Seefahrtsschule a.D. adé

Vogel auf Pfosten

An der Rainvilleterrasse (auf Google Maps) zu Altona steht derzeit noch das Gebäude der Seefahrtsschule, dass – von einem netten Café angesehen – aktuell leer steht. Die Planungen der Investoren sehen vor, den Komplex anzureissen und einen uniformen, langweiligen, einfallslosen und belanglosen, dabei aber protzigen Glaskasten zu bauen, wie u.a. der lokale Stadtteilblog zu berichten wusste.

Hamburg

Zwar ist das 1935 erbaute Gebäude aufgenommen in das “Verzeichnis der erkannten Denkmäler nach § 7a Hamburgisches Denkmalschutzgesetz”, doch wird es die Schule kaum vor einem Abriss bewahren. Wie schon in den letzten Jahren an anderer Stelle wird auch hier ein Bürogebäude mit Elbblick entstehen. Die so genannte “Perlenkette” am Strom selbst zum Beispiel erfährt kaum ungeteilte Zustimmung.

Am Sonntag also hatte ich auf dem Rückweg bei der Seefahrtsschule reingeschaut, auch weil ich hoffte, dass ich eine Freudin treffen würde, die im Café arbeitet. Diese Aufnahmen machte ich alleine im Eingangsbereich, werde aber gewiss zurückkehren, um dieses Wahrzeichen Altonas noch häufiger abzulichten – bevor es auch verschwindet … In diesem Zusammenhang werde ich dann mehr zu diesem geschichtsträchtigen Ort zu berichten wissen.

Kommandozentrale

Sunny Hoheluft

Tanken auf dem Hof

Mein neustes Vorhaben trieb mich mit der schönen Kiev 88 bei bestem Sonnenwetter in die Hoheluft. Mit der nicht ganz handlichen Mittelformatkamera in der Tasche war ich entschlossen, den Bereich zwischen Grindelhochhäusern und Hoheluft-Bahnhof zu durchwandern, auf der Suche nach Motiven und Geschichten. Da ich mit meiner sowjetischen 6×6 bei so gutem Wetter noch nicht so häufig unterwegs war, war es ein mutiges bis törichtes Unterfangen, sie mit einem Fuji RDP III Provia F Diafilm beladen zu benutzen. Meine Zuversicht, dass der alte Gossen Sixtino Belichtungsmesser schon die richtigen Daten liefern würde, wurde durch die Ergebnisse der “analogen Enttäuschungsfotografie”, die es mein lieber Freund fischimglas aus Erlangen zu nennen pflegt, etwas eingebremst. Die Ausbeute blieb überschaubar und notiert habe ich: eine Blende weiter zu!

Madrid

Schon alleine aus dem Grunde, dass ich für die Kiev kein Weitwinkel besitze, habe ich die handliche Sigma DP1s dabei gehabt und konnte somit noch einige weitere Bilder aufnehmen, was den Ausflug nicht alleine als lehrreichen Nachmittag verbucht sein lässt, sondern mir auch zeigte, dass der Foveon-Sensor bei starkem Sonnenlicht noch zur Arbeit im Stande ist.

Abgelichtet und vorgelegt habe ich oben mit der Kiev eine Hinterhoftankstelle mit Werkstatt. Der Ort mit angeschlossenen Garagenhöfen hat mir sehr gut gefallen und ich werde ihn gewiss ein weiteres Mal aufzuchen. Das zweite Bild in dieser Reihe zeigt eine Zeile, die wohl bald einer neuen Nutzung anheim fallen wird. Neben einem früher von der SPD genutzten Gebäudes ist das der Hof eines Renault-Händlers, welcher einst zwei Geschäfte in Hamburg hatte. Im Vordergrund befanden sich einst ein Friseur und ein spanisches Restaurant. Wenngleich verlassene Gebäude etwas trauriges haben, erzählen sie doch auch eine Geschichte – das scheint den Reiz für mich auszumachen.

