Yasuhara Fisheye für Sony NEX

Nachdem ich zuletzt den werten Herrn Miyazaki hatte vorstellen können und seine Objektive, kommen wir heute erneut zu einer sehr kleinen japanischen Werkstatt, die nun ein Fisheye für die Sony NEX und auch MFT anbietet. Die Firma Yasuhara, rund um den Jahrtausendwechsel bekannt für zwei sehr feine Messsucherkameras, bringt Ende März, Anfang April in Europa die “Madoka 180″ auf den Markt.

Wie hier auf dem Beispielbild (Klick macht groß) zu sehen, bekommt der Fotofreund und auch die Fotofreundin ein kreisrundes Bild mit einem Blickwinkel von 180 Grad oder zumindest fast. Da es sich hier fraglos um eine gerne so genannte “Spaßlinse” handelt, dürfte sich preislich recht atraktiv daher kommen. Noch einige Werkstangaben: Blende 4, Länge etwa 40mm, Gewicht etwa 200g.

Meine Sony NEX-3 hat sich ja zur “Allesfresserin” entwickelt. Neben den adaptierten Sony Alpha- und Minolta-Linsen, lässt sie sich bereitwillig mit M42ern, einer Holga-Linse, Minischerben einer Pentax auto 110 und offenbar mir großer Wonne mein Zeiss ZM 1.5/50mm ein.

Sigma stellt DP1 & DP2 „Merrill“ vor

Während die vernetzte Fotografenwelt sich den Kopf darüber zerbricht, ob die immensen Pixelmassen der Nikon D800 nötig sind und aufjault, dass die Nikon D4 erst verspätet lieferbar ist, während Olympus die OM-D vorstellt und viel Beachtung findet und während Sigma reichlich Spott erntet für die Preissenkung bei der SD 1 von 7500 auf 2000 Euro – während dieser unruhigen Zeiten droht die Ankündigung von Sigmas neuen Kompakten DP1 & DP2 „Merrill“ etwas unter zu gehen und das gefällt mir nicht.

Als früherer Besitzer einer DP1s freut es mich natürlich, dass die Kamera wieder einmal schön puristisch daher kommt, das Objektiv steht etwas weiter heraus, aber der Stil ist identisch geblieben, was die Sigma von den Mitbwerbern doch ein wenig absetzt. Ich bin mal auf die Haptik gespannt und auch auf den Preis, den der japanische Hersteller vorerst ebenso wie den Termin der Auslieferung für sich behält.

Die neuen Kompakten haben nun offenbar den Sensor der SD 1 bekommen, der laut Hersteller über 46 effektive Megapixel (4.800×3.200×3 Schichten) und 44 aufnehmende Megapixel (4,704×3,136×3 Schichten) verfügt – da hier von drei Schichten gesprochen wird, darf man also von knapp 15 Megapixeln nach herkömmlicher Zählweise ausgehen, was deutlich brauchbarer klingt als jene etwa fünf Megapixel bei den Vorgängern, wenngleich es an der Klarheit und Dynamik der Aufnahmen wenig zu meckern gab.

Neu gerechnete Festbrennweiten kommen ebenfalls zum Einsatz. In der Pressemitteilung heißt es: Die speziell für die SIGMA DP Merrill Serie entwickelten Objektive wurden konstruiert, um die Sensorleistung auszuschöpfen. An der SIGMA DP1 Merrill kommt ein 19 mm F2,8 Objektiv, äquivalent 28 mm an einer 35 mm SLR Kamera, und an der SIGMA DP2 Merrill ein 30 mm F2,8 Objektiv, äquivalent 45 mm an einer 35 mm SLR Kamera, zum Einsatz. FLD (“F” niedrige Dispersion), das die gleichen Eigenschaften wie Fluoridglas besitzt und blankgepresste asphärische Linsen korrigieren Abbildungsfehler. Das überragende telezentrische optische Design verbessert die Bildqualität über das gesamte Bildfeld durch die Informationsübermittlung von Daten zum Sensor. Die Super-Multi-Layer Vergütung reduziert Streulicht und Geisterbilder auch unter schwierigen Lichtbedingungen, wie etwa Gegenlicht.

