Right and Shine

Right and Shine II

Schon wieder Dockland – die beste Hälfte wird mich gewiss darauf hinweisen, dass die erneute Ablichtung des Bürogebäudes am Altonaer Firschereihafen ein Indiz für aufkommende Ideenlosigkeit ist und ich sage entschlossen “Nein!”. Es war auf dem nächlichen Heimweg, den ich wie immer mit einer Kamera in der Tasche angetreten hatte, es war der kleine Nervenkitzel, ob der Mann von der Wach- und Schließgesellschaft auch mich verscheuchen würde, aber er stieg nicht einmal aus seinem Opel aus, um an der frischen Luft mahnend den Zeigefinger zu heben. Ich war ein wenig enttäuscht …

Right and Shine I

Losgefahren war ich ja auch noch irgendwo und zwar aus der Nachbarschaft der Deichtorhallen – fast idyllisch führt meine Route an der HafenCity und den Landungsbrücken vorbei, über den Fischmarkt bis nach Neumühlen und ein bisschen weiter. Auf der Strecke werden sich gewiss auch in Zukunft immer wieder Motive anbieten, nur auf den Magellan-Terassen versagte mir die Inspiration völlig … da stand rechts, wie links nichts, was mich auch nur irgendwie ansprach.

Altonaer Museum muss bleiben!

AMbleibtEINGANG

Der Hamburger Senat hat in seiner unendlichen Weisheit beschlossen, dass die Stadt um des Sparens willen auf das Altonaer Museum verzichten kann – tausende Freunde des Hauses nicht! Für Elbphilharmonie, Polizeiorchester und HSH Nordbank sind Millionen da, für das Traditionshaus, dessen Schließung in einigen Jahren etwa 300.000 bis 500.000 Euro p.a. sparen würde – in einigen Jahren, weil der Umzug der Exonate und die Umstrukturierung Millionen verschlingen wird – gibt es kein Geld. Hier sei eine Pressemitteilung des Museums veröffentlicht und es wäre schön, wenn sich noch viele weitere Unterstützer – auch im Internet über twitter, über ihre Blogs, etc. – finden würden. Danke!

Eine Welle von Protestaktionen rollt auf den Hamburger Senat zu, nachdem am vergangenen Mittwoch, 22. September 2010, die Senatsentscheidung zur Schließung des Altonaer Museums bekanntgegeben wurde.

Auf einer außerordentlichen Personalversammlung der Stiftung Historische Museen Hamburg (SHMH), an der auch der Kultur-Senator Reinhard Stuth teilgenommen hat, wurde heute von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stiftung ein breites Spektrum von Aktionen zum Erhalt des Altonaer Museums beschlossen.

Die traditionsreiche Einrichtung Altonaer Museum soll laut Senatsbeschluss im kommenden Jahr geschlossen werden. Die Pläne der Kulturbehörde und Finanzbehörde sehen vor, dass das Museumsgrundstück zügig verkauft und das Gebäude einer anderen kulturellen Nutzung zugeführt werden soll. Zur Abwicklung und Auslagerung der 640.000 Exponate konnte Senator Reinhard Stuth der Belegschaft keine konkreten Angaben machen.

Für Donnerstag, den 30.9. um 17.00 Uhr laden die Mitarbeiter der Stiftung zur Demonstration und Menschenkette von der Elbphilharmonie zur Finanzbehörde mit Kundgebung um 18.15 Uhr am Gänsemarkt.

Außerdem findet am Sonntag, den 3. Oktober ab 10.00 Uhr ein Tag der offenen Tür im Altonaer Museum statt. Auf dieser kostenlosen Solidaritätsveranstaltung wird um 12.00 Uhr eine Podiumsdiskussion mit prominenten Vertretern aus Kultur und Politik veranstaltet. Musik, Improvisationstheater, Führungen und ein Kinderprogramm begleiten den Aktionstag für das Altonaer Museum und für Kultur in Hamburg.

Weitere Informationen und Gelegenheit zum Austausch auf Facebook unter:

http://www.facebook.com/pages/Altonaer-Museum-Offen-bleiben/163045337043629

Unterschriftenlisten für den Erhalt des Altonaer Museums können Sie unter:

www.altonaermuseum.de herunterladen, ausdrucken und verteilen.

Holgaeskes Kraftfahrzeug

kagamiyama_holga_23

Aus der Fotokiste – Mit einer Holga hatte ich mich einst der Fotografie angenährt, doch schon bald wollte ich bei allem Charme eine Kamera haben, an der ich auch etwas einstellen konnte, denn der Blendenschalter an der dicken Chinesin ist reines Blendwerk – ich kaufte also eine AgfaBox und eine Starflex, doch dazu später vielleicht an anderer Stelle.

