Die Hochzeitsfotografie und ich

Dat Engelschen

Ich könnte jetzt an einem Diaprojektor herumschrauben, einen Schritt zur Seite tun und feststellen, die Geschichte der Hochzeitsfotografie sei eine Geschichte voller Mißverständnisse, aber ich würde damit nur ein holpriges Plagiat fabrizieren und das will man ja nicht. Ich stelle den potentiellen Fotografen meiner eigenen Hochzeit nur auf eine schwere Probe, weil ich eigene Bildideen habe, doch das soll hier nicht Thema sein.

Eingespannt wurde ich, für den kommenden Mai, eine Hochzeit zu fotografieren, schließlich mache ich ja Fotos und habe so eine tolle Kamera. Fängt das immer so an? – Man hat eine tolle Kamera und darum wird man erhoben in den Olymp der Fähigen?

Leichte Verunsicherung macht sich da breit, aber dann sage ich mir, wer so erfrischend einfach argumentiert, hat vermutlich schon viel schlechtere Hochzeitsfotos gesehen, als ich sie zustande bekommen würde. Es gibt sie und sie werden bezahlt, aber man sollte nicht auf niedrigste Erwartungshaltungen bauen.

Letzte Woche fragte mich dann einer, dessen Verlobte selbst Fotografin ist, ob ich denn nicht ihre Hochzeit fotografieren könnte und wieder wand ich mich. Doch an diesem Wochenende hatte ich die Chance, herauszufinden, ob ich mir vorstellen könnte, es zu machen.

So ganz konnte ich nicht aus meiner Haut und machte wieder mehr den Beobachter als die fotografische Rampensau, die ich nicht bin und nicht sein möchte. Ich weiß also, wie ich meinen Stil umreissen könnte, wenn ein Pärchen fragt. Ich habe auch noch lebhaftere Bilder als jenes vorgestellte geschossen – u.a. alle Gäste per Instax Mini, aber a) bleiben die beiden so anonym und b) ist es mein Favorit: diese Stille kurz nach dem Jawort und Segen – ein Wimpernschlag, wahrgenommen aus einer Ecke der Kirche, unaufdringlich.

Hamburg 645

Eisfrei

Etwas ungeduldig war ich, als ich als erstes einen Velvia-Diafilm in die neu erstandene Fujifilm GA645 Professional eingelegt hatte und gleich loslegen musste. Die Ungeduld und damit den Verzicht auf einen schneller zu entwickelnden Film ließ mich lange auf die ersten Resulate warten und diese offenbarten mir – als ich sie dann nach etwas über einer Woche empfing – dass der Vorbesitzer meiner Kamera in den Belichtungsvoreinstellungen eingestellt hatte, dass mit einer Blende weniger aufgenommen werden sollte.

Fenstergitter

Ein kleines bisschen Geschraube in Lightroom machte die Bilder dann zwar wieder heller und auch die Lichttristess der Hamburger Herbstsuppe kommt ganz gut rüber, aber die Brillianz der Dias, die ich mit der Lupe auf dem Leuchttisch gesehen hatte, die fehlt ein bisschen … die Preisliste der Hasselblad-Scanner ernüchterte und so frage ich mich, ob ein Glaseinsatz für den Canon 8800F die Qualität steigern kann.

Firmware-Update für die Fuji X100

Neukunden ist die Firmware 1.11 schon seit einigen Wochen zugänglich, X100-Besitzer, die ihre Kamera früher gekauft haben, können jetzt nachziehen. Bei Fujifilm ist nun unter diesem Link die neue Firmware herunter zu laden. Die in der Anleitung empfohle Installation über den Rechner ist verzichtbar. Ich habe die Datei direkt vom MacBook auf die formatierte Speicherkarte gezogen und davon direkt installiert.

Die neue Firmware beseitig einige kleinere Bugs und verbessert die Funktion des Autofokus im Nahbereich. Das X100-Forum skizziert noch etwas ausführlicher, was genau neu ist. In allen Einzelheiten geht die globale Seite von Fuji (englisch) auf die Neuerungen ein. Ein bisschen befremdlich ist der Umstand, dass die Kamera sich wegen der wenigen Änderungen komplett zurücksetzt, aber man überlebt es, Sprache, Datum, Uhrzeit, etc. noch einmal einzugeben.

