Pentax Q – Preisverfall und zwar deutlich

Foto: Pentax

 

Es ist noch gar nicht solange her, da hat der japanische Kamera-Hersteller Pentax die kleine Systemkamera der Q-Serie auf den Markt gebracht – zu durchaus erwachsenen Preisen. Ich selbst hatte diese Kamera bisher nur im Laden in der Hand und sie ist schon ein kleiner Handschmeichler, machte haptisch einen sehr ordentlichen Eindruck. Interessant wird sie durch die vielen von Pentax angebotenen Linsen und auch durch das MS Optical Sonnetar Q mount 25mm f/1.1 von Herrn Miyazaki, den ich hier im Blog vor einiger Zeit vorgestellt hatte. Für umgerechnet rund 380,00 Euro plus Versand und Einfuhr bietet Bellamy Hunt diese Linsen an.

Die Kameras mit dieser oder jener Linse gibt es hierzulande u.a. bei amazon.de. Ich verlinke mal die Angebote und wenn jemand darüber kauft, bekomme ich etwas Geld für meinen Hoster dieses Blogs wieder rein. Win-Win-Q. Oder so.

Pentax Q Systemkamera (12 Megapixel, 7,5 cm (3 Zoll) Display, Full HD Video, bildstabilisiert) Kit inkl. 47mm Objektiv schwarz für 427,98 statt 749,00 (Stand 02.05.12)

Pentax Q Systemkamera (12 Megapixel, 7,5 cm (3 Zoll) Display, Full HD Video, bildstabilisiert) Kit inkl. 47mm und 28-83mm Objektiv schwarz für 599,00 statt 899,00 (Stand 02.05.12)

Hinweisen möchte ich noch auf die flickr-Gruppe “Pentax Q” mit Beispielen. http://www.flickr.com/groups/pentax-q/pool/

Der Traum des Herrn Miyazaki

Im Oktober des letzten Jahres hatte ich hier auf diesen Seiten Bellamy Hunt, ein Brite in Tokyo, vorgestellt, der sich selbst Japan Camera Hunter nennt und seinen Lebensunterhalt in erster Linie dadurch bestreitet, dass er auf eigene Faust oder auf Kundenauftrag in Japan Kameras aufkauft und weiter veräußert. Nun brachte ihn diese Tätigkeit auch in Verbindung mit Herrn Miyazaki, der in seiner kleinen Manufaktur MS Optical Objektive umbaut oder in Kleinstauflage herstellt. Der frühere Designer von Teleskopen in Diensten eines bekannten japanischen Spielzeugherstellers hat sich nach seiner Pensionierung nocheinmal selbstständig gemacht und einige sehenswerte Produkte entwickelt.

Am auffälligsten vielleicht seine neuste Entwicklung, das Super Triplet Perar 4/28 für das Leica M-Bajonett, welches für umgerechnet 535 Euro plus Versand und Steuern bei Bellamy zu beziehen ist. Wenngleich das Hauptaugenmerk auf dem M-Bajonett liegt und z.B. auch Contax-Linsen umgebaut werden, hat Herr Miyazaki auch ein Herz für Neumodisches. Für die kleine Pentax Q hat er bereits den Prototyp eines Sonnetar 25mm F/1.1 hergestellt.

Bitte lest auch den ausführlichen Artikel zu diesem liebenswerten Projekt bei Bellamy Hunt (englisch)!

Einen Beitrag zur 4/28 gibt es auch beim Herrn Jeriko zu lesen. Übrigens.

Fujifilm NATURA 1600

Glocke

Ich werde mich nicht verlieren über die chemische Zusammensetzung des NATURA-Films, ich werde meine erste Rolle betrachten. Bei dieser Betrachtung habe ich feststellen müssen, dass es doch einige – wenngleich hier nicht gezeigte – Farbverfälschungen gibt, die möglicherweise auf eine Röntgenbestrahlung der eigentlich noch nicht belichteten Filme auf dem Weg aus Japan zurückzuführen sind. Das möchte mein Labor zumindest nicht ausschließen.

Dicker Arbeitsmann

Anfangs nahm ich an, dass das Verhalten bei Kunstlicht besonders kritisch ist, aber das bestätigte sich eher nicht. Die Farbwirrungen treten bei geblitzten Bildern ebenso auf, wie bei knappem Tageslicht. Oder auch nicht. Zwei Filme habe ich noch im Kühlschrank und werde die Augen offen halten.

Glamour Plastique

Need a blood transfusion?

