Ausrufezeichen

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Man hatte mich ermutigt, einen Abendspaziergang zu machen und da ich nicht ohne Fotoapparat aus dem Haus gehen mag, packte ich schnell meine Tasche, in welcher neben meiner Mamiya 645 auch die Sony a850 mit dem lichtstarken Sigma 85mm seinen Platz fand.

Bummelnd führte unser Weg nach Oevelgönne an die Elbe und es dauerte nicht lange, bis ich des Ausrufezeichens ansichtig wurde. Wenngleich ich das Bild nicht heller machen wollte, um noch etwas vom Himmel kurz vor dem Sonnenuntergang mitzunehmen, und das Containerschiff noch nicht so weit wie erhofft im Ausschnitt angekommen war, sah ich den Zeitpunkt gekommen, abzudrücken. Ich tat es.

Mit der Zeiss Ikon am Strom

Vogelfluglinie

Hatte die neue Zeiss Ikon mich im Stich gelassen? Warum war der Verschluss eines bitterkalten Abends nicht aufgegangen als wir, aus dem warmen Auto kommend, umgehend die Stative aufgebaut hatten, um Bilder zu schießen? – Es wird noch etwas Forschung bedürfen, um diese Frage zu klären, vielleicht wäre auch Tageslicht hilfreich. Hell war es am folgenden Tage, als ich mit meinem Bruder per pedes an die Elbe zog. Auf dem Fußweg war die Kamera schon eine Viertelstunde der nicht mehr ganz so krassen Kälte in der Fototasche ausgesetzt und gab sich gütig.

Sonne & Eis

Unten, in Neumühlen, schnurrte wieder alles in der Messsucher wie ein Kätzchen. So stelle ich mir das zumindest vor, denn ich hatte immer einen Hund und die grunzen vielleicht mal, doch das ist eine andere Geschichte. Es stand an diesem Tage auf dem Testprogramm “Leben mit dem Gegenlicht” und “Schnellscharfstellen für Vogelfreunde”. Das hat alles sehr gut geklappt, die Zeiss Ikon wurde anschließend liebgehalten und dann wieder in die Wärme verfrachtet – zu Tee und Keksen.

Vom Weihnachtsadapter

Weihnachtsspaziergang

Beinahe euphorisch feierte ich via twitter den letzten Zugang in die Sammlung von Fotozubehör, hatte das liebe Christkind doch den übermittelten ebay-Link gedrückt und aus dem fernen China kommen lassen, was ich so gierig begehrte: einen Adapter, der mir ermöglichte, die Linsen meiner Pentax auto 110 an der Sony NEX zu nutzen. Spielkram sagt der eine, Tinnef schimpft der andere – ich sage: geiler Shice!

Zur Verhinderung eines stattlichen Weihnachtsbauches, so bedeutete man mir, wurde ich also rausgebeten in leicht erhöhte Hamburger Luftfeuchte und zog schließlich und natürlich freudestrahlend und erquickt herunter an die Elbe, wo ich die Kombination aus Puppenstubenweitwinkel und Allesfresser NEX zum Praxistest bat. Es funktioniert und es war auch ein wenig nasskalt.

Kalt, trüb, Dockland

Trübe gleissende Helligkeit

Lange schon hatten wir es vor und nun wurde es Wirklichkeit – mein hochgeschätzter ehemaliger Kollege und ich zogen los zum Fotoschwenk, auch, um seine liebste Neuerwerbung X10 aus dem Hause Fuji den Gewalten der Natur, also es war sehr kalt am gestrigen Abend, auszusetzen. Von Ottensen führte unser kurzer Weg auf den Altonaer Balkon, von wo man einen wundervollen Blick über den reichlich beleuchteten Hafen hat. Weiter ging es runter zum Dockland, wo es offenbar auch dem eingeteilten Wachmann zu frostig war, um uns zu verscheuchen. Nach einigen Schüssen dort am Fluss brachen wir frierend ab.