Deblers Hof

Blog nun für Android, iPhone & Co optimiert

Updated – Es lässt sich nicht mehr leugnen: die Welt geht mobil ins Internet und dabei weit über das WLAN-Surfen auf dem Balkon hinaus. Nachdem ich schon vor einiger Zeit ein Plugin für die Darstellung dieses Blogs auf dem iPhone, aber auch auf Android- und anderen Smartphones gefunden hatte, war ich wegen großer Probleme beim Umbruch nie zufrieden genug, um die Existenz an die große Glocke zu hängen. Mit WPtouch habe ich nun die meiner Meinung nach beste Lösung gefunden und möchte sie meiner geschätzten Leserschaft auch gerne anbieten. Die nächsten Wochen und Monate werden zeigen, ob ich für iPad oder WeTab oder eSchiefertafeln weitere Neuerungen einzurichten habe, aber soweit erstmal …

Nach aufwändige Recherchen – warum zum Teufel stellen sich gestern hunderte und Tausende von Apple-Maniacs an den Läden die Beine in den Bauch, wenn man heute zum Beispiel bei Media Markt in Altona wie ein zivilisierter Mensch an den Apple-Stand gehen kann, um so ein Gerät zu kaufen? – nach aufwändigen Recherchen also – ich musste nur ein Kind verscheuchen, dass auf dem Tablet ein Spiel spielte – kann ich nun zufrieden erklären: spiegelberg.org ist d**n f*c*in* iPad-kompatibel!

Slinkachu – Little People

Bild: Hoffmann & Campe

Auf der Suche nach Inspiration für ein eigenes Projekt, dass in meinem Kopf langsam Gestalt annimmt, auf der Suche nach einem Geburtstagsgeschenk – ich war also in eine Buchhandlung gewandelt und stand vor dem Fotografie-Regal. Neben den unvermeintlichen Shanghai-Bildbänden fand ich ein kleines gebundenes Büchlein, dessen Cover (siehe oben) mich kurz stutzen ließ.

Kleine Leute in der großen Stadt ist ein Werk des englischen Künstlers Slinkachu (*1979), der kleine Szenen en miniature mit Figürchen auf der Straße inziniert. Nicht nur für Freunde des Hamburger Miniaturwunderlandes haben diese Szenen was, er bindet die Umgebung absichtlich mit ein und schafft so etwas in meinen Augen ausgesprochen sehenswertes. In seinem Blog Little People – a tiny street art project kann man einen wunderbaren Einblick in sein Projekt haben.

Brauche ich nun auch noch ein Makro-Objektiv?

(M)ein Herz für Blogs 3

Einst vom Stylespion ins Leben gerufen und nun durch den Hamburger UARRR weitergeführt geht das Herz für Blogs in die dritte Runde und nachdem ich den zweiten Durchgang verpasst obwohl der Initiator mich im ersten derer genannt hatte, soll es halt der dritte Streich sein, bei dem ich fünf Blogs nenne, zwo, drei vier, …

Als erstes sei mein geschätzter Fotohomie Steffen “Stilpirat” Böttcher aus der schönen Nordheide genannt. Sein Blog ist im Grunde daran Schuld, dass ich mein Heil in der Fotografie gesucht habe. Hier stellt er eigene Arbeiten aus dem Bereich Foto und Gestaltung vor, aber auch solche, die ihm – von Dritten geschaffen – gefällt. Interviews in unregelmäßigen Abständen runden den Inhalt ab.

Tilla Pe macht nur in Analog, wenngleich sie jetzt ein iPhone bestellt hat, wie sie der Welt mitgetwittert hat, wird das aller Voraussicht nach auch so bleiben. *hipstamaticwolken* Ich lese ihre Texte oft mit Genuss und noch häufiger mit einem gewissen Schmunzeln. Da sie mit den Analog-Dealern von Spürsinn unter einer Decke steckt, ist sie auch meine Beraterin. (^_~)

Boris, der Illuminate, bloggt in seinem kleinen, feinen, fast puristischen Blog über die Fotografie und Gedanken. Es ist ein gänzlich unaufdringlich autobiografisch angehauchter Blog, den ich gerade wegen der Reduktion und Klarheit so gerne lese.

Wenn ich behaupten würde, dass der zoomyboy fotografieversessen ist, dann würde Manfred aus Österreich kaum widersprechen. Der Hüter der Blog-Übersicht foto-radar.de widmet sich in seinem Blog im Schwerpunkt der Makrofotografie, doch auch der Umgang mit alten manuellen Objektiven und weitere Produkttests gehören zum “Portfolio” seiner neu designten Seite.

Das Internet ist voll von Seiten und Blogs, die einem das Fotografieren beibringen und erklären wollen, nur kranken sie oft daran, dass die Autoren selbst nur über lückenhaftes Halbwissen verfügen und dann noch öde Bilder machen. Beim Trout wird ausführlich und aus fundiertem Wissen schöpfend verständlich erklärt. Die Anzahl der Beiträge ist groß und die Texte sind gleichermaßen informativ wie kurzweilig.

