Meine professionelle Fotografie

reprocam

Werte Leserschaft, es könnte enttäuschend sein, weil es kein Glamour-, kein People-, nicht einmal Produktfotografie ist, … Beruflich nutze ich die Kamera nur allzuoft zur Reproduktion von Akten, Dokumenten, alten Zeitungen, weil man sie nicht mehr fotokopieren oder scannen kann/darf. Nur selten setze ich die angehäufte Technik ein, um eine kleine Reportage zu machen. Der Rest ist dann Freizeitvergnügen.

Zum letzten “Quick and Dirty”-Dokumentenshooting habe ich kleinstes Gepäck gewählt: ein Alustativ mit herausnehmbarer Mittelstange, ein leichter und kleiner Stativkopf mit Manfrotto-Schnellwechselplatte und eine Sony NEX-3 mit einem adaptierten Pentax-110 2.8/24mm-Objektiv. Warum diese Kombination? – Leicht ist sie, das war eine Forderung, die Naheinstellgrenze liegt bei 35cm, eine gewisse Lichtstärke ist vorhanden, was für das schnelle (sic!) Ablichten von ganzen Akten von Vorteil ist. Darüber hinaus geht keine Zeit für den Autofocus verloren, weil es ihn nicht gibt. Oft schon hatte ich die NEX gerühmt, weil sie die “Ratte” für alle Fälle ist und wieder hat sie es bewiesen.

Vom Weihnachtsadapter

Weihnachtsspaziergang

Beinahe euphorisch feierte ich via twitter den letzten Zugang in die Sammlung von Fotozubehör, hatte das liebe Christkind doch den übermittelten ebay-Link gedrückt und aus dem fernen China kommen lassen, was ich so gierig begehrte: einen Adapter, der mir ermöglichte, die Linsen meiner Pentax auto 110 an der Sony NEX zu nutzen. Spielkram sagt der eine, Tinnef schimpft der andere – ich sage: geiler Shice!

Zur Verhinderung eines stattlichen Weihnachtsbauches, so bedeutete man mir, wurde ich also rausgebeten in leicht erhöhte Hamburger Luftfeuchte und zog schließlich und natürlich freudestrahlend und erquickt herunter an die Elbe, wo ich die Kombination aus Puppenstubenweitwinkel und Allesfresser NEX zum Praxistest bat. Es funktioniert und es war auch ein wenig nasskalt.

Mein “bestes” Foto 2011

Bild des Jahres

Ja, nee, doch: da auf dem Tisch, da steht mein (vielleicht) bestes Foto des Jahres. Es ist mir zumindest eines meiner liebsten Fotos und darum zeige ich es im Zuge der Blogparade von visuelleGedanken.de nachdem Martin mich so freundlich auf diese hingewiesen hat. Das Original habe ich bei flickr hinterlegt, aber schon einmal auf meinem Blog gepostet, daher diese Variante.

Warum dieses Bild, das vielleicht auch eine Stock-Fotografie sein könnte? – Aufgenommen Anfang August auf dem Rockefeller Center in New York City, also noch nördlich es Empire State Buildings. Oft gesehen, wollte ich nun auch die Ferngläser im Vordergrund mit der unscharfen Stadt im Hintergrund mit einsammeln, doch beim letzten prüfenden Blick durch den Sucher meiner Fuji X100 stand da plötzlich dieses Kind und es wollte nicht weg, meine Geduld endete zeitig und sagte mir: “okay, Du willst es nicht anders, Du wirst Teil des Fotos!” und es war das, was das Foto aus meiner Sicht ausmacht. Als ich es noch im Hotelzimmer mit NIK’s Snapseed im iPad bearbeitete, kam das Licht, kam die Klarheit an dem Tag perfekt raus. Vielleicht darum mein “bestes” Foto 2011.

Meine TOP 12 2011

In den letzten beiden Jahren habe ich es mir zur lieben Gewohnheit gemacht, auf flickr jene 12 Bilder in einer Galerie zusammen zu fassen, die mir im nunmehr fast abgelaufenen Jahr am besten gefallen haben. So eben auch heute: My TOP 12 in 2011.

Während andere sich oftmals in teils spannenden, teils ermüdenden Jahresrückblicken verlieren und damit dem Fernsehen, das insgesamt gefühlte dreißig teils spannende, teils ermüdende Jahresrückblicke mit eingeploppten C-Promis, nachtun, lade ich dazu ein, eine Auswahl meiner Favoriten anzuschauen. Kann man auch machen.

