Times Square Breite

Times Square Pano Contra Lux
Vermutlich nur auf sehr großen Monitoren wirkt das Panorama, so eingebettet in die Beschränkungen dieser Spalte im Blog macht es wohl nicht eine besonders imposante Figur, aber ein Klick auf das Bild erlaubt den Sprung zu flickr und dort eine vergrößerte Darstellung. Die Türen stehen dem visuell geforderten Rezipientenkreis also sowas von offen, dass es schon fast zieht.

Die Geschichte zum Bild ist eine schnell erzählte Geschichte. Ich wollte meine Kamera, also der gerade bei Fujifilm in Reperatur befindlichen X100, die Chance einräumen, mich von ihrer Panoramafunktion doch noch zu überzeugen nachdem sie das in Boston am Charles River nur ein wenig hatte tun können. Am überlaufenen Times Square, einem weitgehend totgeknipsten Motiv, schlug sich die kompakte Fuji jedoch sehr gut. Schade nur, dass sie in die Werkstatt musste.

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Scarface 9000

Scarface

Es ist mein x-ter Versuch, meine gleichermaßen treue, wie verrockte Minolta AF 9000 in gute Hände und wenn nicht gute, dann wenigstens sehr zahlungsfreudige Hände abzugeben, weil Geld in die Kasse muss und weil ich nicht mit allen Kameras, die ich habe, angemessen spielen kann. Nun steht sie also für schlappe 45,00 Euro in der Bucht und harrt der Dinge.

Ob es der Verkaufsförderung zuträglich ist, dass ich die Minolta in all ihrer Verlebtheit anpreise – mag man so oder so beurteilen, aber ich muss sagen, dass dieses “Portrait” der Kamera mir schon bei der Bearbeitung so gut gefiel, dass ich Retouchen zu ihren Gunsten unterließ. Dass Boris dann heute auch noch etwas ratlos zu faltigen, verlebten Gesichtern bloggte, ermutigte mich, einen stillen Beitrag zu leisten.

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Der Traum des Herrn Miyazaki

Im Oktober des letzten Jahres hatte ich hier auf diesen Seiten Bellamy Hunt, ein Brite in Tokyo, vorgestellt, der sich selbst Japan Camera Hunter nennt und seinen Lebensunterhalt in erster Linie dadurch bestreitet, dass er auf eigene Faust oder auf Kundenauftrag in Japan Kameras aufkauft und weiter veräußert. Nun brachte ihn diese Tätigkeit auch in Verbindung mit Herrn Miyazaki, der in seiner kleinen Manufaktur MS Optical Objektive umbaut oder in Kleinstauflage herstellt. Der frühere Designer von Teleskopen in Diensten eines bekannten japanischen Spielzeugherstellers hat sich nach seiner Pensionierung nocheinmal selbstständig gemacht und einige sehenswerte Produkte entwickelt.

Am auffälligsten vielleicht seine neuste Entwicklung, das Super Triplet Perar 4/28 für das Leica M-Bajonett, welches für umgerechnet 535 Euro plus Versand und Steuern bei Bellamy zu beziehen ist. Wenngleich das Hauptaugenmerk auf dem M-Bajonett liegt und z.B. auch Contax-Linsen umgebaut werden, hat Herr Miyazaki auch ein Herz für Neumodisches. Für die kleine Pentax Q hat er bereits den Prototyp eines Sonnetar 25mm F/1.1 hergestellt.

Bitte lest auch den ausführlichen Artikel zu diesem liebenswerten Projekt bei Bellamy Hunt (englisch)!

Einen Beitrag zur 4/28 gibt es auch beim Herrn Jeriko zu lesen. Übrigens.

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Mit der Zeiss Ikon am Strom

Vogelfluglinie

Hatte die neue Zeiss Ikon mich im Stich gelassen? Warum war der Verschluss eines bitterkalten Abends nicht aufgegangen als wir, aus dem warmen Auto kommend, umgehend die Stative aufgebaut hatten, um Bilder zu schießen? – Es wird noch etwas Forschung bedürfen, um diese Frage zu klären, vielleicht wäre auch Tageslicht hilfreich. Hell war es am folgenden Tage, als ich mit meinem Bruder per pedes an die Elbe zog. Auf dem Fußweg war die Kamera schon eine Viertelstunde der nicht mehr ganz so krassen Kälte in der Fototasche ausgesetzt und gab sich gütig.

