Mit der Zeiss Ikon am Strom

Vogelfluglinie

Hatte die neue Zeiss Ikon mich im Stich gelassen? Warum war der Verschluss eines bitterkalten Abends nicht aufgegangen als wir, aus dem warmen Auto kommend, umgehend die Stative aufgebaut hatten, um Bilder zu schießen? – Es wird noch etwas Forschung bedürfen, um diese Frage zu klären, vielleicht wäre auch Tageslicht hilfreich. Hell war es am folgenden Tage, als ich mit meinem Bruder per pedes an die Elbe zog. Auf dem Fußweg war die Kamera schon eine Viertelstunde der nicht mehr ganz so krassen Kälte in der Fototasche ausgesetzt und gab sich gütig.

Sonne & Eis

Unten, in Neumühlen, schnurrte wieder alles in der Messsucher wie ein Kätzchen. So stelle ich mir das zumindest vor, denn ich hatte immer einen Hund und die grunzen vielleicht mal, doch das ist eine andere Geschichte. Es stand an diesem Tage auf dem Testprogramm “Leben mit dem Gegenlicht” und “Schnellscharfstellen für Vogelfreunde”. Das hat alles sehr gut geklappt, die Zeiss Ikon wurde anschließend liebgehalten und dann wieder in die Wärme verfrachtet – zu Tee und Keksen.

Retrostreetdings durch Glas

Las Chicas

Vor einigen Wochen hatte ich mir bei Monochrom Glaseinsätze für meinen Canon 8800F-Scanner bestellt und wollte nun endlich einmal ausprobieren, ob die Negativscans damit noch ein bisschen gefälliger ausfallen als bisher. Ich schnitt also schweren Herzens die kleinen Filmstreifenführnupsis auf der Scanschablone ab, legte einen Streifen Rollei Retro 100 aus meinem Negativ-Ordner ein und scannte mit 2400 dpi.

"Nee, sowas gab es früher nicht."

Das erste Bild oben lässt durchaus den Eindruck entstehen, dass es eine kleine Qualitätsverbesserung gegeben hat, wenngleich ich als Gründen der Bequemlichkeit auf einen Referenzscan ohne Scheibe verzichtet habe. Das untere Bild überzeugt auf den ersten Blick qualitativ nicht so sehr, aber da ich sehr deutlich gecropt habe, um das Ehepaar links besser in Verbindung zu bringen mit den Cosplayern, bin ich nicht unzufrieden.

Kompakter Schwenk mit Gegenlicht

In Ketten

Sie sollte durchbrochen werden, die Schaffenspause und da kam der Vorschlag eines Freundes, einen Ausflug zum Bergedorfer Schloss zu machen, zur rechten Zeit. Ich hatte – wohl von Vorahnungen geplagt – nur das kleinste Gepäck aus Sigma DP1s und Minox 35 GT-E (geladen mit einem Rollei Redbird) nebst kleinem Hama-Stativ in die Tasche geworfen, wo es sich den Platz mit der Suppe zum Abendbrot und den Spikes für die Schuhe teilen musste.

Ruder parat

Terminschwierigkeiten geschäftlicher und familiärer Art versagten dem Initiator dann leider die Teilnahme an diesem kleinen Ausflug, also blieb der Erzähler heute auf sich alleine gestellt: Vom Einkaufen in Ottensens Zentrum bewegte ich mich sicheren Schrittes also in Richtung Elbe, wollte ich doch – ganz geilo auf Kitsch – den Sonnenuntergang an diesem so klaren Wintertag mitbekommen. Entgegen der sonstigen Gewohnheit riss es mich gar in der Nachbearbeitung dazu hin, einigen Aufnahmen aus der Sigma die Farbe zu lassen.

Der Altonaer Balkon

Die Ergebnisse aus der Minox werden noch etwas auf sich warten lassen. Trotz teilweise großzügiger Auslegung dessen, was ein analoges Bild wert sein könnte, habe ich es nur auf 20 Aufnahmen gebracht. Mein erster Ausflug mit dem Redbird im Winter des letzten Jahres hatte mich nicht so umgehauen, aber warten wir es ab.

Eisiger Brunnen

Harte Wattewölkchen

Wolken und Moderne

Erneut ein Einbildpost im Blog. Das Wühlen in der Bilderkiste erweist sich als wahre Freude, besonders dann, wenn man keine Zeit findet, sich einmal mit etwas Ruhe mit der Kamera im Anschlag herauszuwagen und auch der Weg zur Arbeit nicht mehr mit dem Rad sondern ob des Wetters mit dem ÖPNV bestritten wird.

