The Dockland Troopers

Die lieben Leute von Lomography haben mir ja vor einiger Zeit einen Spinner 360° zum Spielen gegeben und nachdem meine anfänglichen Studien des Gerätes noch den Motorizer mit einschlossen, tapste ich beim zweiten Schwenk nur mit der viel ursprünglicheren manuellen Variante los – mit Zugschnur und Trallala.

Für jemanden, der auf Nachfrage gerne einmal behauptet, dass die analoge Fotografie die sinnlichere, die bewusstere Variante der Fotografie ist, für einen solchen also ist der Spinner keine wirkliche Offenbarung, denn die Haptik, die Konstruktion bleibt doch sehr “Toycamera” und ist freilich nicht vergleichbar mit einer Zeiss oder Mamiya, aber das ist auch nicht die Spielwiese. Es gibt keinen Sucher, es gibt keinen wirklichen Auslöser, es gibt einen Haltegriff und die Schnur, an der man zieht. Die Kamera dreht sich um die eigene Achse und dann ist das Bild offenbar im Kasten und ich mit drauf, doch das unfotogene Glotzen wird dann später korrigiert.

Dockland Trooper

Nach der Entwicklung des Films ist diese Behauptung untermauert und es geht an die Nachbearbeitung. Da die Darstellung eines so weiten Panoramas im Blog oder bei flickr immer etwas jämmerlich wirkt, ringe ich iMovie gleichermaßen entschlossen wie ernüchtert Kamerafahrten über das Foto ab. In diesem Fall sogar eine kleine Geschichte über Besucher von außerhalb und den Triumph der Liebe. Und es ist doch ein lustiges Spielzeug.

Spinner Moto

Ich hatte ja vor einigen Tagen ein Panorama-Bild aus New York auf meiner Festplatte gefunden und war plötzlich ganz angetan von der Weite des Feldes und zeigte mich sehr entschlossen, es weiter zu betreten. Eine Fuji 617 oder eine Hasselblad X-Pan schien gerade nicht erschwinglich, eine Horizon hatte ich schon einmal ausprobiert und dann kam letzte Woche in einem Newsletter von den Lomographen die Ausgeburt des Panoramas: Brummkreiselknipsen mit Motor.

Da nach dem großen Philosophen Tim Taylor alles einen Motor braucht und ich mir lebhaft vorstellen kann, dass der Einsatz der Spinner 360° auf Stativ mit Fernbedienung einiges möglich macht, ließ ich mir das Set mal schicken und hoffe nun auf das Zusammentreffen von Zeit und akzeptablem Wetter und neun Batterien, die ich brauche. Hope on!

Lomo goes Kurzfilm

lomography.com

lomography.com

Die Lomographen haben mal wieder etwas neues auf den Markt geworfen, ein neues Spielzeug aus Plastik für 135er Kleinbildfilm. Das LomoKino ist gemacht für den kleinen Kurzfilmmacher, wie es aussieht, denn 36 Bilder sind im Film nicht viel und etwas anderes als das Abnudeln eines Filmes sieht das ebenfalls erstehtbare LomoKinoscope kaum vor. Man könnte natürlich auch ein episches Meisterwerk erstellen – vorausgesetzt, die einzelnen Szenen beschränken sich auf weniger als 48 Sekunden und man hat etwas Ahnung von Schnitt und/oder der hybriden Verarbeitung in diesem besonderen Fall.

Nun ja, ein witzige Spielerei ist es vielleicht schon. Mit 65,- für die Kamera alleine und 89,- für das Bundle ist der Einstieg finanzierbar. Der Filmverschleiß kommt dann etwas teurer.

http://microsites.lomography.com/lomokino/

Holganex

HOLGANEX

Nach der Pentanex nun also der nächste Schritt und der geht qualitativ zurück – es geht nicht mehr um die Adaption von DDR-Ingenieurskunst, sondern um das Anstecken chinesischer Spritzgusserzeugnisse. Für 13,13 Euro habe ich über die Bucht eine Holga-Linse für die Sony NEX erstanden und muss sagen: das gefällt mir gut. Zwar ist die Haptik (authentisch) minderwertig, die in der Tat funktionierende Schärfe befindet sich nicht wie erwartet oben, sondern links am eingerasteten “Objektiv”, aber alles in allem kann man sich nicht beklagen.