Auch soll die Geschwindigkeit der DP1 und DP2 “Merrill” höher geworden sein, was die Alltagstauglichkeit verbessern dürfte. Die DP1s war für Stadtimpressionen, für Architektur, Landschaften und ähnliches eine sehr gute Kamera, aber der langsame Autofokus und der lange Speichervorgang machten sie als Schnappschusskamera kaum tauglich. Sobald ich weiß, wie man die Firma Sigma erweichen kann, eine Testkamera zur Verfügung zu stellen, werde ich mich bemühen. Sehr.

Verweisen möchte ich noch auf die kleine Webseite zu den beiden Kleinen.

Tamron stellt Reisezoom für die NEX vor

Mit Tamron hat nun der erste Fremdhersteller nachdem Sony die Spezifkationen für das E-Bajonett freigegeben hatte, ein Autofokus-Objektiv für die NEX-Reihe angekündigt. Die japanische Objektivschmiede bringt nun ein 18-200mm F/3.5-6.3 Di III VC für Sony NEX auf den Markt und damit ein Konkurrenzmodell zu Sonys eigenem SEL18200 E mit identischer Brennweite und Lichstärke. Der Objektivhersteller betont besonders, dass seine neue Linse mit 460 Gramm besonders leicht daherkommt und schlägt Sonys Objektiv tatsächlich um 64 Gramm (basierend auf den Herstellerangaben).

Angeboten wird Tamrons neues Objektiv in schwarz sowie silber/schwarz und zielt damit auch auf die Nutzung an der Sony NEX-7, dem Spitzenmodell der Baureihe. Einen Preis und einen Liefertermin hat der Hersteller in seiner ausführlichen Ankündigung mit technischen Details noch nicht genannt. Sonys Originalobjektiv kostet auf der Webseite des Herstellers 799,00 Euro, doch im Handel findet man sie schon ab etwa 640,00 Euro.

Sony SLT-A35 – der halbdurchlässige Einsteiger

Sony SLT-A35

Handlich, leicht und mit dem Minolta- beziehungsweise Sony-Bajonett ausgestattet – es klang nach einer Reise- und Backup-Kamera für den Autoren dieses Blogs. Also habe ich bei Sony gefragt, ob ich mir die im Juni vorgestellte A35 einmal etwas genauer anschauen dürfte und man zögerte nicht und stellte mir die SLT-A35Y leihweise zur Verfügung.

Die Kamera erreichte mich also im Bundle aus Body, dem 18-55mm-Objektiv sowie dem 55-200mm-Telezoom. Beim Auspacken keine großen Überraschungen, wenn man von der Leichtigkeit des Gehäuses (415 Gramm ohne Akku und Karte) einmal absieht – die Objektive erhöhen das Gewicht nur marginal. Die haptische Qualität einer Alpha 850 zu erwarten, wäre vermessen – sollte die Kamera doch leicht sein. Die objektivseitigen Anschlüsse aus Kunststoff waren mir dann doch etwas zu konsequent, aber das sieht bei den Mitbewerbern selten anders aus.

No Stranger
1/400, f/1.4, Sigma 1.4/85mm, ISO 100

Die Leistungsdaten mit einen APS-C-Sensor (16,2 Megapixel), einer Serienbildfunktion von bis zu 7 Bildern pro Sekunde, Verschlusszeiten zwischen 1/4000s und 30s, sowie einer hohen Empfindlichkeit von bis zu ISO 12800 lassen von dieser SLT auf den ersten Blick Qualitäten einer DSLR erwarten, wenn sie auch in den Abmessungen eher einer Panasonic Lumix G2 entspricht und für meine großen Hände fast etwas zu klein ausfällt. Die Regierung des Hauses empfand die Abmessungen dagegen als sehr angenehm.

Die Bedienung der A35 stellte den Autoren dann nur vor überschaubare Rätsel, da mit Kameras von Konica Minolta und Sony soweit vertraut. Der Umstand, dass das Einstellungsmenü aber zweigeteilt ist und durch zwei verschiedene Knöpfe (Menü und Funktion) aufgerufen werden muss, irrtierte anfangs dann schon.

Das Fehlen des zweiten Rädchens, mit dem man Blende und Verschlusszeit manuell einstellen könnte, erscheint obligatorisch und muss wohl hingenommen werden, wenngleich es für mich deutliche Abstriche in der Bedienerfreundlichkeit bedeutet. Zwar kann man die Funktionsbelegung des Rads per Knöpfendruck ändern, aber das musste ich erst erforschen und nachschlagen.

