Kinderwagen noch lange nicht geübten späten Eltern um einen Fußbreit Platz an den üblichen “Hotspots” der Stadt balgen möchte, dann kann sogar Altenwerder ein Ausflugziel für Menschen sein, die kein Faible für “lost places” haben, auch wenn hier kein Latte macchiato feilgeboten wird.


Als ich heute die Ergebnisse meiner ersten Schritte mit der Beirette K100, die mir mein lieber Kollege Stilpirat zum Geschenk gemacht hatte, ansah, dachte ich noch in der Drogerie stehend und kopfschüttelnd, dass sich wohl ein volltrunkener Troll der Kamera bemächtigt haben muss.

Mit einem abgelaufenen Polaroid High Definition Plus 200 bestückt wurde die DDR-Kamera also anlässlich einer Feierlichkeit auf die Tauglichkeit, mein steter Begleiter zu werden, getestet und auch wenn die Ergebnisse an sich nicht unerfreulich waren, bleiben Zweifel. Denn Sucherbild und Foto haben allenfalls die grobe Himmelrichtung gemein – nicht mehr: praktisch auf jedem Foto sind Köpfe abgeschnitten, was auf kurzer Entfernung (1,5 bis 3m) nicht ganz so zu ertragen ist. Nennen wir es – zähneknirschend – einmal mehr charmant, erfreuen uns an dem Kommentar von oli1975 zum “hässlichen Foto” im positiven Sinne und legen den nächsten Film ein!


Es ist schon ein recht beschwerliches Unterfangen, um Abzüge von einem Fotoausflug mit einer Pocketfilm-Kamera nach Altenwerder zu bekommen – kaum noch jemand kann das machen und der, der es tut, ist langsam, doch das am Rande. Es ist schon einige Wochen her, dass wir auf Pirsch im Hamburger Hafen waren, um die letzten Überbleibsel des Ortes ausfindig zu machen und neben zwei Minoltas musste auch die Asahi Pentax auto 110 Spiegelreflex (Anleitung) mit, zumal sie über ein 2.8/18mm Weitwinkel verfügt.

Nachdem der nunmehr zum Szenetreff erhobene Foto Köhler den Fuji Superia 200/110-24 entwickelt hatte, musste der Film aus dem Haus gegeben werden, damit die Abzüge gemacht werden können – ich selbst bastel gerade an einer Scanmaske aus Diarahmen. Am Ende kann ich nur sagen, dass sich das Warten zumindest in punkto Bildqualität aus einem 110er Film gelohnt hat. Wenn man sich zum Vergleich die Ergebnisse der agfamatic 2000 anschaut, wird der Unterschied sehr deutlich. Die Kamera kam 1979 im Set mit einem 18mm-, einem 24mm- und 50mm-Objektiv sowie Blitz und Motor für rund 1000,00 DM auf den Markt, es folgten weitere Wechselobjektive. Bei ebay werden die Kameras noch recht rege gehandelt, wobei unbedingt zu bemerken ist, dass der Pocketfilm 110 nur noch selten im Handel zu bekommen ist – allerdings hat Szenetreff Köhler gerade ein paar reinbekommen.


Da stand er also – an: der Spaziergang mit der fotografischen Rackertruppe am Hamburger Elbufer. Weitschweifende Pläne wurden geschmiedet, man würde vom Altonaer Fischerreihafen über den Fischmarkt durch den Alten Elbtunnel maschieren, um dann schließlich vom südlichen Ufer schöne Hamburg-Panoramen zu machen – nachdem die Docklands ausgibigst bei allen denkbaren Abendlichtern auf Chips und Filme gebannt war, schaffte es der wackere Tross nur noch bis in Slattery´s Irish Pub.

Es war wohl bisher der touristischte, der kitschigste, der offensichtlichste Fotowalk des Autoren. Es war schwer, eigene Motive zu finden, wenn rund zehn Fotografen durch die Gegend ziehen, man inspirierte sich gegenseitig oder klaute die Idee des Anderen, wie z.B. dieses Bild vermuten lässt. Ich bin sehr stolz darauf, dass ich obiges Bild wohl alleine gemacht habe, den unteren Ausschnitt hatte ich vom mit einer schönen Hasselblad bestückten Kollegen Stilpirat (Danke nochmals für die beirette K100!) gestohlen inspiriert ausgewählt.


Man nehme eine automatische Olympus µ[mju:]-1 und einen Kleinbildfilm Polaroid 200-Y 135, den ich noch in einer Fotokoffer gefunden hatte und der richtig lange abgelaufen sein dürfte, was sich wegen des fehlenden Kartons nicht nachvollziehen lässt. Mit diesem possierlichen Paket ging es fortan täglich los, was meine Golden Half hoffentlich verschmerzen wird.

Es mag etwas wagemutig gewesen sein, einen Film einzulegen, der wohl einen starken Magenta-Stich haben würde, wagemutiger ist es aber, ganz ohne Kamera loszuziehen, denn wie wir wissen ist die beste Kamera jene, die man immer dabei hat. Am Ende nach Billig-Entwicklung inkl. 9x13er Abzügen bei Schlecker bzw. Cewe hielt ich wieder die “Knipsergebnisse” – keine angestrengte Lomographie -Â aus alter Vorzeit in Händen, nicht ganz so stichig wie erhofft/erwartet, aber dennoch sehr charmant. Ein Glück, dass ich noch knapp zehn “neue” noch ältere Polaroid-Kleinbildfilme geschenkt bekommen habe!


Hochzeitsfotografie, vor allem die etwas ausgefallenere, ist derzeit offensichtlich en vogue – diesen Eindruck hat man zumindest, wenn man zuletzt Foren, Blogposts und Tweets überflog. Das kann auch saisonal bedingt sein, denn bevor Orkane und Sturmfluten den schönen Sommer vertrieben, war das Wetter ja sehr angenehm.

Mein Ansatz der Hochzeitsfotografie war Spontanität nachdem ich feststellen musste, dass man wenig planen und vorhersehen kann, wann die Verwandten und Freunde mit ihren Digitalknipsen ins Bild laufen, um auch einen guten Blick zu erhaschen. Da ich nicht als Fotograf engagiert war, sondern fotografierender Gast (mit Nikon D40 und 18-55mm Kit-Objektiv) war, verlegte ich mich mehr auf das Gastsein und poste heute ganz ausgefallene Aufnahmen von dem schönen Nachmittag in Hamburg-Oevelgönne: ohne Brautpaar und ohne Gäste. Auf die Eheleute!