Als der Autor dieser Zeilen vor einigen Jahren in Tokyos “Electric Town” Akihabara erstmals scheinbar aus Mangas entkommene Plastikfiguren von partiell kurvenreichen Damen ansichtig wurde, nahm er das zur Kenntnis und vergas es mit der Zeit, doch einige Leute entwickeln beim Sammeln dieser “Damen” eine erstaunliche Energie, wie ich erstmals wieder bei Danny Choo, einem Blogger, der in Japan lebt, sehen konnte. Danny, der auch aus Tokyo Trooper die Straßen der Stadt unsicher machte, berichtete kürzlich von einem Sammler dieser Puppen aus Hong Kong, der diese zu Fotomodellen erklärte und durchaus effektvoll in Szene setzt.

Day by Day

Da ich ja auch ein Freund der Objektfotografie – was hier fast doppeldeutig klingt – bin, wenn man mich lässt, schrieb ich AIKO[ARAEL] einfach mal über flickr an und bat um einen kleinen Einblick in sein Hobby. Nach eigener Auskunft sammelt er diese horrend teuren Dollfie Dream Puppen seit einandhalb Jahren und fotografiert sie seit etwa einem Jahr. Dass er dabei nicht davor zurückschreckt, einen großen Aufwand zu betreiben, skizziert sein hier abgebildeter Aufbau. Das zweite hier vorgestellte Foto hat er übrigens vor einem Fernseher aufgenommen. Man muss nur auf die Idee kommen, dann ist es sehr simpel.

Summer Sweet

Fujifilm Klasse S

Fujifilm Klasse S

Nein, es ist keine S-Klasse, keine Ikone der Fortbewegung, vermutlich nicht einmal eine Ikone der Fotografie, die Fujifilm Klasse S, aber ich begehrte sie und ich bekam sie. Ich brauchte die Kamera nicht, aber ich bin zufrieden, sie zu haben und Zufriedenheit ist ein hohes Gut, wie ich finde – das liegt dicht bei Gesundheit und ich war noch ganz bei Trost – wirklich! – als ich im DSLR-Forum einer neuwertigen Klasse S zum Schnapperpreis ansichtig wurde. Da ich mich gerade von einigen Kameras getrennt hatte, war ich auch hinreichend flüssig, also wurde das Geschäft angebahnt und abgeschlossen – zur beiderseitigen Zufriedenheit. Das muss dem kommenden Fest der Liebe geschuldet sein, verdammte Axt.

Was wird da also besungen? – Es ist eine Kleinbildkamera mit Blendenvorwahl, eine gerne sogenannte Point-and-shoot-Kamera mit einem recht lichtstarken 2.8/38mm Objektiv (weitere Spezifikationen auf der japanischen Webseite) und – was mich besonders reizte – den NATURA-Modus der, wie die Klasse-Serie, eigentlich nur in Japan erhältlichen NATURA CLASSICA. Hier arbeitet die Kamera mit sehr lichtempfindlichen Filmen ab ISO 800 nur mit dem verfügbaren Licht und verzichtet damit auf den Einsatz des Blitzes, was mir besonders zusagt. Nachdem ich zudem Freude an Dias gefunden habe, soll die Fujifilm auch in diesem Metier als Urlaubskamera ihren Dienst verrichten.

Da der erste Film noch nicht verschossen und ergo nicht entwickelt ist, verliere ich mich noch kurz in Schwärmereien über die einfache Bedienung, die handschmeichlerische Haptik und ein Gimmick, das mich immer wieder begeistert: man kann mit einem einfachen Drahtauslöser auslösen. Oldschool, Digga!

Japan Camera Hunter

Fotografenseiten im Internet gibt es sehr viele. Von dem Anfänger, der den Fotofreunden die Welt erklärt, von Ahnungslosen mit professionellen Auftreten über die rührenden Geschichten und Inspiration für die nächsten 125 Jahre. Es gibt aber auch Seiten, zu denen man sehr gerne ein Lesezeichen setzt, weil sie einzigartig sind und eine davon ist Bellamy Hunt, dem Japan Camera Hunter, der für seine Kunden immer auf der Suche nach Schätzchen auf dem japanischen Markt ist. Und da ich diesen Job leicht und locker gerne in die TOP 5 der erstrebenswerten Jobs gehoben habe, bat ihn ihn um ein Interview, in dem er auch von seinen einmaligen Kameragurten berichtet, aber dazu später …

Hallo Bellamy! Du lebst und arbeitest in Tokyo als “camera hunter”. Kannst Du uns etwas mehr darüber erzählen, wie Du nach Japan gekommen bist und über deine Arbeit. Wie läuft das auf dem japanischen Markt?

