The Sky ist wolkig

Big Bee

Der sehr geschätzte Blogger, Fotofreund und Berliner und so, also der Jeriko zeigte zuletzt einige sehr feine Bilder vom Flughafen Tempelhof und da fiel mir wieder ein, dass ich vor zwei Jahren – noch mit meiner kleinen Nikon D40 – auf dem Familienfest bei Airbus in Finkenwerder war.

Small Bee

Ich suchte also auf meinen Festplatten für alles, was nicht mehr auf dem Rechner passte, und wurde nach kurzer Recherche dessen ansichtig, was ich damals so verzapft hatte. Eine kleine und schnelle Session in Lightroom und Potential erkannt, wenngleich auch festgestellt, dass ich mich in den letzten beiden Jahren durchaus weiterentwickelt habe – das erfreut dann ja auch.

Taxiway

Frappant – Der Kurzfilm

Es ist soweit: das Frappant in Altona ist abgeriegelt und wird abgerissen. Es wir vielleicht keine städtebauliche Zier, aber immerhin hatte es etwas an sich, was aus der glatten Uniformität ausbrach, dass alle Stadtzentren dieser Republik immer gleicher macht, aber das hatten wir ja schon. Kurz bevor die Tore zufielen war ich nochmal mit meiner sehr einfachen Videokamera, einem Stativ und wenig Geduld drin im Frappant.

Scheu

Von den filmschneiderischen Aktivitäten angefixt, tauchte ich noch einmal ins Archiv auf der Festplatte und grub aus einige Bilderlein, die nach schneller aber nicht liebloser Bearbeitung den Weg in meinen crazy Stream gefunden haben. Die 2010er sind verdammt …

Laterne Ein Rehlein fein

In trügerischer Sicherheit

Wartehalle

Weder Zeit noch der Kuss der Muse – die letzten Tage verstrichen wieder in fotografischer Tatenlosigkeit, wenn man von dem Versuch absieht, mit der Sigma DP1s des Abends freihändig ein Bild zu machen. Man einigt sich also auf die bereit benannte Tatenlosigkeit und fährt mit seinen Schilderungen fort. Grau in Grau – so stellte sich das Draußen zuletzt nicht selten da und irgendwie bekam ich assoziationsmäßig die Kurve zum Grau von Bunkern.

Träume süß!

Im Februar dieses Jahres war eine kleine, aber auch sehr neugierige Gruppe von Fotofreunden mit Dame auf Initiative meines Kumpels Daniel unterwegs in einer ehemaligen Zivilschutzanlage in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofes. Damals war ich noch ausgerüstet mit einer vergleichsweise einfachen Nikon D40 und habe mich gestern mal hingesetzt, einige Bilder in Lightroom nachzubearbeiten und dann unter Benutzung der Fuji Acros 100-Vorlage von lens-flare.de in S/W umzuwandeln. So ganz ohne Farben werden – nach meiner bescheidenen Meinung – die Beklemmungen, die man in so einem Bauwerk hat, noch etwas besser transportiert als in Color. Gerade die zweite hier gezeigte Aufnahme bekommt ohne großes Schrauben einen kernigen Film Noir-Touch.

Abwärts

AT-MF-45° Mattscheiben-Abenteuer

Mattscheibe

UPDATE [Weitere Beispielbilder] Ich hatte ja schon einmal davon berichtet, dass ich nun gerne mal manuelle Pentacon-Objektive an meiner Nikon D40 benutzen wollte und da eine moderne digitale Spiegelreflex für das Manuelle an sich nicht wirklich vorgesehen ist, bietet die Mattscheibe auch kein Schnittbild oder ähnliches, was einem das Scharfstellen ohne Auto Focus erleichtern würde. Bislang habe ich mir oft damit beholfen, dass ich nach Schrift gesucht habe oder eben eine Ecke ganz intensiv durch den Sucher angestarrt hatte.