KP Rider
1/160, f/2.8, Minolta 2.8/24mm, ISO 100

Obwohl es sich um das Einstiegsmodell in die SLT-Klasse handelt, vermisse ich außerdem, dass sich das Hauptdisplay klappen lässt. Sowohl die NEX-Reihe als auch verschiedene Mitbewerber halten dieses nützliche Ausstattungsmerkmal vor, das bei Sony erst mit der größeren A55 angeboten wird und beim direkten Vorgängermodell Sony SLT-A33L. Scheinbar hat die 33er dem nächst größeren Modell doch etwas zu sehr das Revioer streitig gemacht.

Sony bewirbt die neue Reihe von SLT-Kameras mit dem teildurchlässigen und feststehendem Spiegel. Als großer Anhänger optischer Sucher war ich natürlich skeptisch, wie sich dieser digitale Sucher in der Praxis schlagen würde, wo alleine der Autofokus-Sensor mit dem Licht arbeitet, welches der Spiegel nach oben lenkt.

Lichtermeer
1/1000, f/1.7, Minolta 1.7/50mm, ISO 100

Zwar scheint der AF wunderbar schnell, aber der Verlust des optischen Sucherbildes ist zumindest sehr gewöhnungsbedürftig. Besonders bei starkem Sonnenlicht kann der in der Werkseinstellung leider recht dunkle Xtra-Fine LCD-Sucher nicht mit dem althergebrachten Prinzip mithalten und auch bei schneller Bewegung der Kamera (z.B. Mitzieher) ruckelt das Bild merklich. Wenngleich man durch die neue Technik leichte Vorteile bei Dunkelheit hat, ein mechanisches Verschleißteil ausgeschaltet wird, die Serienbildgeschwindigkeit steigt und der Autofokus schnell arbeitet – ich bin dem optischen Bild irgendwie zu sehr verhaftet. Mal schauen, was die neuen Digitalsucher bringen!

Unter den Tisch fallen soll jedoch nicht die erfreuliche Funktion, verschiedene Gitternetzlinien einblenden zu können, auch eine elektronische Wasserwaage soll es geben, doch habe ich sie nicht gewissenhaft genug gesucht, weil mir die Gitterlinien schon ausreichen.

S O S
1/1000, f/1.4, Sigma 1.4/85mm, ISO 100, 15 images (Brenizer Methode)

Was jedoch trotz des nach jeder Aufnahme kurzzeitig dunklen Displays gut funktioniert, ist die Erstellung von mehrreihigen Panoramen (Brenzier-Methode). Bei anderen Kameras, wie zum Beispiel der NEX-3 bleibt es zu lange dunkel, um schnell und flüssig die bis zu 40 Bilder ein mehreren Zeilen aufzunehmen. Auch mit dem nur kleinen Sensor im Vergleich zur sonst genutzten Vollformat-Alpha gelingt das Spiel mit der geringen Schärfentiefe sehr gut, wie das obige Bild zeigt.

sony lumix

Mit der Bildqualität bin ich durchaus einverstanden, schon mit den mitgelieferten Linsen kann man recht ordentliche Ergebnisse erzielen, ohne damit jedoch Micro Four Third-Kameras mit kleinerem Sensor entschieden in die Schranken zu verweisen – mit höherwertigen Objektiven unterstreicht die A35 dann aber, dass sie tatsächlich auf DSLR-Niveau spielen kann. Ich habe neben den Kit-Linsen meine Scherben von Sigma, Carl Zeiss und Minolta durchprobiert und könnte mit die A35 durchaus als Backup für die Vollformat vorstellen oder als Reisekamera mit einem Minolta 2.8/24mm beziehungsweise dem 1.7/50mm, die auf dem Gebrauchtmarkt zu Preisen zwischen 250 und 100 Euro noch gut zu finden sind.

Die Kamera bei amazon.de

Sony SLT-A35K (mit 18-55mm Objektiv)
Sony SLT-A35 (nur Gehäuse)
Sony SLT-A35Y (mit 18-55mm und 55-200mm)

Nach einer Woche mit der Fuji X100

Reisekamera

Was haben sich die Experten und solche, die meinen, Experten zu sein, schon in den letzten Wochen und Monaten zur Fujifilm Finepix X100 öffentlich geäußert. Einige beklagten, die knapp 1000 Euro teure Kamera sie sei ein schwacher Abklatsch einer Leica M9 – für die man allerdings das sieben- bis achtfache würde anlegen müsste. Sie sehen sich ähnlich, beklagte die FAZ vor einigen Wochen, DigitalRev verglich beide Kameras in einem nicht ganz ernst gemeinten Beitrag auf youtube.