Ich kam vor etwa sieben Jahren per Zufall nach Tokyo – plötzlich fand ich mich in Japan wieder, das war eher Glück. Ich war ein begeisterter Fotograf, aber ich hatte keine Richtung. Ich war etwas ohne Orientierung bis ich mir eine DSLR kaufte und wieder im Bereich der Fotografie arbeitete – für einen japanischen Fotografica-Lieferanten. Nachdem ich einige Jahre für eine japanische Firma gearbeitet hatte, entschied ich mich, mich selbstständig zu machen. Es ist wirklich ausgesprochen interessant auf dem japanischen Fotografie-Markt zu arbeiten, zumal es nicht viele Ausländer gibt, die das hier tun. Ich bekomme alle Dinge zu sehen und in die Hand, die mit dem Fotografieren zusammenhängen. Es ist wirklich ein Traumjob.

Hier in Deutschland siehst Du auf dem Kamerabörsen immer wieder japanische Händler, die zwar überwiegend auf der Suche nach hochwertigen Kameras von Rollei oder Leica sind, aber auch günstige Voigtländer usw. aufkaufen. Sie erzielen daheim offenbar gut Preise dafür, so dass sich der Import in der Heimat lohnt. Sind klassische deutsche Kameras so teuer in Japan? Wie sieht das im Vergleich dazu mit japanischen Kameras aus?

Der japanische Markt liebt klassische deutsche Kameras, sie sind sehr beliebt und auch teuer, aber dafür gibt es einen guten Grund. Es gibt mehr Leica Kameras in Japan als in Deutschland! Die Sammler sind die vorsichtigsten, die ich jemals gesehen habe. Ich weiß, dass man losgehen kann und eine Leica M4 MOT ersteht, die noch völlig unbenutzt ist. Das ist schon eine ganz besondere Erfahrung. Die japanischen Kameras sind schon von einem sehr hohen Niveau, aber deutsche Kameras sind dann doch noch etwas anderes. Ich kenne verschiedene Läden, die ausschließlich deutsche Kameras verkaufen. Da ist zum Beispiel ein Geschäft, dass nur klassische Zeiss- und Contax-Linsen verkauft. Das ist etwas, was den japanischen Markt einzigartig macht – dieser Sinn nach Qualität.

Auf deiner Internet-Seite habe ich gesehen, dass Du offensichtlich die Hexars ganz gerne magst. Was hat es mit diesen modernen Messsucherkameras auf sich?

Es ist nicht, dass ich die Hexars nun besonders hervorheben würde, aber ich habe herausgefunden, dass sie sehr beliebt sind und ich komme ganz gut an sie heran. Nirgends auf der Welt wirst Du binnen einer Woche eine solche Kollektion von Limited Edition Versionen anhäufen können wie hier. Hier habe ich es aber zuletzt nur wegen der Herausforderung gemacht. Es gibt hier soviel hochqualitative Kameras, so ist es für mich ein gutes Gefühl, sie schnell für die Leute finden und beschaffen zu können.

Während Leica, Zeiss und Voigtländer hochwertige Film-Kameras auf dem deutschen und internationalen Markt anbieten, gibt es in Japan auch noch aktuelle Analoge von zum Beispiel Fuji mit seinen Klasse W und S sowie Natura-Kameras. Was hälst Du von diesem Segment?

Nun Zeiss und Voigtländer werden derzeit in Japan von Cosina hergestellt, so sind es nun eher japanische Kameras geworden. Nikon, Canon und Fujifilm stellen darüber hinaus immer noch analoge Kameras her, was, wie ich denke, einiges über den heimischen Markt aussagt. Wenn Fujifilm eine neue Kamera auf den Markt bringt, muss sie sicher sein, dass es dafür auch Kunden gibt. Die Klasse- und Natura-Kameras sind exzellent, sie haben sehr hochwertige Linsen und sind darüber hinaus noch einfach zu bedienen. Neben den großen Konzernen stellen auch kleine Firmen hier Lomo-Kameras her – in Japan lihnt es sich also auch heute, dieses anzubieten.

Lass uns nun über ein weiteres Geschäftsfeld sprechen und zwar über diese fantastischen Kameragurte aus Seide alter Kimonos, die Du auch verkaufst. Ein sehr japanisches Produkt. Wer hatte die Idee dazu? Erzähl uns mehr über die Materialen und die Geschichte des Produkts.

Diese Verwendung von Seide war die Idee eines Freundes von mir, der etwas einmalig anderes machen wollte. Er schlug vor, dass er Zubehör wie Geldbörsen aus alten Kimonos machen könnte. Ich meinte, es wäre eine gute Idee und fragte ihn, ob er nicht auch einen Kameragurt fertigen würde. Er machte also einen und ich liebte ihn. Es war einfach, aber schön in Handarbeit aus echter Kimono-Seide. Es fühlte sich sehr japanisch an – vom Design bis zur Qualität. Ich dachte mir, dass dies besonders im Ausland sehr beliebt sein würden und begann, die Gurte über meine Webseite zu verkaufen. Mittlerweile werden sie in der Tat aus aller Welt nachgefragt. Jeder einzelne Kameragurt ist absolut einzigartig, Du kannst nur die Grundfarbe wählen, denn jeden Kimono gibt es nur einmal. Es ist wirklich ein sehr cooles Konzept und bislang ist jeder Kunde mehr als glücklich.