Fujifilm GA645 Professional

90s 6x45

Jetzt ist die Katze aus dem Sack und dabei habe ich noch gar nicht hinreichend mit ihr gespielt. Ein Velvia wurde durchgeschossen und da das E6 ist und ich das nicht kann, ist er im Labor und kommt erst Mitte der kommenden Woche zurück, was einen weiteren Blogpost provozieren dürfte. Schlagzahl, mein Lieber! Schlagzahl!

Es war dem Autoren dieser Zeilen gänzlich unmöglich, die Chance auf eine denkbar kompakte Mittelformatkamera verstreichen zu lassen, hochkant schoss ich in den letzten Wochen eh und bei weniger als dreihundert Euro inklusive sieben Velvia-Filmen im besten Alter – da konnte ich nicht NEIN sagen. Es muss nicht einmal das gern zitierte Bild von Engelchen und Teufelchen auf den Schultern des Käufers bemüht werden, denn es wäre ganz unvernüftig gewesen, nicht zuzuschlagen und so saß dann auch das Engelchen gelangweilt in der Ecke und las Zeitschriften.

Diese relativ kleine Messsucher-Mittelformatkamera also, sie stammt aus Japan, wurde in etwa ab Mitte der 1990er Jahre gebaut und fand – obwohl auf dem deutschen Markt zu haben – hier offenbar keine allzu große Verbreitung. Das 60mm Objektiv entspricht etwa 37mm im Kleinbild und eignet sich somit gut für meine Zwecke, wie ich glaube. Eine 6×4,5 mal einfach so mitzunehmen, ist mir eine verlockende Aussicht, zumal ich auch mit Zeitautomatik arbeiten oder komplett manuell einstellen darf und nicht zuletzt, weil es einen Anschluss für einen Drahtauslöser gibt. Auf einen betörenden Auslöseklang muss man allerdings verzichten, wird aber doch ein röchelndes Summen entschädigt, das die Kamera von sich gibt, wenn das Objektiv ausgefahren wird.

Entgleisung

Entgleisung

Keine Ahnung, warum ich die kleine Holzeisenbahn noch schnell in die Kameratasche gepackt hatte, bevor ich losradelte. Sie wollte aber schon sehr bald raus, als wir das Altonaer Museum erreicht hatten – etwas ungestühm, wie man sieht.

Im Museum hatte ich eigentlich vor, größere Exponate per Reihenpanorama nach der Brenizer-Methode freizustellen. Doch wollte ich die Sony Alpha nicht in die höchsten ISO-Regionen treiben und verzichtete trotzdem auf ein Stativ, welches ich ob der vielen rasenden Kinder lieber hätte nutzen sollen, um nach der Pause wieder richtig anzusetzen. Man muss auf alles vorbereitet sein und auch mal mehr Zubehör durch die Stadt wuchten, wie erneut klar wurde.

Japan Camera Hunter

Fotografenseiten im Internet gibt es sehr viele. Von dem Anfänger, der den Fotofreunden die Welt erklärt, von Ahnungslosen mit professionellen Auftreten über die rührenden Geschichten und Inspiration für die nächsten 125 Jahre. Es gibt aber auch Seiten, zu denen man sehr gerne ein Lesezeichen setzt, weil sie einzigartig sind und eine davon ist Bellamy Hunt, dem Japan Camera Hunter, der für seine Kunden immer auf der Suche nach Schätzchen auf dem japanischen Markt ist. Und da ich diesen Job leicht und locker gerne in die TOP 5 der erstrebenswerten Jobs gehoben habe, bat ihn ihn um ein Interview, in dem er auch von seinen einmaligen Kameragurten berichtet, aber dazu später …

Hallo Bellamy! Du lebst und arbeitest in Tokyo als “camera hunter”. Kannst Du uns etwas mehr darüber erzählen, wie Du nach Japan gekommen bist und über deine Arbeit. Wie läuft das auf dem japanischen Markt?