Landebahnbeleuchtung

Geschützdonner

Charlotta

“Mit Kanonen auf Spatzen …” oder in diesem Fall “ein Spatz mit Kanone” – wie man es dreht und wendet, wie wenig die Überschrift scheinbar mit dem Gezeigten in Verbindung zu bringen ist, so wenig ist die einleitende Konstruktion eine Groteske. Grotesk ist vielleicht die Verwendung von sehr großen und schweren Objektiven an der Sony NEX-3 und auch wenn es dem geschätzten zoomyboy schlaflose Nächte beschert – ich schraub’s dran!

Hamburg Bridge Panama

Mit dem für die Sony Alpha Vollformaten gedachten 24-70mm von Carl Zeiss hatte ich schon ein bisschen herumprobiert und hatte es für einen schnellen abendlichen Hafenschwenk auch vorgesehen, zumal ja vom kleinen Stativ geschossen werden sollte, doch das lichtstarke Teleobjektiv von Sigma hatte ich anfangs nicht auf der Rechnung, aber was passt, das passt und kann benutzt werden, wie hier zu sehen. Obiges Bild ist also mit dem Sigma Tele, die zweite Aufnahme mit ist dem Zeiss aufgenommen und im dritten Bild zeigt die NEX-3 mit dem 18-55mm Kit, dass sie bei 3200 ‘ne echte ISO-Sau ist.

Rückseite 3200

Fotografenvergrämer

Geister an der Tür

Das Dockland-Bürogebäude bei Neumühlen habe nicht nur ich schon einige Mal abgelichtet, es dürfte sich in den Alben sehr vieler Hamburger Fotofreunde und Besucher der weltbesten Stadt (ja, ja!) befinden, doch da der geschätzte zoomyboy den weiten Weg aus Österreich an die Waterkant gemacht hatte, dachte ich mir, dass man ihm dieses Gebäude zeigen musste. Bei Dunkelheit war es auch viel spannender als am Tage – als er das erste Mal da war.

Ich hatte für den kleinen Fotoschwenk die handliche Sony NEX-3 eingepackt und das nicht ganz so handliche 24-70mm Vario-Sonnar von Carl Zeiss drangesteckt, brachte mich mit dem Stativ am Heck des Dockland in Position und ärgerte mich zuerst, dass die Fotografenvergrämer einer privaten Sicherheitsfirma scheinbar blöd im Bild herumstanden. Ein Geistesblitz, ein kurzer Groll über die offenbar neuen Absperrketten und – schwupps! – rückte das Paar im Tor in den Mittelpunkt der Betrachtung. Nehmt das!

Unter dem Fluss

Sturmmacher

Mitten in die fotografische Schaffenskrise, sofern man das bei einem Hobbyknipser so nennen darf, kam der spontane Aufruf von Paddy, einen Schwenk durch den Alten Elbtunnel zu machen. Nach zögerlichen Minuten waren Tasche und Berlebach-Stativ umgeschnallt und der Weg zur S-Bahn in Richtung Landungsbrücken schon beschritten. Ich hatte mich für ein recht kleines Gepäck aus Sony Alpha 850 und den Linsen Minolta 1.7/50mm sowie Zenitar 2.8/16mm entschieden und für alle Fälle noch mein Pentacon 2.8/135mm dazugelegt.

Unscharfes Wasser

Während der Initiator des kleinen Rundganges sich auf das Schießen von Panos von der Angel eingestellt hatte, wobei es mir oblag, bei dieser Übung den Fernausöser zu drücken, fand ich – von der Aufgabe schließlich befreit – einige feine Ecken und Motive für mich und war fast selig, dass ich wieder “Bock” auf das Fotografieren hatte. Am Ende des kleinen Ausflugs wollte ich noch einmal ein Panorama von Steinwerder über die Elbe machen und bin nach zufriedenstellender Zusammenarbeit mit Hugin nicht unglücklich mit meinem Erstlingswerk.

Lichtstreif

Kurzurlaub – Waterkant-Style

Lighthouse & Forest

Die Lethargie der letzten Tage, der Freudentaumel nach dem Hinwegfegen der Gauchos, eine Modenschau auf Kampnagel mit einem wankenden Fotografen, der sich bei dicker Luft wacker am Laufsteg festkrallte – nicht ich! Heute jedoch der Sturz auf fast erträgliche Temperaturen und eine unternehmungslustige beste Hälfte. “Du darfst auch fotografieren” – und ich saß wild entschlossen im Auto.