Erstschuss

Im Blog des österreichischen Altscherbenbenutzers zoomyboy hatte ich unlängst davon gelesen, dass auch er seine Mattscheibe bei einer Canon getauscht hatte. Dabei verwendete er allerdings eine solche der Firma Katzeye aus den USA, die preislich jedoch nah an den Zeitwert meiner Nikon heranreichte. Ich ging also das Wagnis ein und bestellte die “Dual 45° Focus Screen” über ebay bei einem Händler in China, der ohnehin einige weitere Artikel, die ich haben wollte, im Programm führte. Nach einer guten Woche waren die Teile trotz kostenlosem Versand und Aschewolke schon hier. Ich packte dann aus: zwei Pinzetten, Verhüterlies für die Finger, ein Putztuch, die Mattscheibe und zwei kleine transparente Rahmen. Den Einbau bewältigte ich ohne Anleitung, denn es lag keine bei – stattdessen schaute ich noch schnell dieses youtube-Video und legte los – dann machte ich einen Blasebalg bei offener Blende scharf und drückte ab.

Bank of Jork Aussicht mit Mülleimer

Altes DDR-Objektiv an Nikon

Pentacon 50mm an Nikon D40

Ich hatte schon einmal vor längerer Zeit ein Pentacon 2.8/29mm auto an meiner Dynax 7D ausprobiert, doch da ich dort immer einen kleinen Knopf für die Blende herunterzudrücken habe, rang ich mich immer seltener dazu durch, diese Kombination zu benutzen. Nun ergab es sich, dass ein Freund eine Bestellung bei einem Fotozubehör-Händler auf den Weg brachte und so bat ihn ihn eher beiläufig, er möge doch einmal einen M42 auf Nikon-Adapter mit Ausgleichslinse (!) mitbestellen – ich hatte ja noch das 50mm Pentacon, dass ich auf meiner zuletzt eher stiefmütterlich behandelten Nikon D40 ausprobieren wollte.

Pentacon 50mm mit Adapter

Die Montage des Adapterrings an den M42-Anschluss des Pentacon geht leicht und ohne Werkzeug von der Hand, der Internet-Händler enjoyyourcamera bietet zum Beispiel u.a. folgende Modelle an: M42-Objektiv – Nikon F Adapter mit Linse Quenox oder M42-Objektiv – Canon EOS Adapter Quenox. Ist der Ring erstmal montiert, kann man das Objektiv ganz normal anschließen, wobei man natürlich nicht vergessen darf, dass man nun nur noch manuellen Fokus hat und in den meisten Fällen auch im Modus M fotografiert werden muss.

Tunnel to Ritze

Da die Nikon D40 auch mit einem manuellen 50mm-Objektiv noch sehr handlich ist, habe ich sie in den letzten Tagen immer mal wieder eingesteckt und hier und da in Hamburg Fotos geschossen, so wie beispielsweise oben auf der Hamburger Reeperbahn, wo ich den Eingang zu einer sehr bekannten Kneipe ablichtete, oder unten im sogenannten Gängeviertel in der Innenstadt, in dem zwischen den ganzen Bürobauten in alten Gebäuden Künstler ihrer Beschäftigung nachgehen und somit einen deutlichen Kontrast zur Umgebung herstellen.

Kontraste

Wer sich mit dem Thema etwas näher befassen möchte, dem sei der Blog zoomyboy von Manfred aus Österreich ans Herz gelegt, der neben dem Test von guten Objektiven und einem lesenswerten Beitrag zu das Fokussieren enorm vereinfachenden Mattscheiben sich sehr der Makrofotografie in freier Wildbahn verschrieben hat.

Das Haus am See Durch x Tore Springtime Fisheye

Final Frappant

Letztes Licht

Die letzten Wochen waren schon sehr frappant, ich realisiere langsam, dass dieses Fotomotiv für mich bald nicht mehr existiert und dabei bin ich so gerne über die Parkdecks gestolpert, am Ende hatte ich sogar Eingang in die Räumlichkeiten erhalten und habe im letzten Jahr mit all erdenklichen Fotoapparaten Bilder gemacht. Jetzt, Anfang März 2010, haben die Künstler und anderen Nutzer des Gebäudes das Feld geräumt, irgendwann werden an dieser Stelle schwedische Bücherregale, Fleischbällchen und so weiter unter die Leute gebracht.