Ich kam vor etwa sieben Jahren per Zufall nach Tokyo – plötzlich fand ich mich in Japan wieder, das war eher Glück. Ich war ein begeisterter Fotograf, aber ich hatte keine Richtung. Ich war etwas ohne Orientierung bis ich mir eine DSLR kaufte und wieder im Bereich der Fotografie arbeitete – für einen japanischen Fotografica-Lieferanten. Nachdem ich einige Jahre für eine japanische Firma gearbeitet hatte, entschied ich mich, mich selbstständig zu machen. Es ist wirklich ausgesprochen interessant auf dem japanischen Fotografie-Markt zu arbeiten, zumal es nicht viele Ausländer gibt, die das hier tun. Ich bekomme alle Dinge zu sehen und in die Hand, die mit dem Fotografieren zusammenhängen. Es ist wirklich ein Traumjob.

Hier in Deutschland siehst Du auf dem Kamerabörsen immer wieder japanische Händler, die zwar überwiegend auf der Suche nach hochwertigen Kameras von Rollei oder Leica sind, aber auch günstige Voigtländer usw. aufkaufen. Sie erzielen daheim offenbar gut Preise dafür, so dass sich der Import in der Heimat lohnt. Sind klassische deutsche Kameras so teuer in Japan? Wie sieht das im Vergleich dazu mit japanischen Kameras aus?

Der japanische Markt liebt klassische deutsche Kameras, sie sind sehr beliebt und auch teuer, aber dafür gibt es einen guten Grund. Es gibt mehr Leica Kameras in Japan als in Deutschland! Die Sammler sind die vorsichtigsten, die ich jemals gesehen habe. Ich weiß, dass man losgehen kann und eine Leica M4 MOT ersteht, die noch völlig unbenutzt ist. Das ist schon eine ganz besondere Erfahrung. Die japanischen Kameras sind schon von einem sehr hohen Niveau, aber deutsche Kameras sind dann doch noch etwas anderes. Ich kenne verschiedene Läden, die ausschließlich deutsche Kameras verkaufen. Da ist zum Beispiel ein Geschäft, dass nur klassische Zeiss- und Contax-Linsen verkauft. Das ist etwas, was den japanischen Markt einzigartig macht – dieser Sinn nach Qualität.

Auf deiner Internet-Seite habe ich gesehen, dass Du offensichtlich die Hexars ganz gerne magst. Was hat es mit diesen modernen Messsucherkameras auf sich?

Es ist nicht, dass ich die Hexars nun besonders hervorheben würde, aber ich habe herausgefunden, dass sie sehr beliebt sind und ich komme ganz gut an sie heran. Nirgends auf der Welt wirst Du binnen einer Woche eine solche Kollektion von Limited Edition Versionen anhäufen können wie hier. Hier habe ich es aber zuletzt nur wegen der Herausforderung gemacht. Es gibt hier soviel hochqualitative Kameras, so ist es für mich ein gutes Gefühl, sie schnell für die Leute finden und beschaffen zu können.

Während Leica, Zeiss und Voigtländer hochwertige Film-Kameras auf dem deutschen und internationalen Markt anbieten, gibt es in Japan auch noch aktuelle Analoge von zum Beispiel Fuji mit seinen Klasse W und S sowie Natura-Kameras. Was hälst Du von diesem Segment?

Nun Zeiss und Voigtländer werden derzeit in Japan von Cosina hergestellt, so sind es nun eher japanische Kameras geworden. Nikon, Canon und Fujifilm stellen darüber hinaus immer noch analoge Kameras her, was, wie ich denke, einiges über den heimischen Markt aussagt. Wenn Fujifilm eine neue Kamera auf den Markt bringt, muss sie sicher sein, dass es dafür auch Kunden gibt. Die Klasse- und Natura-Kameras sind exzellent, sie haben sehr hochwertige Linsen und sind darüber hinaus noch einfach zu bedienen. Neben den großen Konzernen stellen auch kleine Firmen hier Lomo-Kameras her – in Japan lihnt es sich also auch heute, dieses anzubieten.