Besten Dank für das Interview!

Internetseite: http://www.japancamerahunter.com/
ebay-Store: http://stores.ebay.com/Bellamy-Camera?_rdc=1
Kontakt:http://www.japancamerahunter.com/contact/
twitter: http://twitter.com/jpncamerahunter

Japan – in den Schatten gestellt

Shimbashi

Meine Japan-Affinität ist nicht nur rein theoretischer Natur, ich habe dieses Land auch schon einmal bereist, erwähnte das eine oder andere Mal, dass ich mich rückblickend ärgere, dass ich damals, vor etwas über fünf Jahren ein sehr beiläufiger Fotograf war, aber das alles rückt nun wirklich an den Rand der Betrachtungen, in den Schatten.

Nun möchte ich heute einen Ansatz der Fotofreunde von Spürsinn aufgreifen, die an http://www.shelterbox.de/ spenden wollen. Ich hatte mir noch http://www.aktion-deutschland-hilft.de/ notiert, die mir seinerzeit von Haiti noch ein Begriff waren.

Tokyo Remastered

Orange Ginza Cab

Habe ich Blogpostschwemme? – Man weiß es nicht und wenn, dann gibt es dazu auch kein bundesweites Impfprogramm. Oink, oink! Ich hatte schon lange darüber nachgedacht, meine Fotos von meinem Trip nach Tokyo vor einigen Jahren nochmal durchzusehen und zu schauen, ob sich nicht doch etwas aus den beiläufigen Knipsergebnissen machen lässt.

Signs, Tracks and Sky

Ganze zwei Aufnahmen haben es in den Photoshop geschafft, mit deutlich besserem Willen wären wohl auch noch ein halbes Dutzend daraus geworden, die zugeschnitten, gerichtet, mit Alien Skin Exposure bearbeitet und gecolorkeyt wurden. Ich bin immer wieder erschüttert, wie ich eine derart weite Reise tun konnte, ohne auch nur irgendwelche fotografischen Ambitionen gehabt zu haben und stattdessen die Nikon Coolpix 5600 launig in die Gegend gehalten habe, obwohl ich vorhatte, einige Bilder daheim aufzuhängen. Ermahnungen meiner japanischen Freundin, ich möge mehr Bilder machen, wischte ich mit dem Hinweis, ich würde alles in Erinnerung behalten, vom Tisch. Kinder, fangt früh mit der Fotografie an, dann habt ihr später nicht so einen Ärger!

Das gesamte Tokyo-Album mit weiteren (unbearbeiteten) Bildern findet ihr hier.

Pixel zu Postkarten!

Gestern beim Griechen kam das Gespräch nach Fleischplatte und Ouzo irgendwann beiläufig auf die Fotografie beziehungsweise die Halbwertzeit von Digitalbildern. Während wir den analogen Negativen eine lange Lebensdauer und Kompatibilität zugestanden, wurde über Sinn und Unsinn von Digitalausdrucken diskutiert.

Heute nun – ganz unvermittelt – las ich bei meinen Freunden von Casio, dass sie den Postkartendrucker PCP-1300 für 40.000 Yen, also etwa 290 Euro, auf den Markt bringen werden. Dieser Drucker ist dabei sehr japanisch, denn er erlaubt, die eigenen Fotos im purikura-Stil zu bearbeiten und so richtig “kawaii” zu machen. Nur fürchte ich, dass ich im Urlaub dieses kleine Kästchen kaum im Gepäck haben werde. Begeistern kann mich sich derweil davon abgesehen, wie ich meine!

Hab’ die Lens, Baby!

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Aller Anfang ist schwer! Heute ist sie also angekommen: die Lensbaby Muse mit Plastiklinse – als alter Holganaut kommt bei solchen Dingen nichts anderes an die DSLR! Gleich nach dem Auspacken des amazon-Pakets wurde die Crumpler gepackt, das Lensbaby per Magnet mit einer 8er Blendenscheibe bestückt sowie die Nikon D40 auf M und nicht A gestellt, schließlich behauptete die Kamera in dem Modus, es wäre kein Objektiv angebaut. Ärgerlich!

Die Handhabung ist an sich logisch, aber nicht ganz so einfach, wie der LB-Homie in diesem “Lehrvideo” erklärt. Schnell wähnt man mit dem gefühlvollen Gedrücke die Schärfe erreicht, dann drückt man auf dem Auslöser, verreisst ein bisschen und dann ist es nur noch relativ scharf. In den nächsten Tagen steht also Training an.

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