Sonne & Eis

Unten, in Neumühlen, schnurrte wieder alles in der Messsucher wie ein Kätzchen. So stelle ich mir das zumindest vor, denn ich hatte immer einen Hund und die grunzen vielleicht mal, doch das ist eine andere Geschichte. Es stand an diesem Tage auf dem Testprogramm “Leben mit dem Gegenlicht” und “Schnellscharfstellen für Vogelfreunde”. Das hat alles sehr gut geklappt, die Zeiss Ikon wurde anschließend liebgehalten und dann wieder in die Wärme verfrachtet – zu Tee und Keksen.

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Schantalle geblitzdingst

Don't blitz Schantalle

Horizonterweiterung gelingt manchmal auch in geschlossenen Räumen, wenn es die richtigen Räume sind. Ich fuhr also mit meinem 48er Metz Systemblitz, der faltbaren GamiLight-Softbox und viel Elan zu Paddy in sein Studio (Fotokurse in Hamburg) und ließ mich einweisen in die ersten Schritte des Entfesselten Blitzen, da ich mittlerweile eine kleine Ausrüstung zusammen hatte und fortan nicht zögern wollte, sie auch zu benutzen.

lichtschnatelleblitzdings1

Wir baten die charmant schweigsame Schantalle also vor einen schwarzen Hintergrund, stellten die Kamera auf eine Verschlusszeit von 1/200 und tasteten uns an die Blende heran, ab der es ohne Blitz nur noch dunkel war – herausgefunden und dann mit Blitz abgedrückt. Die Intensität des Lichts variierte ich dann mutig am Blitz oder per Blende. Die Ergebnisse ermutigen mich, es weiter zu probieren.

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Damn cold compacts

Schneetreppe

Der Kälte ins Gesicht lachen während man das eigene Antlitz hinter einem dicken Schal versteckt. Es war ein edles Vorhaben, das mein Kumpel vorschlug und lebhaft konnte ich mir vorstellen, die MAMAN-Skulptur vor der Hamburger Kunsthalle abzulichten. Allerdings klammerte meine am Schreibtisch gefasste Entscheidung gleichermaßen leichtfertig wie großzügig die Witterungsbedingungen in Hamburg aus, doch dazu vielleicht später.

Mum's coming

Ich packte also nur kleines Gepäck, bestehend aus Fujifilm Finepix X100 und Zeiss Ikon ZM nebst 50mm Sonnar sowie kleines Stativ und Drahtauslöser in mein feines Black Label Bag und stand dann um 19:00 bereit zwischen Kunsthalle und Galerie der Gegenwart. Knips, knips, lauf, lauf. Man spulte routiniert und frierend die Einstellungen ab und während mein Begleiter von Skiunterwäsche und dem zweiten Pullover sprach, fühlte ich mich unvorbereitet.

Zum Zwecke der Nahrungsaufnahme kehrten wir bald ein bei einem “Italiener” am Großneumarkt und versicherten einander, dass Eisschollen auf der Elbe bei Dunkelheit und Schnee noch abzulichten sind. Ein Parkplatz am Fischereihafen Restaurant war frei, die Zeiss verweigerte nach Restaurant- und Autowärme bei -11 Grad die Gefolgschaft und beruhigte sich erst nach Akklimatisierung im heimischen Wohnzimmer. Ich tadelte sie sehr und werde sie zeitnah wieder nach draußen zwingen. Ach ja, da waren ja noch entschlossene Schritte zum Dockland, typische Posen und Standpunkte, erneutes Frieren und ein Hochgesang auf das Auto. Es sprang an und brachte die Fotofreunde in die jeweils heimische Muggelichkeit.

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Erste tapsige Rangefinderschritte

Wärmeoase

Nein, von schlafwandlicherischer Vertrautheit kann man noch nicht sprechen, wenn man mein Verhältnis zur Zeiss Ikon ZM in meinen klammen Händen skizzieren sollte. Es war kaum mehr als ein schneller Flirt, der mir mit der bis zur Auslieferung praktisch unbekannten Rangefinder-Kamera bislang vergönnt war. Vor lauter Ungeduld, die ersten Ergebnisse mit einem Kodak Tri-X 400 zwischen die Finger zu bekommen, wurde der schattige Winterfotoblues ins Reich der Fabeln geschleudert und ich machte einige Schnappschüsse.

Sitzgruppe Klassik

Mir waren in den vergangenen Jahren fraglos interessantere Bilder gelungen, was wohl auch an meinem kleinen Aktionsradius während der ersten Schritte mit der ZM lag, aber man darf auch meine Ungeduld nicht vergessen. Sie war sehr groß. Als mir also der Szenetreff Foto Köhler in Altona bedeutete, dass man erster Film bereit zur Abholung war, stürzte ich entschlossen ins Fachgeschäft und betrachtete die Negativstreifen mit der Lupe auf dem Leuchttisch: andere Liga, Königsklasse!