Lass uns nun über ein weiteres Geschäftsfeld sprechen und zwar über diese fantastischen Kameragurte aus Seide alter Kimonos, die Du auch verkaufst. Ein sehr japanisches Produkt. Wer hatte die Idee dazu? Erzähl uns mehr über die Materialen und die Geschichte des Produkts.

Diese Verwendung von Seide war die Idee eines Freundes von mir, der etwas einmalig anderes machen wollte. Er schlug vor, dass er Zubehör wie Geldbörsen aus alten Kimonos machen könnte. Ich meinte, es wäre eine gute Idee und fragte ihn, ob er nicht auch einen Kameragurt fertigen würde. Er machte also einen und ich liebte ihn. Es war einfach, aber schön in Handarbeit aus echter Kimono-Seide. Es fühlte sich sehr japanisch an – vom Design bis zur Qualität. Ich dachte mir, dass dies besonders im Ausland sehr beliebt sein würden und begann, die Gurte über meine Webseite zu verkaufen. Mittlerweile werden sie in der Tat aus aller Welt nachgefragt. Jeder einzelne Kameragurt ist absolut einzigartig, Du kannst nur die Grundfarbe wählen, denn jeden Kimono gibt es nur einmal. Es ist wirklich ein sehr cooles Konzept und bislang ist jeder Kunde mehr als glücklich.

Besten Dank für das Interview!

Internetseite: http://www.japancamerahunter.com/
ebay-Store: http://stores.ebay.com/Bellamy-Camera?_rdc=1
Kontakt:http://www.japancamerahunter.com/contact/
twitter: http://twitter.com/jpncamerahunter

Auf der Kamerabörse

Rollei, Baby!

Rot angestrichen war der heutige Tag in meinem Kalender und der Dienstplan war mir auch zugetan, denn ich hatte arbeitsfrei an diesem besonderen Sonntag, dem Sonntag, an dem in Hamburg die “91. Europaeische Kameraboerse” stattfinden sollte. Es gelang mir also die Handwerkskammer mit dem Bus aus Altona kommend zu erreichen und stürzte nach der Entrichtung von fünf Euro für den Eintritt in den großen Saal, in welchem sich die Dealer des harten Stoffs, also jene Herren, die Kameras feilboten, in Szene zu setzen versuchten – bei aller gelangweilter Zurückhaltung natürlich.

Auf der Suche war ich ja nur nach Zubehör für meine Mamiya 645 Super und zwar nach Mattscheiben, für die ich auch noch einen Suchauftrag hatte. Ganz oben auf dem Zettel stand dann aber der RC-402 Drahtauslöseradapter oder so. Nicht zuletzt “begünstigt” durch die überschaubare Zahl von Anbietern musste ich dieses Vorhaben schnell aufgeben. Soweit droht die Geschichte ins tragische abzugleiten.

Doch das Gegenteil sollte erst einmal eintreten, denn in einer Gitterbox sah ich ein schon lange ersehntes Stück japanischer Ingenieurskunst, das ich in nächster, in greifbarer, Zukunft genauer vorstellen werde und erstand es dann zum guten Preis – nicht ohne noch einmal bei den elektronischen Mitarbeitern meines ersten Geldinstitus vorstellig werden zu müssen. Zufrieden zog ich mit Kamera und sieben frischen Velvia-Filmen von dannen, stand bereits an der Bushaltestelle und dann fuhr ein mir gut bekannter Fotofreund heran, erklärte, er wollte zur Börse – ich stand also wieder im Saal, meinte, alles schon gesehen zu haben und dann … dann fiel mein Blick auf obiges Baby – nur das Geld, das war verprasst. Tragisch!

Eine von x Möglichkeiten, Blätter zu fotografieren

Volvo Leaves

Der Sommer neigt sich dem Ende zu, die Menschen schwitzen in ihren sogenannten Übergangsjacke und die Blätter sinken zu Boden. Zeit für viele, das gefallene Laub in abenteuerlichste Vorrichtungen zu klemmen und der Makrofotografie entschlossen diese Jahreszeit zuzuweisen. Standhaft wehre ich mich dagegen und degradiere das Omnipräsente zum Komparsen der zu erzählenden Geschichte: am Straßenrand parkt ein Auto fein.

