
Es ist noch gar nichts solange her, dass die iPhoner alle Spielarten von Social Media mit Ergebnissen aus der damals noch brandneuen Appikation Hipstamatic nahezu überschwemmten. Die Ergebnisse der sehr einfachen Digitalkamera in diesem Apple-Produkt wurde durch digitale Prozesse auf absolut analog, auf oldschool, auf lomo, auf charmant getrimmt, dass auch Belangloses noch etwas haben kann.

Ich habe nun kein iPhone und seitdem der frühere “etwas andere” Computerkonzern das Stadium des selbstherrlichen Größenwahn erreicht hat und das iPhone zum “Must-Have” stilisiert wurde, möchte ich auch keines haben – wenngleich ich fotografischen Spielereien gegenüber eigentlich sehr aufgeschlossen bin. Allerdings stört mich bei Hipstamatic, dass man nicht nur die Grundversion kaufen muss, sondern auch die etlichen weiteren erhältlichen Effekte. Die hier noch nicht weiter genannte, wobei im Mittelpunkt stehende App Retro Camera ist dagegen kostenlos im Android Market zu bekommen, bietet bislang zwar nur drei Kameramodelle, wovon vorwiegend nur eines, nämlich die Bärbl, im Augenblick von mir benutzt wird.


Vor einiger Zeit hatte ich hier bereits die kostenpflichtige App PanoPhoto vorgestellt und ärgerte mich im Nachhinein ein wenig, dass ich das Zusammenfügen beziehungsweise “Stitchen” zweiter Bilder zu einem Panorama mit PhotoStitch Lite auch für umsonst hätte haben können.

Nun kaufte ich also die Vollversion von PhotoStitch, die ein Panorama aus bis zu (sic!) fünf Aufnahmen gestattet, was ich gerade an Straßenkreuzungen sehr charmant finde. Obiges Bild zum Beispiel habe ich am Spritzenplatz in Hamburg-Ottensen aufgenommen, an dem gleich mehrere Straßen aufeinandertreffen. Zu einem 360 Grad-Bild hat es dann aber doch nicht gereicht.

Nun muss man sich aber die Frage gefallen lassen, wozu man sich eine solche Applikation kauft. Zu viel sollte man nicht verlangen. Während bei urbanen Aufnahmen zum Beispiel die verschobenen Übergange nicht so gravierend auffallen, sind sie bei obigem Panorama über die von tief stehende Sonne “beleuchtete” Elbe die Übergänge über die gesamte Höhe der Aufnahme klar zu erkennen. Mit Software wie “Hugin” für den heimischen Rechner ist PhotoStitch also keinesfalls zu vergleichen. Wer sich damit abfinden kann, hat ein weiteres kurzweiliges Gimmick für sein Android-Phone gefunden.
Wenn man sich nun für diese App (Vollversion) interessiert, dann kann mit dem Android-Phone unter Verwendung eines Barcode-Scanners diesen QR-Code ablichten und wird dann in den Android-Market weitergeleitet.
Zumal ich an einem Kauf nicht partizipiere, möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass diese App nicht mehr als eine lustige Spielerei ist, die ich allerdings gewiss auf meinen nächsten Städtereisen nicht missen wollen werde. (^_~)

Es soll nicht zur lieben Gewohnheit werden, dass hier nur Android-Apps vorgestellt werden, doch da ich meinen “Helden” von HTC noch recht neu habe und sowohl die deutschsprachige Dokumentation solcher Applikationen noch sehr knapp ist, als auch der Aufbau des Android Markets für google’eske Ansprüche armselig erscheint, sei nun mein zweiter Kauf in diesem Shopping-Labyrinth vorgestellt: PanoPhoto.

Schon bei “Vignette” gefiel mir die geschummelte Panorama-Version sehr gut und nun habe ich mich dazu durchgerungen, auch für ein “echtes” Panoramaprogramm einen guten Euro auszugeben. PanoPhoto erlaubt es, aus zwei Aufnahmen ein kleines Panorama zusammen zu setzen oder zu “stitchen”, wie es wohl auch genannt wird. Ich werde es wohl auch bald mal mit Stativ und DSLR versuchen, doch zurück zum kleinen Programm: Wie man besonders bei zweitem Bild sieht, geht das schmeichelnd gesagt gerade einmal passabel vonstatten, wenn man nicht aufpasst. Das obere Bild liefert dann schon ein recht ordentliches Ergebnis, bei einer Hochkantaufnahme, wie in der Anlage, ist der Schnittpunkt kaum noch zu erkennen. Gewiss sind die Ergebnisse nicht mit aufwenigen Programmen fuer die Montage am Rechner oder den schoenen Zenit Horizon zu vergleichen, aber fuer zwischendurch …


Frei nach dem Motto “Die beste Kamera ist die, die man dabei hat” nutzte ich die letzten Tage vermehrt mein HTC Hero Android Telefon, da ich das erste Mal knappe zwei Euro für eine App angelegt habe. Nachdem ich die freie Demoversion von “Vignette” ausprobiert hatte, wagte ich den ersten Einkauf im Andriod Market und lud das kleine Programm herunter. Es bietet neben der Simulation verschiedener Filme und anderer Effekte auch eine Vielzahl von Bildformaten, was mir als großer Freund des Quadrats besonders gut gefiel.

Schnell aber wusste mich aber auch das angebliche Panorama (Beschnitt oben und unten) zu begeistern. Wie bei diesem Wandbild oder auch bei der Ablichtung von Ladenreihen passt dieses Format sehr gut, zumal ich schon bei der Aufnahme die endgültige Komposition vor Augen habe. Alle hier gezeigten Aufnahmen sind “out of cam”.

Gewiss hält der Apple Appstore für den scheinbar uneinholbaren Konkurrenten iPhone sehr viel mehr Programme bereit, wie z.B. mein hochgeschätzter Kollege Stilpirat in seinem Blog umriss, doch von einer Marktführerschaft sollte man sich nicht abschrecken lassen, wie ich meine, denn “Die beste Kamera ist die, die man dabei hat”! Da ändert auch die Behauptung einiger, dass ein Fotograf ein iPhone braucht oder es das Gerät für Fotografen sei, nichts. Auch vor dem iPhone wurden gute Fotos gemacht und sie werden auch danach entstehen, es sei denn, die Welt geht unter. Vorsichtshalber behalte ich meine Golden Half mit Kleinbildfilm in der Tasche …