Kameraflucht

Nachdem ich schon kurz zuvor in das Gebäude hatte mitkommen dürfen, doch mit etwas zerschossener Ausrüstung, zog es mich mit der etwas verlässlicheren Nikon D40 zurück an den Ort. Ich machte nicht viele Bilder, ich machte Bilder, die mir wichtig erschienen und ich drehte noch einen kleinen Film, dessen Schnitt ich auf sehr viel später verschoben habe. Dies ist – fast pathetisch – das Adieu für das Frappant, dass zwar heruntergekommen war, nach heutigen Maßstäben gar ein architektonischer Schandfleck und doch ein Teil meiner Biografie, habe ich es als Kind und Jugendlicher doch noch gekannt als es voller Leben war. Lasst die Große Bergstraße nicht zu einer dieser grässlichen Ansammlung von Filialunternehmen werden und – bitte! – gebt uns keinen Starbucks. Danke!

Gimme Shelter – Gruppenreise

Bunkerwarts Schlüsselbrett

Lange hatte man sich auf diesen Termin vorbereitet, schon im letzten Jahr wurde der Ausflug in den ABC-Schutzraum Hachmannplatz am Hamburger Hauptbahnhof geplant. Nun standen am letzten Sonntag über zwanzig Fotofreunde plus Dame bereit, um sich vom Verein unter-hamburg e.V. in die Geschichte des Kalten Krieges einführen zu lassen und dann schließlich im Komplex auf Motivsuche zu gehen.

Dusche mit Telefon

Ich hatte mich mit kleinem Gepäck aus einer Nikon D40 (mit 18-55mm kit, Lensbaby und Lens in a Cap) sowie meiner Zenit FS-12 (mit Pentacon auto 2.8/29mm und Fuji Neopan 1600) auf den Weg in die beklemmenden Räumlichkeiten gemacht und war lange auf der Suche nach wirklich reizvollen Motiven. So faszinierend die Stimmung im Bunker war, so wenig sollte sich für mich finden lassen. Gestützt wird diese These durch den Umstand, dass viele Fotografen die identischen Motive gewählt hatten. Das schmälert das Erlebnis und den Dank an Organisator Daniel jedoch nicht! Ich bin nun gespannt, wie die analogen Bilder geworden sind – der grobkörnige Schwarz/Weiß-Film dürfte noch am besten passen.

Mit Bleistift vorgezeichnet Für die Kinder das Beste Russe im Bunker!

Anempfohlen sei noch unbedingt ein Blick in die flickr-Gruppe Hamburg Fototreffen mit vielen sehenswerten Bildern der anderen Teilnehmer.

Froozen lousy Wintersuppe

Kalter Ausblick

Trotz anhaltender bitterer Kälte, also “bitter” für die Maßstäbe, die uns in den letzten Jahren bekannt waren, und einer eigentlich ausreichenden Eisdicke wurde die Außenalter in Hamburg nicht für das Alstereisvergnügen mit Buden und vielen tausend Besuchern freigegeben. Verschiedene Flurfunkanstalten berichten, dass es an entscheidender Stelle in den betreffenden Behörden am nötigen Schneid fehle. Allerdings sind Hamburger ja auch stur und sie gehen dann eben trotzdem auf das Eis und in der Tat hat es auch mich gehalten.

Rutschige Begegnung

Gestern noch hoffte ich darauf, dass es super Licht wie zu Beginn der Vorwoche gäbe, doch mehr als graue Tauwetter-Suppe war wohl nicht rauszuholen. Ich verabschiedete mich also vom Einsatz des Rollei Crossbird 127 in meiner Brownie Starflex und wählte stattdessen meine Zenit FS-12  - für die ich mir im Photohaus Collonaden Klebefilm zum Schließen des Filmdeckels geholt hatte – mit Pentacon auto 2.8/29mm und Fujifilm Neopan 1600 sowie die Nikon D40. Am Rechner verpasste ich den Digitalfotos dann das vermeintliche Aussehen von Analogbildern mit reichlich Körnigkeit und Härte, hatte mich dabei insbesondere mit Blick auf die Kontraste etwas vom hochgeschätzten Stephan Sachs aus Erlangen inspirieren lassen, wenngleich meine Bilder vielleicht dann doch etwas brutaler in die Analog-lookalike-Richtung gehen. Die letzte, hier unten verlinkte Aufnahme habe ich übrigens mit meinem HTC Hero Android-Phone gemacht.