Crossbird mit Grünstich

Dead End

Wo ich doch völlig hin und weg bin von meinem Schnäppchen Voigtländer Vitomatic IIa belud ich sie diesmal – nachdem der Kodak Professional BW 400 CN so gute Ergebnisse geliefert hatte – mutig mit einem Rollei Crossbird, den es nicht nur für Kleinbildfilm, sondern auch als Rollfilm 120 oder 127 gibt. Dieser sogenannte Kreativfilm betont das Grün über und so soll eine durchaus feenhafte Anmutung erzielt werden, wie sie oben bei einem kaum feenhaften Objekt angedeutet ist.

Enten und Schiffe

[Update: Die Bilder wurden zum Großteil neu gescannt, weil es mir dann doch zu wenig Crossbird war.] Während es beim oberen Bild nur noch eine Andeutung ist, weil ich den Scanner entsprechend angewiesen habe, zeigt das zweite Bild den Effekt, wie er aus dem Scanner kommt, wenn man dieses einfach mal hat machen lassen: eine Nachtsichtkamera bei Sonnenschein. Das war mir dann doch etwas zu viel des Vogels und ich begebe mich nun auf die Suche nicht nach dem gesunden, aber angemessenen Mittelweg. so versuchte ich es mit einem Minimum an Eingriff. Das Ergebnis sagt mir dann am ehesten zu. Ampel steht auf Grün!

Heck View Point Erdmännchen Gegenlicht, gerahmt

Retro Camera for Android

Nur auf Ketten

Es ist noch gar nichts solange her, dass die iPhoner alle Spielarten von Social Media mit Ergebnissen aus der damals noch brandneuen Appikation Hipstamatic nahezu überschwemmten. Die Ergebnisse der sehr einfachen Digitalkamera in diesem Apple-Produkt wurde durch digitale Prozesse auf absolut analog, auf oldschool, auf lomo, auf charmant getrimmt, dass auch Belangloses noch etwas haben kann.

Halt gebend

Ich habe nun kein iPhone und seitdem der frühere “etwas andere” Computerkonzern das Stadium des selbstherrlichen Größenwahn erreicht hat und das iPhone zum “Must-Have” stilisiert wurde, möchte ich auch keines haben – wenngleich ich fotografischen Spielereien gegenüber eigentlich sehr aufgeschlossen bin. Allerdings stört mich bei Hipstamatic, dass man nicht nur die Grundversion kaufen muss, sondern auch die etlichen weiteren erhältlichen Effekte. Die hier noch nicht weiter genannte, wobei im Mittelpunkt stehende App Retro Camera ist dagegen kostenlos im Android Market zu bekommen, bietet bislang zwar nur drei Kameramodelle, wovon vorwiegend nur eines, nämlich die Bärbl, im Augenblick von mir benutzt wird.

Zimmermann nach Tschernobyl Übergang

My Lady Vitomatic

Voigtländer Vitomatic IIa

Es war die Europäische Kamerabörse in der Hamburger Handwerkskammer, zu der mich mein werter Fotofreund Daniel mitgenommen hatte. Solche Veranstaltungen sind für mich ja per se schon sehr gefährlich. – Zu schnell bin ich versucht, bei solchen Gelegenheiten zuzuschnappen und so packte ich auch diesmal nur 50 Euro ein, schließlich war diesmal nicht mein Bruder dabei, der bei der letzten Gelegenheit mit meinem Geld eine sehr schöne Rollei 35 erstand. Auf meiner Beuteliste standen neben den obligatorischen 620er Leerspulen, ein 135mm-Objektiv mit M42-Anschluss sowie ggf. ein Holzstativ.

Jork

Nichts von alledem, was ich suchte, fand ich. Eine kleine Zeiss Ikon Box Tengor für den Rollfilm 127 erweckte mein Interesse, doch der Zustand war diskutabel, da wies mich Daniel bei einem sehr netten Verkäufer auf eine Voigtländer Vitomatic IIa mit Skopar-Objektiv aus dem Jahr 1960 hin und dieses Messsucher-Schätzchen präsentierte sich in sehr gutem Zustand, die Zeiten liefen, die Blende war hinreichend leichtgängig und sogar der Selen-Belichtungsmesser tat es nach 50 Jahren noch. Weil der Preis auch ohne Handeln deutlich unter der den Aufwendungen für die wöchentlichen Zigaretten-Ration eines durchschnittlichen Rauchers lag, ließ ich mir noch die passende Tasche aufdrängen und zog sehr zufrieden ab.

