Winterschlussverkauf der Kameras

Polaroid SX-70 vorne

Der Winter ist noch ganz nicht richtig da, denn noch bestimmen nachweihnachtliche Herbststürme das Wetter in Deutschland und schon soll der Winterschlussverkauf Geld in die klammen Kassen bringen. Es soll in weitere Ausrüstung investiert werden und dafür müssen einige Schätze dran glauben. Den Anfang macht meine so sehr geschätzte, aber zu wenig genutzte Polaroid SX-70 im sehr guten Zustand. Die Kamera kommt mit der Originaltasche und einer Hand voll Blitzriegeln für 150,00 Euro.

Dynax 7D vorne

Desweiteren auf der Abschussliste steht meine Konica Minolta Dynax 7D in (eigentlich) sehr gutem Zustand. Allerdings habe ich den ERROR 58 nicht richten lassen, da er erst ein Jahr nach Ablauf der Kulanz in der Form aufgetreten ist, dass sich die Kamera nach längerer Nichtnutzung zwar einzuschalten lässt, sich aber nach der ersten Aufnahme “aufhängt” und erst nach einem “Neustart” ihren Dienst tut. Die Firma Runtime Contract GmbH (Hohweg 5, D-28219 Bremen) tauscht den Charge Cam Assy für 140,00 Euro aus. Unter Berücksichtigung der Preise auf ebay und in den Foren rufe ich 120,00 Euro (NEUER PREIS!) auf.

Minolta 9000 vorne

Mein kleiner Ladenhüter ist die Minolta 9000, die Beste vom Besten – Ende der 1980er Jahre zumindest. In deutliche gebrauchten aber voll funktionsfähigem Zustand (soweit ich das habe feststellen können) kommt die Kamera mit der Mattscheibe Type PM (Split-image/microprism/matte-field; autofocusing zone along split-image, spot-metering area same diameter as microprism circle.) und der Eyepiece Hood EH-7. Die Mattscheibe ist verbaut, die OVP mit der Standard-Mattscheibe ist dabei. Die Augenmuschel kommt in OVP. Aufgerufen werden 60,00 Euro.

Weitere Bilder aller drei Kameras habe ich auf ipernity hinterlegt.

Den Brenizer am Objekt gewagt

Pretty in Green

Die letzten freien Tage gehörten dem Erlernen der Brenizer Methode und an für sich mache ich dabei auch ganz gute Fortschritte. Verzweifelte ich zuletzt ein wenig, weil PTGui und Hugin (letzteres sehr nachrücklich) beim Zusammenfügen von bis zu 40 Einzelfotos oftmals versagten, stellt sich das fast schon antiquierte Photoshop CS3 dabei sehr gut an. Auch die Kombination der alten Dynax 7D mit dem Pentacon 135er hat im Augenblick die Nase vor Alpha 850 und auch vor der NEX-3. Die Vollformat schied wegen schierer Datenmasse aus, die NEX wegen des fehlenden optischen Suchers. Bis das Display wieder bereit ist, habe ich die Schnittpunkte schon fast wieder aus den Augen verloren. Damit mussten Lumix G2 und Sony A33 ebenfalls passen.

Golden Star

Fotograf Stefan Groenveld fragte auf meinem flickr-Stream, ob man nicht einmal ein Objekt nach Brenizer-Methode und per Einzelschuss ablichten könnte. Ahnungslos, wie die Verschlusszeit bei Offenblende in der strahlenden Sonne sein müsste, fiel mir erst daheim auf, dass ich noch bei ISO 1600 war – ganz selbstverständlich hatte ich einfach einen ND-Filter davorgeschraubt. Auffällig ist neben der etwas ausgeprägteren Unschärfe beim Bild links der andere Maßstab des Hintergrundes südlich der Elbe. Das alleine ist nur schwer durch die wenigen Meter, die ich habe zurückgehen müssen, zu erklären. (Bild) Der nächste Vergleich sei mit unterschiedlichen Brennweiten versucht.

Was bleibt nach den ersten Erfahrungen neben der Lust, noch mehr zu machen? – Der Wunsch nach einem Sigma 85mm f/1.4 EX DG HSM, wie es der Meister selbst benutzt. (Nikon),(Canon),(Pentax),(Sony/Minolta).

Weitere Versuche im Brenizern findet man im flickr-Album und auch im Übungsalbum bei ipernity.

Ich und der Brenizer

Schlagschatten

Es ist gar nicht solange her, dass ich von Ryan Brenizer noch gar nichts gehört hatte, was den geschätzten Hochzeitfotografen Stilpirat aus der Nordheide ähnlich zu entsetzen schien, wie die Aussage “Schicken Sie mir doch ein Fax!” Nun ja, nachdem sich ein weiterer Bekannter – mein Halbnamensvetter Stefan – von Herrn Brenizer in New York hatte ablichten lassen und mir die Bilder sehr, sehr gefielen, wollte ich mal dahinter kommen, was es mit der “Brenizer Methode” auf sich hat – mein erster Weg führte auf einen Blog.