Hamburg Skyline'chen

Eiskalter Sonnenschein

Fractional Sharpness

Es schien schon eine gefühlte Ewigkeit her gewesen zu sein als die Sonne sich durch den seit vielen Wochen omnipräsenten Grauschleier, den wir Himmel nannten, hatte durchsetzen können. Schon am Montag lachte sie, die Sonne, am Dienstag tat sie es immer noch und daher machte ich mich schwer beladen auf den Weg. Mit possierlichen Begleiter waren neben der Nikon D40 (mit 18-55mm Kit-Objektiv und Lensbaby) die beiden Analog-Schätzchen Franka Solida I, die bei der Kälte zeigt, dass Harz auch einfrieren kann, und meine Kodak Instamatic 500 – Filme vollmachen war das Stichwort.

Schlepper-Pärchen

Der Ausflug wurde gar abenteuerlich, denn weniger die Temperaturen von etwa minus 10 Grad Celsius – die waren wegen weitgehender Windstille höchsterträglich – machten es zu einem schwierigem Unterfangen, sondern das Glatteis sorgte für wenig sicheren Tritt. Offensichtlich scheint man der Ansicht zu sein, dass Promenaden oder Treppen in Grünanlagen nicht gestreut werden müssen. Also schnell bei den schnellen Rentnern abgeschaut, wie man sich an die Treppengeländer klammert und “ab dafür”.

Camporn on Ice

Während ich mich bei den analogen Aufnahmen nach meinem Gossen Sixtino Belichtungsmesser richtete, wurde ich mit der Nikon D40 etwas mutiger, denn digitale Bilder kosten ja nicht soviel, da kann man mal ausprobieren und das mit den Plastiklinsen im Lensbaby. Ob sehr kalter Finger war der Ausschuss recht hoch, aber das erste Bild gefällt mir gerade wegen des kernigen Verlaufs ganz gut.

Fly, Baby, fly! Here I am Good Old Times Something Green Dockland on Ice Blauer Himmel, grauer Stahl
Winterspiegelung

Daisy gastiert in Hamburg – Plastiklinsentag

Feuerschiff Elbe

Es war noch nicht lange her, dass das DHL-Bärchen mein neustes Fotospielzeug von Monochrom, meine Loreo Lens in a Cap, im mollig warmen Hausflur an mich übergeben hatte und da fragte der Fotohomie Abrocker, wer den Lust auf einen kleinen Ausflug zum Hafen habe, etwas Eis ablichten. Schnell war das Treffen für den Samstag abgemacht und schwer bepackt ging es dann los, denn ich wollte den neuen Fotorücksack, den der Weihnachtsmann gebracht hatte, ausprobieren. Neben der Nikon D40 und der kleinen Plastiklinse mussten auch die Konica Minolta Dynax 7D nebst einiger Objektive, die Golden Half und Kleinkram mit.

Boot und Stelen

Wir fuhren also mit dem Bus erst nach Walterhof, gingen zur Kirche Altenwerder, schwenkten zurück und machten uns auf nach Finkenwerder, wo der Hafen ein freudig aufgenommenes Objekt wurde. Nach heißem Kaffee wurden wir schließlich sehr wagemutig und setzten mit der Hafenfähre nach Neumühlen über – zur Verdeutlichung habe ich mit dem HTC Hero ein kleines Video im noch windgeschützten Hafen gedreht, auf dem Fluß wurde es dann ungleich stürmischer.

Was bleibt neben der mitschwingenden Sorge, ob man sich nicht doch etwas aufgesackt hat? – Die Lens in a Cap ist auch und besonders an einer DSLR ein wirklich spaßiges Spielzeug, dessen Potential ich gewiss noch lange nicht ausgeschöpft habe. Bei obigem Bild vom Feuerschiff habe ich alleine die Farben und die Vignette manipuliert, diese holgaeske Unschärfe ist serienmäßig. Für mich ist es bislang die überzeugenste Variante von digitaler Lomografie. Das zweite Bild in dieser Reihe ist mit der Dynax 7D als HDRI aus drei Bildern aufgenommen.

Dampfender Tiger Gewirr und Grau Zwischen den Pollern Kein Anschluss (cold edition)

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