The Dark Side

Nebenstraße

Erst neulich hatte ich versucht, mit Bildern aus dem Sommerurlaub für sonnige Stimmung zu sorgen, doch das klappte nicht einmal bei mir selbst. Es ist also an der Zeit, sich der trüben Dunkelheit entgegenzustellen und auch diesen Wochen und Monaten des Jahres Motive abzuringen. Diesen Schnappschuss empfand ich – etwas aus er Lethargie selbst befreit – als sehr passend, weil es dunkel ist und nass und am Ende, da leuchtet ein Licht.

Blauer Himmel

Blauer Himmel

Mit der so oft angedrohten Rute wird der ersten Winterdepressionsphase entschlossen entgegen getreten. Was taugt da auf den ersten Blick besser als die Fotos aus dem letzten Sommerurlaub? – Nicht viel, wie ich zu meinen gedenke! Wenngleich dieses Bild kein Meisterwerk der Fotografie ist, lässt es den Autoren dieser Ablenkung doch an “bessere Zeiten” zurückdenken, an Tage, an denen es um 16:00 Uhr und Stunden später noch immer hell war, an Tage, wo das Gros der Passanten noch andere Tempi kannten als Bummeln und Schlendern, an Tage, die einfach schön waren. Sie kommen wieder, keine Frage, aber es dauert noch ein bisschen und mir fehlen noch x Weihnachtsgeschenke …

Tamron stellt Reisezoom für die NEX vor

Mit Tamron hat nun der erste Fremdhersteller nachdem Sony die Spezifkationen für das E-Bajonett freigegeben hatte, ein Autofokus-Objektiv für die NEX-Reihe angekündigt. Die japanische Objektivschmiede bringt nun ein 18-200mm F/3.5-6.3 Di III VC für Sony NEX auf den Markt und damit ein Konkurrenzmodell zu Sonys eigenem SEL18200 E mit identischer Brennweite und Lichstärke. Der Objektivhersteller betont besonders, dass seine neue Linse mit 460 Gramm besonders leicht daherkommt und schlägt Sonys Objektiv tatsächlich um 64 Gramm (basierend auf den Herstellerangaben).

Angeboten wird Tamrons neues Objektiv in schwarz sowie silber/schwarz und zielt damit auch auf die Nutzung an der Sony NEX-7, dem Spitzenmodell der Baureihe. Einen Preis und einen Liefertermin hat der Hersteller in seiner ausführlichen Ankündigung mit technischen Details noch nicht genannt. Sonys Originalobjektiv kostet auf der Webseite des Herstellers 799,00 Euro, doch im Handel findet man sie schon ab etwa 640,00 Euro.

Früher war analog

Die Tüte von Eastbourne

Das soll nicht heißen, dass heute nicht mehr analog ist, das lasse ich mir nicht unterstellen, also, dass ich derartiges gesagt hätte. Sagen wir es so: früher hatte ich nur analog – das hätte aber nicht zu einer halbwegs provokativen Überschrift gereicht, zu einer autobiographischen vielleicht, aber soweit sind wir noch nicht.

Obiges Foto zeigt eine Straße in dem sehr englischen und zufällig auch in England gelegenen Seebad Eastbourne am Ärmelkanal. Im Frühjahr 1988 verschlug es mich dorthin zu einer hinreissenden Familie, deren Sohn THE SMITHS hörte und wo ich lernte, dass die englische Küche nicht die meine ist. Nun ja, ich war also da und ich machte schon einige Fotos und aus einer Auswahl aus diesen ist auch etwas drauf, so eine Straße. Streetphotography at it’s fu**in’ best!

Championship Records

Vinyl anhören

Spätestens mit der Wiederauferstehung meines Technics-Plattenspielers war es wieder an der Zeit, meinem Kumpel Oli in der Hamburger Sternschanze meine Aufwartungen zu machen und in seinen Plattenladen einzukehren, wo er feinste Gebrauchtware in schwarz und silber zum Verkauf anbietet, aber auch gerne ankauft, so das Zeugs in sein Beuteschema fällt.

Championship Records

Aus mir nicht näher bekannten Gründen ließ mich der Stoffhund, der bei uns im Wohnzimmer neben der Musiktruhe liegt, am Morgen des Tages nicht ohne Kameras aus dem Haus und weil ich den Laden sehr mag und mich berufen sah, einige Impressionen einzufangen bevor auch anstelle des Plattenladens ein “Flagship Store” einer beliebigen, aber extravagant teuren Kette aufmacht, zückte ich das gute Stück japanischer Tüftelarbeit heraus und nutzte es. Aus dem Handgelenk und bei überzeugend dargebotener Beiläufigkeit wurde diese und auch jene Ecke mit der kleinen Fujifilm auf den Chip gebannt und dann … so, … Dings.

Nadel Sex Pistols Teaserama

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