Strahlender Stern

Ob dieses neue Spielzeug nun dazu taugt, die Diskussion um die “Digitale Lomographie” zu befeuern oder nicht, ist mir reichlich egal. Dank der bisherigen Bildergebnisse habe ich für mich eine Alternative zur stets angestrebten Digital Harinezumi gefunden und damit ist die Zufriedenheit hergestellt. Für Schnappschüsse aus der Hüfte ist mir die digitale Variante kein Sakrileg, aus ökonomischer Sicht vielleicht sogar besonders sinnvoll – nur nenne ich es nicht Lomographie, wenngleich zumindest Vignette und Co der optischen Unzulänglichkeit der Holga-Linse entspringen. Am Ende soll jeder mit seinem Zeugs glücklich werden und kann auch bei lomography.com zu völlig überzogenen Preisen billige Plastikkameras kaufen oder sein iPhone so verpacken, dass es wie ein Fotoapparat aussieht.

Langkranz

Drei Euro, originalverpackt – unboxing

Drei Euro OVP

Ich wollte mir ja keine neue Kamera mehr kaufen, so hieß der Schwur, und auch wenn er nur bis zum 31.12.2010 Gültigkeit hatte, war ich doch recht stolz, dass ich nicht gleich in der ersten Woche des neuen Jahres losgezogen bin, um mir eine neue Kamera anzuschaffen. Heute jedoch führte mich mein Weg in meinen liebsten Trödelladen, um routinemäßig in die Fotoecke zu gucken, doch nach meiner Image II von Polaroid vor einigen Monaten wollte sich da auf den ersten Blick nichts anfinden. Schon fast im Begriff, abzuziehen, sah ich zwei sehr puristische Schachteln und – siehe da! – es waren Kleinbildkameras billigster Machart.

Billigster Machart sind die meisten Kameras, die die Lomographische Gesellschaft auf den Markt wirft auch, nur verlangen die horrende Summen für diese Knipsen, was man allerdings zum Beispiel beim Kauf einer Holga mit einem Blick in die Bucht umgehen kann.

Ich musste irgendwie geahnt haben, dass ich die “PC-606″ finden sollte, hatte ich wenige Minuten zuvor bei Feinkost Albrecht einen Doppelpack Kodak VR 400 gekauft. Nun wird das Ensemble ins Auto wandern – als Immer-dabei (wenn ich mal Auto fahre), denn Lomographie ist, was man selbst daraus macht und nicht das Label.

Bunte partielle Schärfe

Fleischerhaken-Lastkraftwagen

Einäugigkeit hätte noch den Weg in die Überschrift dieses kleinen Beitrages finden müssen, doch der Rezipient sollte nich gleich mit einem Wust an Informationen überfordert werden – also “Einäugigkeit” hätte hier noch reingekonnt, weil die heute vorgestellten Bilder mit der Holga Stereo aufgenommen wurden, ich aber nur jeweils eine Aufnahme gescannt habe.

Verschiedene Giebel

Ganze sechs Aufnahmen (12 Bilder) auf dem Rollei Digibase 200-Diafilm standen mir also auf dem Plastikkamera-Walk zwischen Wohlerspark und Bahnhof Sternschanze zur Verfügung und wer nun glaubt, dass diese sechs Bilder mit viel Bedacht aufgenommen wurden, der irrt – über diese zwei Aufnahmen hier habe ich wenigstens einen Moment nachgedacht, aber sonst war der Schwenk mit der 3D-Holga sehr lomographsich, wie ein Auszug aus den Regeln unterstreicht: 5. denke nicht, 6. sei schnell, 7. es ist vorher nicht wichtig zu wissen, was Du auf den Film gebannt hast und 8. erst recht nicht nachher … Check!