Obiges Bild bannte ich mit einer Plastiklinsen-Holga auf einen Ilford Delta 400 als in Teufelsbrück eigentlich Kirschblüten knipsen wollte, doch dann kam dieses Oldtimer, den ich zum Entsetzen der Beifahrerin vorwärtsstürmend auf Film zu bannen gedachte und es offensichtlich auch tat.

Zwölf lange Jahre

Speicherstadt

Im Jahre 1998 stand ich mit leuchtenden Augen und gut gefüllter Geldbörse in Brinkmanns Technischem Kaufhaus in Hamburg-Othmarschen, wo das mittlerweile seit vielen Jahren nicht mehr existente Traditionsunternehmen angefangen hatte, sich zu übernehmen bevor Saturn und Co ihm den Gar ausmachten. Ich stand da nun also und legte über 1.300 Deutsche Mark, das sind heute ca. 680 Euro, auf den Tresen, denn ich wollte auch mit – mit ins digitale Zeitalter und als neuen Begleiter eine Olympus Camedia C-900 ZOOM (ausführlicher in Google Texte & Tabellen als Werbetext, den ich hier im Auszug zitiere).

Mit der neuen CAMEDIA C-900ZOOM präsentiert Olympus ein technisches Meisterwerk – für digitale Bilder in überragender Qualität. Hinter dem ultrakompakten ergonomischen Design verbirgt sich … ein innovatives Objektiv der Sonderklasse. Im Zusammenspiel … lassen sich detailgenaue Digitalfotos von beeindruckender Farbechtheit und einer maximalen Auflösung von 1,31 Millionen Pixeln aufnehmen.

Doctor Camera

Kaputt war sie mittlerweile nach Jahren der Nichtbeachtung und nachdem die Batterien ausgelaufen waren und was abgebrochen ist und vielleicht hatte sie auch noch mehr … Zum Glück scheute der Dr. Camera im Autoren die Notoperation bei der in der heutigen rasenden Zeit “alten Dame” nicht, sezierte sie gewissenhaft und setzte sie – überraschend ohne übrigebleibende Teile – wieder zusammen. Der Triumph war groß, als das Objektiv wieder aus seiner Öffnung fuhr und die Bildanzeige erklärte, dass in höchster Auflösung 6 Bilder zu machen sind – drei weniger als erwartet, denn es steckten noch “Altlasten” auf der 4MB-Karte – vor x Jahren hatte ich wohl meine Jacke fotografiert.

P1010005

Das erste Bild in der heutigen Reihe – das, was aussieht, als hätte jemand mit unruhiger Hand eine dreckige Box-Kamera mit partiell fettiger Linse benutzt, ist das Ergebnis von Gezerre und Geschraube im Photoshop – die theoretisch farbige Variante ist das Original (out of cam) und nun nochmal ein Blick auf die Werbung. Die Zeiten ändern sich … und hier sind noch weitere Bilder.

Sigma SD1 vorgestellt

Die Photokina in Köln hat diese Woche ihre Tore geöffnet und die Hersteller stellen dem geneigten Publikum ihre neusten Produkte vor. Während am gestrigen Montag Fujifilm mit der ausgesprochen verlockenden X-100 ein dickes Ausrufezeichen setzte, Begehrlichkeiten weckte und Blog-Betreiber, wie meinen geschätzten Freund den Stilpiraten inspirierte, wird heute bekannt, dass Sigma seiner Foveon-DSLR-Reihe ein Topmodell verpasst – die SD1.

Da ich mir vor einigen Monaten eine Sigma DP1s angeschafft habe, die aktuell bei amazon.de zum absoluten Schnapperpreis von 235,98 Euro zu bekommen ist und ich die Ergebnisse des Foveon-Sensors trotz der Auflösung von “nur” 4,66×3 Megapixeln wegen ihrer Einzigartigkeit an Brillianz sehr schätze, verfolge ich die Fortentwicklung der Foveons natürlich.

Die neue SD1 kommt nun mit 15,6×3 Megapixeln bei einem vergrößerten Sensor von 16×24 Millimeter, was einem Cropfaktor von 1,5 entspricht. Im Vergleich zu den früheren SD-Modellen überarbeitet ist auch der Autofokus, der im Topmodell über ein Elf-Feld-AF-Modul mit Twin-Kreuzsensoren verfügt. Als Speichermedium wird die CF-Karte genutzt, das Display auf der Rückseite des Magnesiumgehäuses ist mit 3 Zoll ausreichend groß. Über Preis und Markteinführung ist noch nichts bekannt.