Asian Love

Widmen wir uns nun also ganz der X100, die ich recht überraschend etwa zwei Wochen nach der Bestellung beim Foto Gregor in der Hand hielt. Ich hatte sie “zur Ansicht” bestellt und wollte sie dann doch nicht mehr aus der Hand legen. Man packt die Fuji aus einem etwas bemüht edlen Kasten aus und ist von Anfang an absolut begeistert von der Haptik und der Bedienbarkeit der Kamera. Fokus-Modus, Blende, Verschluss und einige weitere Funktionen sind sofort erreichbar. Der Weg ins Menü bleibt einem in vielen Fällen gänzlich erspart, die Wege zu Makroeinstellung, ISO, Drive usw. sind kurz. Schnell schien mir klar, dass ich die Reisekamera gefunden habe.

Dodge

Die kleine Japanerin im Retro Look, der in anderen Spielweisen bereits bei den Analogen Klasse W und S aufgegriffen wurde, ist nicht meine erste Digitale mit Festbrennweite. Ich habe die letzten 1,5 Jahre eine Sigma DP1s genutzt und habe immer einen Sucher vermisst. Man könnte nun natürlich darauf hinweisen, dass es einen Aufstecksucher gibt, aber das ist nicht vergleichbar mit dem wunderbaren Hybridsucher der Fuji. In das optische Sucherbild werden alle nötige Informationen eingeblendet und das ist gerade bei Sonne, wo der elektronische Sucher nicht überzeugt, ein völlig neues Erlebnis (abseits der DSLR-Welt).

Alfa Romeo F12

Die Bildqualität ist für einen Nicht-Vollformatsensor nach meinem persönlichen Ermessen ausgezeichnet und auf den eigenen Eindruck kommt es mir am Ende auch an. Was mir nun nicht ganz so sehr gefallen hat, ist der Umstand, dass sie länger braucht als eine DSLR, um schussbereit zu sein und die knauserige Serienausstattung. Die Gegenlichtblende, die gemeinhin als recht unverzichtbar gilt, schlägt mit etwa 150 Euro zu Buche – sofern lieferbar. Im ähnlichen Preisrahmen bewegt sich auch die Echtleder-Bereitschaftstasche. Allerdings ist derartiges auch nicht im Lieferumfang des vielleicht direkten Konkurrenten Leica X1, die bei einem Neupreis von etwa 1500 Euro zudem ohne Aufstecksucher (280 Euro) kommt, zu finden.

Neue Scherben für die NEX

sony.co.jp

Die kleine Sony NEX-3KBhat sich seit ihrem Erwerb im vergangenen Herbst fest etabliert in meinen genutzten TOP 5 an Kameras, als stete Begleitung, wenn die Sigma mal daheim bleiben soll, als Reisekamera, aber auch auf dem Nodal Ninja oder bei Innenraumaufnahmen aus der freien Hand, weil sie auch im hohen ISO-Bereich wirklich gut ist. Was mir bislang fehlte, waren wirklich begeisternde Linsen. Das 18-55 mm, das der Kamera beilag, ist soweit in Ordnung, doch adaptierte ich ein scharfes 3.5/35mm Takumar oder versuche mich seit einigen Tagen mit dem 2.8/24-70 Vario Sonnar von Zeiss. Darüber wird aber noch später in einem eigenen Beitrag zu berichten sein.

Für eine so kompakte Kamera ist gerade die letzte Lösung schon etwas grotesk, aber qualitativ wirklich sexy. Das 24-70 ist auch meine einzige Linse, die über den recht teuren Sony-Adapter auf A-Mount mit Autofocus funktioniert. Soll die NEX der langsamen Sigma DP1s (heute ein Exemplar NEU für 295,00 Euro im amazon Marketplace)aber etwas mehr voraus haben, muss sich gleichermaßen schnell, wie überzeugend sein. Da ließen mich die letzten Meldungen aus dem Hause Sony verzückt aufhorchen. Während man gestern erklärt hatte, dass man Dritthersteller kostenlos die Konfigurationen für den E-Mount überlassen wollte, werden heute auf der japanischen Seite von Sony bereits einige sehr interessante Linsen in Aussicht gestellt. Darunter ein 24mm von Carl Zeiss. Über die Lichtstärke kann man nur spekulieren, aber 2.8 oder gar 1.8 zu erwarten, dürfte nicht viel zu gierig sein.