Mein zweiter Weg brachte mich dann nach draußen und ich suchte mit Dinge, die sich nicht bewegen konnten und trotzdem im Raum standen. Auch musste ich mich auf die Suche nach der vermeintlich richtigen Ausrüstung machen, was schließlich zur Kombination Konica Minolta Dynax 7D und Pentacon 2.8/135mm führte. Ich nahm erstmal an, dass etwas mehr Tele durch Crop bei der Lichtstärke ganz fein wäre, außerdem sind die Dateien aus der Dynax ob der 6.1 Megapixel noch recht klein. Obige Aufnahme ist aus 12 Bildern zusammengesetzt und das nächste Mal – und es wird viele nächste Male geben müssen! – werde ich auch noch etwas mehr unscharfen Vordergrund dazunehmen. Was wirklich recht tricky ist bei den Bildern, ist der Umstand, dass sich PTGui oder Hugin schwer tun, in den Tiefen des Bokehs Kontrollpunkte zu setzen.

Not Brenizer's Chair

Abrisskante

Walking on Sneakers

Über das Frappant in Altona hatte ich schon viel geschrieben, auch viele Fotos gemacht und gezeigt, doch nun unterliegt es einem steten Wandel, einem zeitlich sehr begrenzten Wandel – es wird abgerissen. Vom Licht angetan, die Zankereien der Kameras um des Fotografen Gunst abgewartet und die Konica Minolta Dynax 7D nebst 24mm in die Tasche getan.

Rudi Radler

Per pedes in die beschauliche Fußgängerzone geschlendert, die Kamera gezückt und im Mainstream gelandet: um den Bauzaun schlawienerten heute sehr viele Fotofreunde – darunter sogar einer mit einer Pentax 645D, die ich ihm widerstrebend ließ. Obiges Foto ist einfach ausgeschnitten, die zweite Aufnahme ist ein Panorama – zusammengebastelt mit dem erst neulich erstandenen PTGui 9.

Derbytime

Derby-Niederlage

Es gibt Sachen, die dürfen nicht passieren oder wenn sie passiert sind, dann dürfen sie sich nicht wiederholen. So am 3. September 1977, wo der FC St. Pauli 2:0 im Hamburger Volkspark gewann. Das Duell hatte sich noch einige Male wiederholt, doch der HSV hatte es bislang immer noch geschafft, die Oberhand im eigenen Hause zu behalten.

Heute aber nicht, heute siegte der Yuppie-Club vom Millerntor gegen die Millionarios im Rautendress und ich – der Autor und Fotofreund – war hinreichend verärgert, um auch vermeintliche Reliquien der Fanbiografie für ein wütendes Foto auf die Straße zu werfen. Die Flagge riecht nun allerdings deutlich weniger nach dem Bier, das mir am 20. Mai 2000 ein Duisburg-Fahrer draufgegossen hatte – es gibt also auch positive Aspekte. Wenn die Hähme der Kollegen verklungen ist, geht das Leben auch weiter. 2015 oder so.

Heldenhafte Neuauflage

Vom Himmel hoch II

Der Fotonachmittag neigte sich dem Ende zu als ich mit meinem Homie Daniel in die St. Trinitatis-Kirche zu Altona schwenkte. Von außen ist das Gebäude für hanseatische Maßstäbe imposant, innen herrscht praktische Nachkriegs-Nüchternheit. Beinahe waren wir schon wieder draußen als mein Blick am Eingang nach oben fiel und ich mit dem HTC Hero-Mobiltelefon obiges Bild machte.

Vom Himmel hoch

Ein sehr ähnliches Bild hatte ich schon vor einige Monaten in Altenwerder geschossen, wo derartige Leuchter aber mitten im Schiff hingen, auch damals war ich mit Daniel unterwegs, nur wurde das Foto mit einer Konica Minolta Dynax 7D als Berlichtungsreihe geschossen und schließlich zu einem HDRI zusammengesetzt. Hat beides was …

DOM – the day before IV

Sie kommen!

Da trommelte der werte Klaus, auch bekannt als HamburgerJung, gestern seine Foto-Schäfchen am Vorabend der DOM-Eröffnung an der Feldstraße zusammen und gegen 21 c.t. trotteten wir für die anfänglichen 2,5 Minuten fast geschlossen über das Heiligengeistfeld. Für jene, die mit dem Hamburger DOM nicht so vertraut sind: es ist kein sakraler Bau, es ist das große Volksfest neben dem Hafengeburtstag in der Hansestadt.

Zarte Ketten

Ich hatte meine kleine Crumpler-Tasche mit der Sony A 850 (plus 24-70mm) und der Konica Minolta Dynax 7D (plus 75-300mm) bis zum Anschlag (Bildbeweis) vollgepackt, das für Obelix federleichte Berlebach-Stativ übergeworfen und machte mich auf die Suche nach Motiven und da wir so viele waren, sollte es auch etwas besonderes sein, wenn es denn geht. Mit meiner Ausbeute bin ich am Ende des Tages durchaus zufrieden. Von Standard über Wolken-Porn, Lichterspiele und kleine Perlen ist alles dabei. Bis zu nächsten Mal – am Tag davor!