100 Jahre FC St. Pauli – schöne Fotos

Darkroom

Um eines vorweg klarzustellen: Ich bin spätestens seit 1983 Anhänger von Hamburgs Nummer 1, dem HSV, und ich konnte gar nicht anders. Im Alter von zehn Jahren saß ich im alten Volksparkstadion und sah einen 5:0-Sieg über Borussia Dortmund, kurz zuvor hatten Magath, Hrubesch und Co in Athen den Europapokal der Landesmeister geholt und ihn stolz präsentiert. Ich wurde also Fan des bestmöglichen Vereins Europas und wohl auch der Welt, denn soviel war ich ja nicht herumgekommen. Von St. Pauli hörte ich auch erst später, der Verein vor der Haustür war ansonsten nur Altona 93.

Schlappen

Mit einem Kollegen und St. Pauli-Fan in Personalunion machte ich mich wenige Tage vor dem Hamburger Lokal-Derby auf, um die Sonderausstellung zum 100-Jährigen des Vereins zu besuchen, zumal sie bereits im Oktober wieder abgebaut wird, wie es aussieht. Da ich selbst durch die Arbeit in verschiedenen Museen vorbelastet bin, interessierte mich natürlich auch die Inszinierung der Historie und ich muss sagen, dass dies durchaus gelungen ist. Viele Fotos, auch vermeintlich unwichtige, wurden zusammengetragen und werden für meinen Geschmack in ihrer Schlichtheit perfekt präsentiert. Darüber hinaus hat man auch viel Wert auf den Einsatz auch digitaler Medien gesetzt, was nur in wenigen Fällen “etwas viel” geworden ist, wie die Hörstationen in der Ausstellung und im Viertel – hier ist der Clou, dass man bei jeder Stadion eine Festnetznummer anruft und dann vom Anrufbeantworter etwas erzählt bekommt. Ohne Flatrate ist das Unsinn und daher habe ich auch darauf verzichtet.

Was mir als Historiker gefehlt hat in der Aufarbeitung der NS-Zeit war eine umfangreiche Reflexion nicht nur der Rolle Wilhelm Kochs, die ausgesprochen knapp ausfällt, sondern vielleicht noch mehr jener des Dr. Otto Wolff, denn nicht nur nach Recherchen von St. Pauli-Kenner René Martens (in der taz) spielte der SS-Standartenführer eine bedeutende Rolle in der “Entjudung” der Hamburger Wirtschaft. Beim FC St. Pauli hat man die Vergangenheit des Trägers der Goldenen Ehrennadel auch noch Anfang der 1990er in einem Nachruf durchweg positiv beurteilt und auch heute ist man offiziell noch zu keinem anderen Schluss gekommen.

Insgesamt fällt mein Fazit für diese sehr gefällige Ausstellung positiv aus, wenngleich abgesehen von den oben angesprochenen Mängeln, hier und da Themen nur angerissen und nicht zu Ende erzählt werden (Kommerzialisierung, Kult) und natürlich die Zahl der Exponate eher überschaubar bleibt, doch welche Pokale will man auch zeigen? (^_~)

Kasse machen Skull & Kutte

Alte Liebe bei Nacht

Auf der Brücke

Immer eine Kamera dabei zu haben – das versuche ich zumindest und zumeist gelingt es mir auch. Nachdem ich zuletzt meine Minox 35 oder gar ein Rollei Einwegknipse in meiner Tasche hatte, holte ich gestern meine Sigma DP1s aus der Schmollecke und steckte sie für den Arbeitsweg ein. Da sich nach dem Tagwerk mein Heimweg am nächtlichen Hamburger Hafen entlangschlängelt, war ich sicher, dass sich das eine oder andere Motiv ergibt – wenn man mal guckt.

NO PASARAN

Auf meiner Tour dabei: ein sehr günstig erworbenes Schraubstativ, das ich für einen Schnapperpreis bei einem Chinesen im Internet bestellt hatte und mir jedes Mal, wenn ich es benutze, ein “YOU GET WHAT YOU PAY!” entgegenbrüllt. Letzte Nacht aber vollzog es seinen Dienst recht unauffällig, weil verlässlich und so schraubte ich es fest an der Poggenmühlenbrücke, von der schon viele Fotofreunde ein Bild schossen, allerdings meist in Farbe und ohne Brücke. *radelradel*

Praktisch auf den letzten Metern meiner Tor kam ich dann an einer so genannten “Nase” vorbei, einem Haus an der Stelle, an welcher zwei Straßen zusammenlaufen. “NO PASARAN” steht an der Stirn geschrieben und dieses im Erdgeschoss verrammelte Gebäude ist vielleicht einer der letzten Beweise dafür, dass in Ottensen nicht immer alles chic, trendy oder macchiato war.