Alte Zeitreise

Da die Vitomatic mit Kleinbildfilmen funktioniert, wollte ich den Anfang denkbar unkompliziert begehen und gab ihr einen seit einigen Monaten abgelaufenen Kodak Professional BW 400 CN mit auf den Debütschwenk und nach dem Scannen via SilverFast bin ich mit den ersten Ergebnissen durchaus zufrieden. Die Latte hängte ich nun etwas höher und gab der alten Lady einen Rollei Crossbird, der beim Kompaktkamera-Walk durch die HafenCity aber noch nicht voll werden wollte.

Shauptbahnhof Schlucht Langbeiner

AT-MF-45° Mattscheiben-Abenteuer

Mattscheibe

UPDATE [Weitere Beispielbilder] Ich hatte ja schon einmal davon berichtet, dass ich nun gerne mal manuelle Pentacon-Objektive an meiner Nikon D40 benutzen wollte und da eine moderne digitale Spiegelreflex für das Manuelle an sich nicht wirklich vorgesehen ist, bietet die Mattscheibe auch kein Schnittbild oder ähnliches, was einem das Scharfstellen ohne Auto Focus erleichtern würde. Bislang habe ich mir oft damit beholfen, dass ich nach Schrift gesucht habe oder eben eine Ecke ganz intensiv durch den Sucher angestarrt hatte.

Erstschuss

Im Blog des österreichischen Altscherbenbenutzers zoomyboy hatte ich unlängst davon gelesen, dass auch er seine Mattscheibe bei einer Canon getauscht hatte. Dabei verwendete er allerdings eine solche der Firma Katzeye aus den USA, die preislich jedoch nah an den Zeitwert meiner Nikon heranreichte. Ich ging also das Wagnis ein und bestellte die “Dual 45° Focus Screen” über ebay bei einem Händler in China, der ohnehin einige weitere Artikel, die ich haben wollte, im Programm führte. Nach einer guten Woche waren die Teile trotz kostenlosem Versand und Aschewolke schon hier. Ich packte dann aus: zwei Pinzetten, Verhüterlies für die Finger, ein Putztuch, die Mattscheibe und zwei kleine transparente Rahmen. Den Einbau bewältigte ich ohne Anleitung, denn es lag keine bei – stattdessen schaute ich noch schnell dieses youtube-Video und legte los – dann machte ich einen Blasebalg bei offener Blende scharf und drückte ab.

Bank of Jork Aussicht mit Mülleimer

Angewandte Kekskonzertfotografie

Gut sieht's aus

Wir waren allesamt schon ganz aufgeregt, einige Protagonisten quietschten sogar vor lauter Vorfreude ganz hinreissend – die Liebe Minou gab im Hamburger Waagenbau ein Kekskonzert, das ist ein Konzert zu dem Kekse gereicht werden, und erneut wurden der Stilpirat und ich gefragt, ob wir nicht auch kommen und fotografieren wollten, begleiten wir die hinreissende Sängerin doch schon seit vielen Monaten. Ganz neu dabei war unser Freund mit dem Nickname Metapartikel, der ebenso wie der Autor dieser Zeilen das erste Mal die Möglichkeit zur Konzertfotografie wahrnehmen wollte.

Nis und die Tasten

Ich packte also in mein Köfferchen die Konica Minolta Dynax 7D mit einem schönen 1.7/50mm und dem Flohmarktschnäppchen 3.5-4.5/35-105mm – beide von Minolta. Dazu gesellte sich ein Topca 330 AFD-Blitzgerät, den das selbsternannte Kultkaufhaus 1000 Töpfe vor wenigen Wochen für fünf Euro verschleudert hatte. Als Diffusor diente ein Stück Pappe, das ich mit der matten Seite eines Abrisses Alufolie beklebt hatte.

Meine Begleiter hatten mit den Vollformatkameras Nikon D3s und Canon 5D Mk II dickere Geschütze aufgefahren, wie auch die anderen herumwuselnden Foto- und Filmfreunde. Ich riss also rauschverachtend die ISO an der Dynax hoch bis 400 und 800, blitze lustig gegen die schwarz-getünchte Decke (nur beim Pianisten Nis hatte ich links von ihm ein weißes Laken als Prallfläche für den Blitz) und machte mich schon auf Bilder mit der Anmutung eines als Farbnegativ gescannten Fuji Neopan 1600 gefasst, doch anders als das schwache Display vermuten ließ und ich dennoch zu hoffen wagte, waren die Bilder gerade im Vordergrund fast brillant. Ich meine ohnehin, dass Clubkonzerte mit oder ohne Krümel in schwarz und weiß gehören!

Vergesst nicht, bei Liebe Minou auf myspace und ihn ihrem Blog vorbeizuschauen.

Afiba Joel Have Schwerelos Background Zum Greifen nah Tröööt

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