Fujifilm X-Pro1 – eine Systemkamera

Am Ende ging es ganz schnell – nur wenige Wochen hatten sich die Gerüchte um eine Systemkamera von Fuji im Netz gehalten, die ersten Moke-ups und Spionagebilder kursierten und dann stellt der japanische Kamerahersteller Fujifilm in dieser Woche mit der X-Pro1 eine Kamera vor, die Begehrlichkeiten weckt, wieder eine Fuji, die Begehrlichkeiten weckt: Im Frühjahr des letzten Jahres konnten die ersten Kamerafreunde und Innen der X100 mit Festbrennweite habhaft werden, einige von Ihnen lieben die Kamera, so wie ich es tue, andere kamen nicht mit ihr zurecht oder hatten andere Erwartungen an sie. Einig war man sich aber zumindest zumeist darüber, dass der optische Sucher ein Traum ist. Erwartungsgemäß überschaubar war dann der Applaus, als sich die Zoom-Kompakte X10 mit einem deutlich weniger komplexen Sucher auf den Markt traute und dann auch noch einen kleineren Sensor mitbrachte. Zu Unrecht, wie man sagen muss, denn die deutlich günstigere X10 ist immer noch außergewöhnlich gut.

Nun aber der mögliche Höhepunkt der Evolution, eine optisch mehr als ansprechende Systemkamera mit einem wieder einmal hybriden Sucher – nur diesmal mit (zunächst) drei Objektiven im Angebot. Ich war sehr gespannt, wie die Japaner die Darstellung der verschiedenen Brennweiten im optischen Sucherbild lösen werden. Nach einiger Recherche auf den Webseiten von Fujifilm – die deutsche Depandance hat bislang keine Pressemitteilung zur X-Pro1 veröffentlicht – habe ich erfreut feststellen dürfen, dass man sich von den klassischen Messsucher Kameras von Leica und Zeiss Ikon hat leiten lassen und den Rahmen nach dem automatischen Erkennen der Scherbe anpasst. Das wird wohl kaum bei der Adaption von beispielsweise M-Linsen funktionieren, aber das ist Jammern auf königlichem Niveau.

Es seien noch die Eckdaten skizziert, um dann zum eingehenderen Studium auf die Seite von Fuji zu verweisen: 16.3 Millionen Pixel werden geboten, der (APS-C) X-Trans CMOS-Sensor misst 23.6 x 15.6 mm und verfügt über ein sogenanntes Ultra Sonic Vibration Sensorreinigungssystem. Vorgesehen sind zum Anschluss an das X-Bajonett im Augenblick die FUJINON LENS XF18mmF2 R, die FUJINON LENS XF35mmF1.4 R und die FUJINON LENS XF60mmF2.4 R Macho. Der ISO-Bereich liegt bei 200 bis 6400, er lässt sich aber bis 25600 hochschrauben – falls die einzige Kerze im Raum ausgeht. An Verschlusszeiten sind von 30 Sekunden bis 1/4000 Sekunde möglich, der Bulb belichtet maximal eine Stunde. Mein auswähltes Lieblingszubehör ist aktuell der Hand Grip HG-XPro1.

Ach ja, one more thing … Es wird nun auch noch eine limitierte Auflage der X100 in schwarz geben, die auf den ersten Bildern wirklich gut aussieht, aber man kann begehren und haben wollen. Meine silber/schwarze X100 macht auch tolle Fotos und für die Wechselobjektive hätte ich noch die NEX-3, mit der man auch tolle Fotos machen kann. Hätte ich die beiden nicht – ich würde die X-Pro1, von der es hier noch zwei Hands-on-Videos gibt, haben wollen, aber ich habe die beiden und darum will ich eine Zeiss Ikon ZM. Spenden einfach an meinen PayPal-Account. Danke. (^_~)

UPDATE: Und die Neuigkeiten zur Fujifilm sprudeln weiter. So ist die Objektiv-Roadmap für 2012 und 2013 öffentlich geworden. Dieses Jahr werden also noch ein 2.8/14mm sowie ein 4.0/18-72mm Zoom IS* erwartet. Im kommenden Jahr stehen ein 2.8/28mm Pancake, ein 2.0/23mm, ein 4.0/72-200mm IS* und ein 4.0/12-24mm IS* auf dem Programm. (* mit Bildstabilisator)

Außerdem wurde der Adapter für Objektive mit dem M-Bajonett von Leica offiziell bestätigt und für den kommenden April in Aussicht gestellt. Inwieweit sich die Gerüchte mit den passenden Rahmen im Sucher für diese “Vollformat”-Linsen bestätigen wird, bleibt abzuwarten.

6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Fuji X-Pro 1 – Schon wieder haben wollen

  2. Ja, sie weckt Begehrlichkeiten! Und was für welche! Ich habe bereits die X10 – neben meiner Nikon DSLR-Ausrüstung. Und nun möchte ich die X-Pro1 – eventuell anstelle meiner Nikon-Ausrüstung.

  3. Gerüchteweise kann man den Sucher für die M-Objektive dann im Softwaremenu einstellen. Geht auch…

  4. Das ist natürlich vorstellbar und wäre freilich gut mitgedacht.

  5. Ich nehme auch gerne Spenden entgegen! Die will ich auch gerne haben

  6. Habe auch eine Nikon DSLR und schon eine analoge MLeica mit Objektiven. Wäre vielleicht wirklich zu überlegen???!

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