Reste

Das kleine Neuulmer Kraftfahrzeug führte uns in den Westen Hamburgs in das Paradies der kopflos parkenden Hundeanhuper, nach Wittenbergen, wo wir tatsächlich einen akzeptablen Stellplatz für unser Vehikel fanden und an den weiten Strand strebten. Die kleine Sigma DP1s wurde immer wieder gezückt, manchmal erahnte ich auch etwas auf dem Display und *knips* schon war das eine oder andere Foto auf den Chip gebannt. Oh, wie schön ist Panama Hamburg!

Die schwarze Wand

Seefahrtsschule a.D. adé

Vogel auf Pfosten

An der Rainvilleterrasse (auf Google Maps) zu Altona steht derzeit noch das Gebäude der Seefahrtsschule, dass – von einem netten Café angesehen – aktuell leer steht. Die Planungen der Investoren sehen vor, den Komplex anzureissen und einen uniformen, langweiligen, einfallslosen und belanglosen, dabei aber protzigen Glaskasten zu bauen, wie u.a. der lokale Stadtteilblog zu berichten wusste.

Hamburg

Zwar ist das 1935 erbaute Gebäude aufgenommen in das “Verzeichnis der erkannten Denkmäler nach § 7a Hamburgisches Denkmalschutzgesetz”, doch wird es die Schule kaum vor einem Abriss bewahren. Wie schon in den letzten Jahren an anderer Stelle wird auch hier ein Bürogebäude mit Elbblick entstehen. Die so genannte “Perlenkette” am Strom selbst zum Beispiel erfährt kaum ungeteilte Zustimmung.

Am Sonntag also hatte ich auf dem Rückweg bei der Seefahrtsschule reingeschaut, auch weil ich hoffte, dass ich eine Freudin treffen würde, die im Café arbeitet. Diese Aufnahmen machte ich alleine im Eingangsbereich, werde aber gewiss zurückkehren, um dieses Wahrzeichen Altonas noch häufiger abzulichten – bevor es auch verschwindet … In diesem Zusammenhang werde ich dann mehr zu diesem geschichtsträchtigen Ort zu berichten wissen.

Kommandozentrale

Fotografisches Dreierlei an Schuppen 50-52a

Home Sweet Home

Die Sonne schien und der werte Kollege Stilpirat hatte Lust auf einen kleinen Fotoausflug – und ich auch. Schnell war man sich einig und reiste über Steinwerder in seine frühere Hood Wilhelmsburg, wo wir uns nach ein, zwei kleineren Stopps für das Areal am Schuppen 50 entschieden. (Karte)

Fensterloser Thron

Während mein Fremdenführer und Begleiter seine neue und imposante Nikon D3s dabei hatte, konnte ich mich mal wieder nicht so recht entscheiden und hatte neben der fast obligatorischen Sigma DP1s auch die Pentax auto 110 (eine Spiegelreflex mit Wechselobjektiven für Pocketfilme) sowie meine für sehr schmales Geld erstandene Polaroid Image 2 mit am Ende offensichtlich hinreichender Sorgfalt in die Tasche geworfen..

In Reih und Glied

Nach diesem sehr erfreulichen Nachmittag habe ich die digitalen Bilder gleich wieder in schwarz/weiß umgewandelt, denn meine quadratische Phase oder Epoche scheint ja im Augenblick vorbei, mich darüber hinaus bei den Polaroids gefragt, ob sich sie hätte besser hinbekommen können, was bei dem alten Film fraglich sein dürfte, und nach der Entwicklung im Fachlabor traute ich mich dann schließlich, den 110er Film zu scannen. Bei Mittelformat sieht das – nach erster, zweiter und dritter in Augenscheinnahme – dann doch etwas toller aus, zumindest im CanoScan 8800F, aber ich übe ja noch in diesem Format.

Hamburg im Hintergarten Schlucht Kräne hochkant Graue Rüsselriesen Himmelshaken Zeitreisenschnappschuss 2010
Kran arbeitet. Wo? Höllenmaschine im Zwinger Bleichenheck Der kleine Wilhelm Kampnagel

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