Fujifilm X100 – ein Vierteljahr später

B

Kurz vor meinem Sommerurlaub in den USA habe ich mir, wie hier in einer ersten Betrachtung skizziert, die Fujifilm X100 gekauft, weil ich einerseits meine schwere DSLR-Ausrüstung daheim lassen wollte und dennoch nicht auf die Bildqualität einer großen Kamera verzichten wollte. Abgesehen davon sieht die Kamera super aus und schien auch wunderbar bedienbar.

Nun, einige Monate später, wage ich einen Rückblick während andere sich schon wieder teilweise wütend oder etwas desillusioniert von der Fuji trennen, wie auch dieses Bild eines Kameraladens aus Shinjuku in Tokyo zeigt, wobei der japanische Hersteller niemals behauptet hatte, dass belanglose Fotos fortan der Vergangenheit angehören oder dass man etwas niemals dagewesenes erfunden hätte. Auch die Klage über den beschränkten Brennweitenbereich, weil auf ein fest verbautes Objektiv gesetzt wurde, kommt für mich etwas überraschend, da das ja nichts neues für den potentiellen Käufer war und auch in der Tradition kompakter Messsucherkameras, wie die Konica auto S3, die Hi-Matics von Minolta usw. steht. Man musste halt wissen, worauf man sich einlässt, wenn man soviel Geld in die Hand nimmt.

Interior

Ich hatte ja schon nach den ersten Tagen mit der Fuji geschwärmt und meinte, die Kompakte schlechthin für mich entdeckt zu haben, was besonders der Sigma DP1s nicht hätte gefallen können, wenn sie zur Mißgunst im Stande wäre. Aber ein optischer Sucher ist ein optischer Sucher, ist ein optischer Sucher und den hat eben nur die Fuji, wenn wir Leica mal ausklammern und das tun wir! Tatsächlich bestätigte sich dieser positive Eindruck und ich kam mit der Fuji so gut zurecht, dass ich einen fast verwegenen Plan fasste …

… es sollte der X100 vorbehalten sein, einzige digitale Kamera in meiner Tasche – neben Agfa Box und Minolta 9000 – zu bleiben und sie schlug sich so vortrefflich. Es kam ihr gewiss entgegen, dass wir mit Boston und New York in erster Linie große Städte bereisten und sie für das Leben auf der Straße und Bauten mit dem leichten Weitwinkel gut ausgestattet war. Nur ein einziges Mal, als wir mit der Staten Island Fähre weiter als erwartet an der Freiheits-Statur vorbei fuhren, hätte ich ein Telezoom gewünscht, aber an dem Bild hängt mein Seelenfrieden nicht. Es wäre irgendwie eine Erinnerung gewesen, aber etwas Neues gewiss nicht.

Avenue closed

Was mich dann zwischenzeitlich etwas geschockt hatte, waren die Abstimmungsprobleme zwischen Kamera, beziehungsweise ihren Speicherkarten, und dem iPad. Ich hatte das Apple-Dingens auch als Image Tank mit in den Urlaub genommen und zog jeden Abend die Bilder von den Speicherkarten auf das Tablet, was auch sehr gut funktionierte und eine erste eingehendere Sichtung erlaubte – auch konnte ich mit Snapseed erste Fotos bearbeiten. Problematisch war es dann aber, wenn man durch das iPad ausgelesene Karten wieder in der Kamera nutzen wollte, denn das Gerät aus dem Hause Apple schrieb auf die SD-Cards und das machte die X100 besonders beim Start (auch aus dem Standby) unglaublich langsam – teilweise bis zu 10 Sekunden bis zur Aufnahmebereitschaft. In meiner mittleren Verzeiflung schrieb ich aus Boston eine Mail, einen Hilfeschrei, an Fuji Deutschland und erhielt umgehend gleichermaßen hilfreichen, wie auch sehr freundlichen Support. Die Lösung fernab vom eigenen Rechner war dann aber die Verwendung von jeweils neuen Karten bis die Bilder auf eine Festplatte überspielt waren – dann konnte ich die SanDisks formatieren und seither bilden Kamera und Karte wieder ein sehr flinkes und einträchtiges Paar. Ich mag sie.

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