Heute also ein Bild aus sonnigeren Tagen, wenngleich es an diesem Tage immer mal wieder kurz geregnet hatte. Ich freundete mich gerade erst mit der Minolta 9000 an und war schon bei der Aufnahme des Bildes der festen Überzeugung, dass es rocken würde – beim Scannen war ich dann aber nicht mehr so euphorisch und legte es “zur Seite”. Als ich es wieder “in Händen” hatte, schien es wieder zu rocken. Ja, es rockt!

Welcome on Blackbird Castle

One Door Open

Gerade noch Feuer und Flamme für die Sony NEX, vom zoomyboy dafür via twitter zum Freak gestempelt und dann gleich wieder ran an den Scanner, um den letzten verschossenen Film zu digitalisieren. Da habe ich doch auf der Suche nach der absoluten Härte den sehr, sehr orthochromatischen Rollei Kreativfilm Blackbird eingelegt und fing schon das Jammern an, ob des Hungers nach Schwarz, wie er hier besonders krass auftrat.

Chipped Paint

Wie lange hatte ich in diesem Sommer nach der Kombination für Film Noir gesucht, hatte panchromatische efkes um zwei Stufen gepusht und dann haut der schwarze Vogel von Rollei derart rein, dass ich mir gewünscht hätte anders fotografiert zu haben. Es gilt nun – nach dem Selbstversuch – abzuwarten, wie sich andere Fotofreunde und Innen mit dem Rollei schlagen und welche Erfahrungen dabei zusammen kommen. Ich mache solange erstmal weiter in Retro …

Chilehaus A

Letzte Auffahrt Frappant

Rampensau

Der Betreiber dieses Blogs ist ja in manchen Dingen so ein richtiger Softie – ganz wehmütig trauert er einem alten, dicken und nicht besonders schönen Betonklotz hinterher, den der Pöbel der Straße vielleicht gar “Bausünde” zu nennen bereit ist. Das Frappant, ein leerstehender Komplex mit Einkaufszentrum, Büros, Kaufhaus und Parkplätzen wird dem Erdboden gleich gemacht und macht Platz für BILLY und KÖTTBULLAR und so – bald, wahrscheinlich!

Closed

Am Rande des STAMP Straßenfestes auf und an der Großen Bergstraße zogen wieder oder immer noch oder mit mehreren Kameras der Blogposter und der Daniel durch Altona und wollten doch noch einmal gucken – zum Frappant. Die Rampen zu den Parkdecks ließen sich sich noch erklimmen, doch oben angekommen stoppten schnöde Garagentore und Gitter jäh den Vorwärtsdrang. Machten wir also eine äußerliche Bauschau mit Knips.

Dampfer Living Room Waterkant auf Beton

Redbird OneTwoThree

Redbird One

Ich habe es ja mit den analogen Kameras, die Sammlung ist groß, aber lange noch nicht vollständig. Man muss also schauen, was noch geht, was es gibt und dann hatte die Spürsinn Gruppe die neuen Rollei-Kreativfilme beworben. Schon vor Monaten kam mir der Crossbird ins Haus und friert seither jämmerlich in einer Gemüseschublade im Kühlschrank. weil mir das Licht nie gefiel. Ich orderte also einige Redbird-Filme und machte mir das Leben etwas röter. Man kommt auch ohne den Redbird zu diesen Ergebnissen, doch einen Farbfilm aus der Patrone zu ziehen und dann “verkehrt herum” wieder einzuspulen ist mir zu lästig und ich will ja auch die rührenden Spürsinner unterstützen.

Redbird Two

Meine ersten Schritte mit diesem doch etwas anspruchsvollerem Film (in einer Zenit ET mit Pentacon auto 2.8/29mm) bewegten sich zwischen übereilt und unbeholfen. Ich hatte bei meinem lieben Freund, dem Stilpiraten, von seinen ersten Schritten mit dem Rollei gelesen und wollte nur nach Möglichkeit ein richtig kerniges Rot haben, also versuchte ich die Verschlusszeiten irgendwie zwischen 1/30 und max. 1/125 zu halten. Das Ergebnis blieb von einigen ordentlichen Ausnahmen abgesehen zumindest dann durchwachsen, wenn ich meinen CanoScan 8800F und Silverfast SE mit dem Scan betraute. Jedoch: Der Film hat mir sein Potential angedeutet und dieser hier war ein Probestück, doch vor dem eigentlichen Einsatz wird weitergeforscht.

Redbird Three

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