Es waren schon einige Monate seit dem Fotoshooting mit Liebe Minou ins Land gegangen, da erreichte mich eine SMS der Sängerin: sie würde die Tage im Friseur-Salon Pony & Kleid ein Liedlein zum Besten geben, es wäre der Auftakt zu einer Reihe von Minikonzerten. Schnell wurde der werte Stilpirat in seiner Annahme des damals heutigen Datums korrigiert und so standen wir also bereit, um einige Bilder von dem Auftritt zu schießen.
Mit meiner Nikon D40 und der kernigen Kiev 88 bestückt war ich also wild entschlossen, mich der Aufgabe zu stellen, musste aber sehr schnell einsehen, dass bei allem Willen und aller Lichtstärke ein 100er Polaroid-Film (von Fuji) kaum etwas brachte, so nutzte ich also einen 200er Rollei, der natürlich noch im Magazin steckt (!), in der Ukrainerin und ballerte zwischendurch noch etwas mit der DSLR – soweit es mir der personalstarke Filmteam gestattete, dass mich dann doch etwas in einer Ecke festgesetzt hatte. Seht und lauscht aber selbst:
Lange Zeit war die Katze offensichtlich untergetaucht, hatte es sich gemütlich gemacht, war in kleines Häuschen gezogen mit Kachelofen und ließ nichts von sich hören, doch nun war es wieder Zeit aufzubrechen. Dieses kleine Häuslein bot viele kleine Annehmlichkeiten, so natürlich auch einen Fernseher und wie es so passiert, flimmerte eines Tages eine Seifenoper über die Mattscheibe. “Das will ich nicht sehen!”, schrie die kleine Katze und war umso aufgebrachter, als sie erfuhr, dass sie den Mist auch moch über die Gebühren zahlte. “Sie halten ein TV-Gerät zum Empfang bereit”, erklärte ihr ein offensichtlicher Goldfisch-Freund bei der GEZ. Die Katze aber sagte: “KILL YOUR TELEVISION!” (Ned’s Atomic Dustbin) und zog weiter …
Es wurde mal wieder Zeit, die kleine Katze in den MIttelpunkt der Aufmerksam zu rücken, sonst besteht auch die Gefahr, dass sie zu schmollen beginnt. Also: um so gewaltiger! Knallige Farben, japanisches Purikura vor einem japanischen Aufkleber im so beschaulichen Rothenburg ob der Tauber.
Verstohlen blickt die Winkekatze zur Seite – ich hatte das ja schon immer angenommen. Diesmal führte sie die Reise an die Hamburger Binnenalster, im Hintergrund rote Dächer, eine Fontäne, eine Brücke und so Leute.
Sie hat in ihrer Plattenkiste herumgewühlt und fand irgendwo zwischen den Pogues, Jim Brannigan und Gaisen March The Cherry Coke$‘ Bullet For Vapid Beer – natürlich ist das wieder etwas aus dem Untergrund Japans, aber zuletzt hatten wir mindestens zwei Stücke, die man sich auch auf NDR 2 wünschen könnte. Laaangweilig!
Der chinesische Poltiker Deng Xiaoping sagte einst: “Ob weiße oder schwarze Katzen, fangen sie Mäuse, sind sie gute Katzen.” Die Maneki Neko winkt Geld, das man gemeinhin auch als “Mäuse” bezeichnet, und Erfolg heran, auch wenn sie dabei in der schnuckeligen Plastik-Variante recht grenzdebil aussieht, wie dieses Video versinnbildlicht.
Eigentlich geht es hier aber nicht um Katzenkritik – wau, wau! – es geht um Musik und da fällt die Wahl heute auf Echo Belly, denn ich habe beim Aufräumen meines HiFi-Schranks noch einige MiniDiscs gefunden, die haben sich übrigens auch nur in Japan so richtig durchgesetzt. Ach ja, der Song: Dark Therapy!
Gestern Abend mitteleuropäischer Zeit schwappte die Meldung vom Tod Michael Jacksons über Twitter auf meinen Bildschirm, der SPIEGEL berichtete als erstes deutsches Blatt vom Ableben des “King of Pop”. Es war eine fast Diana’eske Stimmung, dabei war ich – mit seiner Musik aufgewachsen – niemals ein Fan von Michael Jackson. Ich hörte ihn im Radio, weil es gerade lief, ich sah ihn auf MTV, weil der Clip gerade lief, ich hatte eine seiner Platten in der Hand, weil sie im Jugendzimmer jemand anderes herumlag. Eine persönliche Abschiedsrede kann ich auch in der musikalischten meiner Blog-Kategorien nicht halten – das wäre heuchlerisch. Einen lesenwerten Abschied hat jedoch silenttiffy in ihrem Blog niedergeschreiben.
Ich hörte irgendwie andere Musik und 1989 war es besonders Posion von Alice Cooper. Die wellige Schallplatte, die ich bei Karstadt gekauft hatte, schlingerte über den Plattenteller, der Tonarm verübte Schwerstarbeit und ich war Rocker.
Gerüchteweise müssen auch Glückskatzen auf Reisen Kaffee-Pausen einlegen und ich wurde Zeuge eines dieser seltenen und besonderen Momente – im Gazoline hat sich die Katze auf dem Edelstahltablett mit “Ladde”, Wasser und Keks zum Verweilen im Stile des Savoir-vivre niedergelassen. Eine schnelle Hand des Fotografen, der auch gerne Photograph sein würde, bannte diesen Moment auf den Chip – Ende der Filmrollen-Romantik.
Zum Heißgetränk gereicht heute: That Thing You Do! von den Shakalabbits.
Der Auftakt der Fotoreihe æ‹›ã猫 bildet eine Aufnahme des katzischen Reisenden am Altonaer Bahnhof. Die Maneki Neko hat es sich gemütlich gemacht auf dem BROOKS-Sattel meines Drahtesels und winkt freundlich. Unterdessen erklärt wikipedia: Maneki Neko haben die rechte oder linke Pfote (manchmal auch beide) zum Heranwinken angehoben. Hebt die Katze ihre rechte Pfote, so soll sie Wohlstand bringen. Hebt sie dagegen die linke Pfote, dann verspricht man sich davon mehr Besucher. Je höher die Pfote angehoben ist, desto größer soll auch die Wirkung sein.
Dazu gehört natürlich ein wenig Musik: Where is my Mind? von den Pixies.