Jetzt galt es, diesen traumhaften Eindruck auch per Scan in die Welt von Nullen und Einsen zu transportieren. Der Canon 8800F wurde also bemüht, die bei Monochrom bestellten Glasscheiben zur Bändigung des gewölbten Negativstreifens eingesetzt und via VueScan einfach mal ohne weitere Manipulation durchgescannt: ein bisschen dunkel ist es schon geworden und das BÄNG will sich noch nicht einstellen, aber wir stehen noch ganz am Anfang. Ich bin zuversichtlich. Sehr.

Angedätscht

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Retrostreetdings durch Glas

Las Chicas

Vor einigen Wochen hatte ich mir bei Monochrom Glaseinsätze für meinen Canon 8800F-Scanner bestellt und wollte nun endlich einmal ausprobieren, ob die Negativscans damit noch ein bisschen gefälliger ausfallen als bisher. Ich schnitt also schweren Herzens die kleinen Filmstreifenführnupsis auf der Scanschablone ab, legte einen Streifen Rollei Retro 100 aus meinem Negativ-Ordner ein und scannte mit 2400 dpi.

"Nee, sowas gab es früher nicht."

Das erste Bild oben lässt durchaus den Eindruck entstehen, dass es eine kleine Qualitätsverbesserung gegeben hat, wenngleich ich als Gründen der Bequemlichkeit auf einen Referenzscan ohne Scheibe verzichtet habe. Das untere Bild überzeugt auf den ersten Blick qualitativ nicht so sehr, aber da ich sehr deutlich gecropt habe, um das Ehepaar links besser in Verbindung zu bringen mit den Cosplayern, bin ich nicht unzufrieden.

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I had a dream – Zeiss Ikon ZM

Rangefinder hanging around

Keine Rede eines großen amerikanischen Bürgerrechtlers möchte ich mit der Überschrift herabsetzen, aber tatsächlich hatte sich die Zeiss Ikon ZM bis in meine Träume vorgearbeitet und anders als Martin Luther King war es mir durch Verkaufsgeschick bei der Abgabe alter Apparate und glückliche Fügung gelungen, meinen Traum sehr schnell zu verwirklichen.

Seien es die Leica-Schwärmereien meines Freundes Daniel, seien es die vortrefflichen Ergebnisse, die Boris mit der Zeiss Ikon erzielt hat, seien es die steten Wiederholungen von Bellamy aus Tokyo – ich wollte eine Messsucherkamera haben und sie sollte neu sein. Eine Leica schied also von vornherein aus und so forschte und fragte ich herum, wie es um die Zeiss Ikon steht. Ich kontaktierte einen Händler im Norden der Republik, der mir freilich nur Gutes zu berichten und die Kamera auch auf Lager hatte – im durchaus subventionierten Set mit dem 1.5/50mm. Ich stellte also das Sparschwein auf und fütterte kleine und größere Portionen und als das Ziel dank einer sehr großen Portion (nicht zuletzt ob des nahenden Geburtstags) greifbar schien – da war der Händler im Norden ausverkauft. Vorbestellen könnte ich, aber ob das bis Mai was wird, könne er mir nicht versprechen.

Am Boden wähnte ich mich und streifte weiter durch das Internet, erinnerte mich an einen Händler weit im Süden, den keiner meiner Kontakte bisher getestet hatte, und bestellte das letzte Set, das er hatte. Die Überweisung via Paypal verlief etwas stockend und so musste ich eine Woche voller Ungeduld warten, bis ich – man erinnere sich an den letzten Blogpost – das Paket auspacken durfte.

Für ein erstes Fazit ist es sicher noch zu früh, schlummert doch noch der erste Kodak “we support you” Tri-X 400 in der Kamera, doch man kann zur Anmutung dieser bei Cosina in Japan gebauten Kamera schon einmal sagen, dass Haptik, Bedienung, Klang usw. mir den nicht niedrigen Preis durchaus erträglicher erscheinen lassen und die Gegenlichtblende war sogar deutlich günstiger als jene zu meiner Fuji X100.

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Das Auspacken eines Traums

Lange hatte ich am Fenster gesessen und das Kissen auf der Fensterbank war schon etwas mitgenommen, als für seine Verhältnisse erst recht spät am Nachmittag das DHL-Bärchen klingelte und mir das, was ich sehr begehrte, übergab. Ich packte dann aus. Später mehr dazu.

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Zitat

Die Tatsache, daß eine im konventinellen Sinn technisch fehlerhafte Photographie, gefühlsmäßig wirksamer sein kann als ein technisch fehlerloses Bild, wird auf jene schockierend wirken, die naiv genug sind, zu glauben, daß technische Perfektion den wahren Wert eines Photos ausmacht.
(Andreas Feininger)

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