Etwas mehr Informationen gab es indes schon über photorumors zu NEX-Linsen aus dem Hause Sigma. Dort wurde schon ein Prototyp einer 2.8/30mm vorgestellt – was auf KB umgerechnet 45mm entsprechen würde. Man darf gespannt sein, was noch vorgestellt wird, zumal unter anderem auch Tamron und weitere Objektivhersteller interessiert seien, wie Sony schreibt und ich würde mir eher einen Tick mehr Weitwinkel wünschen.

Sigma SD1 vorgestellt

Die Photokina in Köln hat diese Woche ihre Tore geöffnet und die Hersteller stellen dem geneigten Publikum ihre neusten Produkte vor. Während am gestrigen Montag Fujifilm mit der ausgesprochen verlockenden X-100 ein dickes Ausrufezeichen setzte, Begehrlichkeiten weckte und Blog-Betreiber, wie meinen geschätzten Freund den Stilpiraten inspirierte, wird heute bekannt, dass Sigma seiner Foveon-DSLR-Reihe ein Topmodell verpasst – die SD1.

Da ich mir vor einigen Monaten eine Sigma DP1s angeschafft habe, die aktuell bei amazon.de zum absoluten Schnapperpreis von 235,98 Euro zu bekommen ist und ich die Ergebnisse des Foveon-Sensors trotz der Auflösung von “nur” 4,66×3 Megapixeln wegen ihrer Einzigartigkeit an Brillianz sehr schätze, verfolge ich die Fortentwicklung der Foveons natürlich.

Die neue SD1 kommt nun mit 15,6×3 Megapixeln bei einem vergrößerten Sensor von 16×24 Millimeter, was einem Cropfaktor von 1,5 entspricht. Im Vergleich zu den früheren SD-Modellen überarbeitet ist auch der Autofokus, der im Topmodell über ein Elf-Feld-AF-Modul mit Twin-Kreuzsensoren verfügt. Als Speichermedium wird die CF-Karte genutzt, das Display auf der Rückseite des Magnesiumgehäuses ist mit 3 Zoll ausreichend groß. Über Preis und Markteinführung ist noch nichts bekannt.

Ab Oktober: Sony α850 Vollformat

Die Gerüchte gab es spätestens seitdem eine Anleitung zur Alpha 850 auf den Seiten von Sony Pacific aufgetaucht war (wir berichteten) – seit heute ist es offiziell: ab Oktober ist die Sony α850 Vollformat-DSLR zu haben, der Body allein für 1.999 Euro und damit zwar teurer als die Gerüchteküche hoffte, aber noch deutlich günstiger als die α850 oder die Mitbewerber von Nikon beziehungsweise Canon.

Sony kündigt das neue Oberklasse-Modell wie folgt an: Ihr 24,6 Megapixel Sensor erlaubt besonders detailreiche Bilder mit lebendigen, naturgetreuen Farben und feinen Texturen. Der schnelle Autofokus, ein integrierter Bildstabilisator sowie die intuitive und doch professionelle Bedienung der α850 sorgen für Fotospaß, maximale Kreativität und brillante Bildergebnisse.

Die neue DSLR verfügt über den gleichen 24,6 Megapixel Sensor, die professionelle Bedienung sowie nahezu alle Features des Topmodells α900. Dank Vollformatsensor und in Kombination mit den hochwertigen Carl Zeiss® und G-Objektiven, bietet die α850 die besten Voraussetzungen, um das ganze Spektrum der kreativen Fotografie zu entdecken. Mit ihrem attraktiven Preis wird sie zum Objekt der Begierde für Einsteiger in die Vollformat-Fotografie.