Umdrehung Lighted Corner Das rote Zelt dahinter

Ist der Ruf erst ruiniert …

Classic Agfa - which one?

Fotofreunde werden ja dann und wann belächelt und auch in meinem Kollegenkreis gibt es hier und da den entsprechenden “Spruch” zu hören, doch daran wächst man ja und mit der Zeit rücken die Vorteile des eigenen Rufes, die Vorteile der Schublade, in die man gesteckt wird, in den Fokus. Es begab sich in der vergangenen Woche, da berichtete mir ein Kollege, dass man daheim noch “so ‘ne alte Kamera” hätte, die ich mir mal ansehen könnte.

Touristenbauch

In der gestrigen Spätschicht war es dann soweit, zwar wäre die Kamera wohl kaputt, doch ich könnte ja mal gucken. Neben der Arbeit sehr wohlwollend festgestellt, dass die Zeiten plausibel laufen, die Blende sich bewegt, der Filmtransport scheint auch zu gehen – soweit, so erfreulich. Den Belichtungsmesser müsste ich nochmal ausgiebiger testen, denn Selen schwächelt mit den Dekaden, doch trieb mir das “kannst Du ruhig behalten!” ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht. Der Ruf ist ruiniert und das ist auch gut so. *5cent*

Jetzt gilt es für mich nur noch herauszufinden, welches Agfa-Modell genau ich da meiner Sammlung hinzufüge. Vermutlich aus der Silette oder Optima-Reihe mit Agnar 2.8/45mm-Objektiv … Update: Im Szenetreff Köhler – wo sonst? – wusste man natürlich sehr schnell, welch eine Kamera es ist. Es handelt sich um eine Silette L, die 1962 auf den Markt kam.

Eisenbahnromantik – Workingmen-Style I

Two Lines

Ich kann mit Sonnenuntergängen eigentlich gar nichts anfangen, Kitsch und Postkartenromantik sind mir eigentlich völlig zuwider, doch manchmal kann man sich diesem nicht entziehen, dazu bedarf es nicht einmal eines guten Essens und einer charmanten Gesellschaft am Hafen von Naxos. Die Umstände dieses Ausfluges im “Making of“.

Mehrschichter

Im Szenetreff Foto Köhler machte man mich also vor einiger Zeit auf den großen Maschener Rangierbahnhof südlich von Hamburg aufmerksam, und so initiierte ich via unserer flickr-Gruppe einen Fotoausflug auf die große Straßenbrücke, die das Areal überspannt. Wir hatten angenommen, dass die Sonne dem Tage gegen 21:45 Uhr Lebewohl sagen würde und damit alsbald Gelegenheit hätten, das allein durch künstliches Licht erhellte Gelände mit kernigen Langzeitbelichtungen auf Chip und Film zu bannen – nur wurde es nicht wirklich dunkel und so wurde es mehr das Einfangen von Farbspielen, was einen Strich durch mein schwarz-weißes Vorhaben zu machen schien. Meinen Ilford XP-2 aus der Minolta 5000 darf ich morgen abholen und werde dann mein Urteil fällen, die Ergebnisse aus der Konica Minolta Dynax 7D darf ich heute schon vorlegen.

Rote Gleise Doppellok Rausch der Geschwindigkeit

Seefahrtsschule a.D. adé

Vogel auf Pfosten

An der Rainvilleterrasse (auf Google Maps) zu Altona steht derzeit noch das Gebäude der Seefahrtsschule, dass – von einem netten Café angesehen – aktuell leer steht. Die Planungen der Investoren sehen vor, den Komplex anzureissen und einen uniformen, langweiligen, einfallslosen und belanglosen, dabei aber protzigen Glaskasten zu bauen, wie u.a. der lokale Stadtteilblog zu berichten wusste.

Hamburg

Zwar ist das 1935 erbaute Gebäude aufgenommen in das “Verzeichnis der erkannten Denkmäler nach § 7a Hamburgisches Denkmalschutzgesetz”, doch wird es die Schule kaum vor einem Abriss bewahren. Wie schon in den letzten Jahren an anderer Stelle wird auch hier ein Bürogebäude mit Elbblick entstehen. Die so genannte “Perlenkette” am Strom selbst zum Beispiel erfährt kaum ungeteilte Zustimmung.

Am Sonntag also hatte ich auf dem Rückweg bei der Seefahrtsschule reingeschaut, auch weil ich hoffte, dass ich eine Freudin treffen würde, die im Café arbeitet. Diese Aufnahmen machte ich alleine im Eingangsbereich, werde aber gewiss zurückkehren, um dieses Wahrzeichen Altonas noch häufiger abzulichten – bevor es auch verschwindet … In diesem Zusammenhang werde ich dann mehr zu diesem geschichtsträchtigen Ort zu berichten wissen.

Kommandozentrale

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