Letzte Auffahrt Frappant

Rampensau

Der Betreiber dieses Blogs ist ja in manchen Dingen so ein richtiger Softie – ganz wehmütig trauert er einem alten, dicken und nicht besonders schönen Betonklotz hinterher, den der Pöbel der Straße vielleicht gar “Bausünde” zu nennen bereit ist. Das Frappant, ein leerstehender Komplex mit Einkaufszentrum, Büros, Kaufhaus und Parkplätzen wird dem Erdboden gleich gemacht und macht Platz für BILLY und KÖTTBULLAR und so – bald, wahrscheinlich!

Closed

Am Rande des STAMP Straßenfestes auf und an der Großen Bergstraße zogen wieder oder immer noch oder mit mehreren Kameras der Blogposter und der Daniel durch Altona und wollten doch noch einmal gucken – zum Frappant. Die Rampen zu den Parkdecks ließen sich sich noch erklimmen, doch oben angekommen stoppten schnöde Garagentore und Gitter jäh den Vorwärtsdrang. Machten wir also eine äußerliche Bauschau mit Knips.

Dampfer Living Room Waterkant auf Beton

Heldenhafte Neuauflage

Vom Himmel hoch II

Der Fotonachmittag neigte sich dem Ende zu als ich mit meinem Homie Daniel in die St. Trinitatis-Kirche zu Altona schwenkte. Von außen ist das Gebäude für hanseatische Maßstäbe imposant, innen herrscht praktische Nachkriegs-Nüchternheit. Beinahe waren wir schon wieder draußen als mein Blick am Eingang nach oben fiel und ich mit dem HTC Hero-Mobiltelefon obiges Bild machte.

Vom Himmel hoch

Ein sehr ähnliches Bild hatte ich schon vor einige Monaten in Altenwerder geschossen, wo derartige Leuchter aber mitten im Schiff hingen, auch damals war ich mit Daniel unterwegs, nur wurde das Foto mit einer Konica Minolta Dynax 7D als Berlichtungsreihe geschossen und schließlich zu einem HDRI zusammengesetzt. Hat beides was …

Dinge fotografieren mit dem Stilpiraten

Ob's passt

Es war sehr früh am Morgen, also früher stehe ich vielleicht nur auf, wenn ich mit einem Flugzeug in den Urlaub fliege, also an diesem sehr frühen Morgen stand der freundliche Hobbyfotograf Luther vor meiner Tür, um mich auf dem Weg zum Stilpiraten aka Heidefotografen abzuholen. Ich drückte ihm noch schnell einen Kaffee in die Hand, rafft meine Sony Alpha 850 mit dem 24-70 Zeiss zusammen und schon ging es los in die schöne Nordheide. Es war sehr früh.

Sitzeinstellung

Der hochgeschätzte Stilpirat aka Heidefotograf hatte uns als “Fotoassis” angeheuert, brauchte er zur Fotografie von Dingen, von großen Dingen, die stets draußen anzutreffen waren, Leute für Aufbau und Licht. Die Arbeit ging uns nicht zuletzt dank hervoragenden “Caterings” durch des Fotografen Gattin leicht von der Hand. Es schien dann und wann jedoch etwas schwieriger die “Models” Eddie und Philip bei Laune zu halten – diese kleinen Vorschulracker sollten helfen, diese Dinge angemessen in Szene zu setzen.

Ich hatte nebenbei sogar noch ein wenig Zeit, meine Alpha aus der Tasche zu holen und immer wieder gegenzuschießen, um einige Eindrücke von der Arbeit und dem Nebenher einzufangen. Einige Bilder möchte ich heute hier zeigen. Da ich ja bislang nicht soviel mit inszinierten Aufnahmen zu tun hatte – abgesehen vom ersten Shooting mit der Lieben Minou – war es wieder mal ein sehr interessanter Einblick in die Arbeit eines Profis, wenngleich die Dinge mich weniger fasziniert haben als wohl den Besitzer des ersten von uns abgelichteten Dings. Dinge gibt’s!

Müdes Schmollen Türöffner

Copyright (c) 2009 by Stephan Spiegelberg, all rights reserved.