Das Herz der α850 ist der bewährte Exmorâ„¢ CMOS-Vollformatsensor mit 24,6 Megapixeln (effektiv). Er ist bekannt für besonders detailreiche Bilder mit lebendigen, naturgetreuen Farben und feinen Texturen. Die hochauflösenden Bilddaten des Vollformatsensors werden durch eine zweistufige Rauschminderung optimiert, die vor und nach der A/D-Wandlung vorgenommen wird. Die erste Stufe der Rauschreduzierung findet schon auf der analogen Seite statt, wenn das Licht auf den Vollformatsensor trifft und in elektrische Signale gewandelt wird. Der doppelte BIONZâ„¢ Prozessor ist dafür ausgelegt, große Datenmengen schnell zu verarbeiten und optimiert in der zweiten Stufe die digitalisierten Daten während der Bildverarbeitung. Das Ergebnis sind Aufnahmen mit minimiertem Bildrauschen und scharfen Details. Die Kombination von extrem hoher nativer Sensorauflösung und fein abgestimmter Rauschreduktion ergibt eine beeindruckende Bildqualität, die selbst bei hoher Empfindlichkeit von ISO 6400 (im erweiterten ISO-Bereich) noch überzeugen kann.

Die gesamten weiteren Daten zur 24,4 Megapixel-Kamera hat Digital Photography Review notiert – für mich heißt es nun “eisern Sparen”!

Canon G11 – fette Ausstattung immer dabei

Vor einiger Zeit zeigte mir ein Kollege seine “Immer-dabei”-Digitalkamera Nikon COOLPIX P6000 und mir wurde schon recht warm ums Herz, denn eine derartige High-End-Kompakte fehlte mir doch noch in meiner Sammlung, wie ich mir auszureden versuchte, ist doch die Panasonic Lumix DMC-FZ2 meine treue Begleiterin.

Nun bringt Canon mit der PowerShot G11 ein neues Modell in eben dieser Klasse auf den Markt. Während das Vorgängermodell G10 noch über 14,7 Millionen Pixel verfügte, verfügt der Sensor der G11 noch über 10 Millionen Pixel mit dem doppelten Rauschreduzierungssystem – DIGIC 4, dazu gibt es ein 28mm Weitwinkel mit 5fachem optischen Zoom. Besonders interessant für den ambitionierten Fotografen ist gewiss der Umstand, dass man bei dieser vergleichsweise kompakten Kamera komplett auf die manuelle Einstellungen zurückgreifen kann und so auch Aufnahmen fernab vom sterilen Digitalkamera-Einerlei zustande bekommen kann. Für mich persönlich auch begrüßenswert das Vorhandensein eines Suchers – wer dennoch zwischen sich und Kamera auf den armlangen Sicherheitsabstand bestehen möchte: es steht ein dreh- und schwenkbares 7,11 cm (2,8 Zoll) LC-Display zur Verfügung. Die Kamera ist ab Oktober 2009 zum empfohlenen Preis von 589 Euro im Fachhandel erhältlich. Zum Vergleich: die im Januar auf den Markt gekommene Nikon Coolpix P6000 Digitalkamera (13 Megapixel, 4-fach opt. Zoom) wird aktuell zu 359,99 Euro feilgeboten.

Leica S2 – die fette Lösung

Leica hatte immer noch einen guten Klang, die M8 brachte schon viele Fotofreunde um den Schlaf, doch nun kommt die im vergangenen Jahr auf der photokina gezeigte S2 zu Preisen eines Mittelklassenwagens auf den Markt – nur das Gehäuse, versteht sich. Aufgerufen werden für die Leica S2 18.600 Euro, die S2-P mit Saphierglas und Servicepaket “Platinum” schlägt dann mit 22.200 Euro zu Buche. Das “Einsteigerobjektiv” zum Start ist das Leica Summarit 1:2,4 70mm für 3.600 Euro, dass 1:3,5 180mm Tele wird 5.280 Euro kosten. Weitere Brennweiten kommen dann nach und nach auf den Markt.

Durchatmen! – Was bekommt man für das Geld, mit dem man glatt zwei Hasselblads erstehen kann? Eine ganze Menge, eine neue Klasse, wie der Hersteller in seiner Pressemitteilung erläutert. Die Leica S2 spricht – natürlich auch ob des Preises – den Profifotografen an, der Low Noise CCD-Sensor (Kodak) mit 37,5 Mio Pixeln (7500 x 5000) bei einer Größe von 45 x 30 mm erlaubt 12 Blendenstufen (2,5 bis 22). Das robuste Gehäuse aus Magnesium-Druckguss ist 160 x 120 x 80 mm groß und wiegt inklusive Akku 1,410 kg. Mehr Infos und Bilder gibt es bei Leica im Internet.

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