Dirty Golden Half

Bleibt sauber, Jungs & Deerns!

Ich würde es wohl nicht zum Konzept erheben, meine Golden Half Halbformatkamera stiefmütterlich zu behandeln, unbeachtet in der Vitrine versauern zu lassen und wenn ich mich erbarme, sie zu nutzen, ihr den entbehrlichsten Kleinbildfilm einzupflanzen. Es ist auch kein Konzept, es ist die lieblose Tatsache, dass Beirette und Zenit der kleinen Knipse derzeit den Rang abgelaufen haben.

Gängeviertel Streetart

Nun aber, mit der Einsicht, dass nur wenige Bilder aus der Kamera – zumindest in schwarz/weiß – in charmanter Qualität sind, bekenne ich mich durch den völligen Verzicht auf Nachbearbeitung zum dreckigen Charakter der Ergebnisse und – wie sollte es anders sein: ich finde dann doch irgendwie irgendwas charmant daran.

Flowers for Streetart Barmbeker Straßenbilder Schiefe Eingänge

Eins, zwei – Beirette, vorbei!

Mini-Loft oder Schlafstatt

Als ich heute die Ergebnisse meiner ersten Schritte mit der Beirette K100, die mir mein lieber Kollege Stilpirat zum Geschenk gemacht hatte, ansah, dachte ich noch in der Drogerie stehend und kopfschüttelnd, dass sich wohl ein volltrunkener Troll der Kamera bemächtigt haben muss.

Jenseits der Mitte

Mit einem abgelaufenen Polaroid High Definition Plus 200 bestückt wurde die DDR-Kamera also anlässlich einer Feierlichkeit auf die Tauglichkeit, mein steter Begleiter zu werden, getestet und auch wenn die Ergebnisse an sich nicht unerfreulich waren, bleiben Zweifel. Denn Sucherbild und Foto haben allenfalls die grobe Himmelrichtung gemein – nicht mehr: praktisch auf jedem Foto sind Köpfe abgeschnitten, was auf kurzer Entfernung (1,5 bis 3m) nicht ganz so zu ertragen ist. Nennen wir es – zähneknirschend – einmal mehr charmant, erfreuen uns an dem Kommentar von oli1975 zum “hässlichen Foto” im positiven Sinne und legen den nächsten Film ein!

Hot Boots kagamiyama beirette 04

Mjugraphie – der Film ist abgelaufen

Zeitreise an den Landungsbrücken

Man nehme eine automatische Olympus µ[mju:]-1 und einen Kleinbildfilm Polaroid 200-Y 135, den ich noch in einer Fotokoffer gefunden hatte und der richtig lange abgelaufen sein dürfte, was sich wegen des fehlenden Kartons nicht nachvollziehen lässt. Mit diesem possierlichen Paket ging es fortan täglich los, was meine Golden Half hoffentlich verschmerzen wird.

Planespotting Extreme, Finkenwerder Style

Es mag etwas wagemutig gewesen sein, einen Film einzulegen, der wohl einen starken Magenta-Stich haben würde, wagemutiger ist es aber, ganz ohne Kamera loszuziehen, denn wie wir wissen ist die beste Kamera jene, die man immer dabei hat. Am Ende nach Billig-Entwicklung inkl. 9x13er Abzügen bei Schlecker bzw. Cewe hielt ich wieder die “Knipsergebnisse” – keine angestrengte Lomographie -  aus alter Vorzeit in Händen, nicht ganz so stichig wie erhofft/erwartet, aber dennoch sehr charmant. Ein Glück, dass ich noch knapp zehn “neue” noch ältere Polaroid-Kleinbildfilme geschenkt bekommen habe!

Da kommt nichts mehr The Show might go on How to schmück a Schaufenster Piep un Tueddelkroms in Collonaden

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