Eine von x Möglichkeiten, Blätter zu fotografieren

Volvo Leaves

Der Sommer neigt sich dem Ende zu, die Menschen schwitzen in ihren sogenannten Übergangsjacke und die Blätter sinken zu Boden. Zeit für viele, das gefallene Laub in abenteuerlichste Vorrichtungen zu klemmen und der Makrofotografie entschlossen diese Jahreszeit zuzuweisen. Standhaft wehre ich mich dagegen und degradiere das Omnipräsente zum Komparsen der zu erzählenden Geschichte: am Straßenrand parkt ein Auto fein.

Sigma DP1s FOR SALE

Sigma DP1s

Ja, geschätzte Leserschaft – ich verkaufe meine kleine Sigma DP1s! Ich war nicht unglücklich mit ihr, ihre Stärken und auch ihre Schwächen waren mir stets bekannt, aber nach erst 1,5 Jahren fand eine andere Digitale mit Festbrennweite den Weg in meine Fototasche und nun muss wieder Geld ins Haus.

Daher wird feilgeboten die Sigma mit Originalverpackung und einer kleinen Delle im Korpus. Die Kamera funktioniert einwandfrei und befindet sich ansonsten in einem sehr gepflegten Zustand. Meine Preisvorstellung liegt bei VB 200,00 Euro.

Beispielbilder finden sich in meinem flickr-Album.

Kleine Hafenrundfahrt

Shadow on da way

Endlich mal Zeit am Wochenende, endlich dabei gutes Wetter und noch ausreichend Winterspeck um guten Gewissens eine Fahrradtour mit Kamera zu machen. In der Hamburger flickr-Gruppe wurde angefragt, ich sagte zu und war schließlich einer von vier (plus Hund) Unverschrockenen, die die Fahrt vom Alten Elbtunnel durch den Hafen über Kattwykbrücke nach Harburg wagen wollten.

Straßenzug

Auf die kleine Reise mitgenommen hatte ich meine Vollformat Sony A 850 plus Sigma 1.4/85mm, eine Konica Auto S3 für die analogen Momente des Tages und eine Sigma DP1s für den Weitwinkelpart. Ein größeres Tele fehlte in meiner Tasche und es ergaben sich gefühlte zwölf Gelegenheiten, es zu benutzen und eigentlich benutze ich niemals eines. Etwa 25 Kilometer legten wir somit gerüstet zurück und natürlich musste ich wieder die Brenizer Methode ausprobieren, wie das Bild meines Rades unterstreicht und ich übte Blind-Komposition mit der DP1s bei strahlender Sonne …

Ensemble Planetwerdung Biss

Sonniges Heim

Sunny Home

Mir scheint der nächtliche Heimweg von der Arbeit irgendwas zu geben, besonders dann, wenn ich die kleine Sigma DP1s eingesteckt habe. Sie musste zuletzt einer Halbformat (Golden Half) beziehungsweise einer 4×4 (Starflex), also minimalistischem analogen Gerät, weichen, aber die waren für die Nacht eher gar nicht geeignet.

Da ich einen ganzen Teil der Wegstrecke mit einem Kollegen zusammen bestritt, blieb mir praktisch nur noch der Schlussspurt des Weges, um doch ein Bild zu machen. Ein alter, staubiger Parkplatz in Ottensen zieht mich schon ob der kernigen Beleuchtung immer wieder an und außerdem wird gewiss auch das Areal im Zuge der Gentrifizierung des Stadtteils eines nahen Tages einer Anlage von Eigentumswohungen o.ä. weichen müssen. Also: ab auf die Knie in den Staub und abgelichtet.

Mit der DP1s fühle ich mich irgendwie immer noch am wohlsten.

Die Sigma DP1s – das unbekannte Wesen

Sigma auf der Kante

Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich die kleine puristische Sigma angeschafft, weil ich eine Kompaktkamera suchte, die mir einige Freiheiten und eine gewisse Bildqualität bieten konnte. Wenngleich man mir im Fachhandel andere Kameras hatte verkaufen wollen, fiel die Wahl – vielleicht auch trotzig – auf die DP1s.

In den vergangenen Monaten habe ich immer wieder Anfragen bekommen, ob ich diese Kamera weiterempfehlen würde und ich habe stets erschöpfen Antwort gegeben. Nun erreichte mich erneut die Frage und somit sei ein entsprechender Blogpost verfasst – weniger Test, mehr Rahmendaten und eigener Eindruck.

Wer eine Schnappschusskamera sucht, eine Kamera, die auch Videos in guter Qualität aufzeichnet, ein Pixelmonster mit riesiger Auflösung, eine HDR-Automatik oder ähnliches, der wird mit der DP1s nichts anfangen können. Ausgewiesen ist sie als “point and shot”-Kamera, wobei beides seine Zeit benötigt. Der laute Autofokus braucht einen Augenblick und nach der Aufnahme abzuspeichern erfordert besonders dann einige Geduld, wenn man auf RAW-Daten besteht.

Ich mag die Sigma dennoch sehr. Ich nutze sie zumeist im urbanen Umfeld, wobei auch Landschaften ihr keine Schwierigkeiten bereiten werden. Mit ihrem im Kleinbild 28mm entsprechenden Weitwinkel ist sie weniger für Portraits zu gebrauchen, zumal bei einer Einstiegsblende von 4.0 kernige Tiefenschärfeneffekte nicht aufkommen. Menschen kann man natürlich trotzdem aufnehmen. Wer derartiges möchte, möge sich die DP2s ansehen.

Des gibt also einige Einschränkungen, die mit der längsten Belichtungszeit von 15 Sekunden noch ein weitere Grenze erfährt und dennoch gibt es auch viele Freiheiten: neben Programm-, Blenden- und Verschlussautomatik gibt es auch einen manuellen Modus. Sollte der Autofokus einmal versagen, kann man die Schärfe auch manuell – mit Hilfe einer Vergrößerung – einstellen.

Mit den Bildergebnissen bin ich durchweg zufrieden und mehr als das. Der Foveon-Sensor wird mit 14 Millionen Pixeln angegeben, dieser Wert ist ob der drei Lagen aber durch drei zu teilen, doch ist die Bildqualität ausgesprochen gut. Was die Sigma wohl den allermeisten DSLR-Kameras bis ins Vollformat voraus hat, ist die Möglichkeit, mit ISO 50 aufzunehmen. Allerdings lässt sie sich nur bis ISO 800 hochschrauben und fängt recht zeitig an zu rauschen. Ich habe daher immer ein Gorillapod SLR-Stativ dabei, um nicht in die Verlegenheit zu kommen, die ISO hochzudrehen. Das kann meine Sony NEX-3 deutlich besser.

Zur Bedienung über die Gemächlichkeit hinaus: man kann zwei Softkeys auf der Rückseite frei belegen, die Kennzeichnung der wenigen Knöpfe ist sparsam, der Umstand, dass man vor dem Einschalten die Objektivkappe abnehmen muss, ist schnell verinnerlicht. Bei starken Sonnenlicht ist das Display zwar nicht mehr brilliant, aber noch zu benutzen – einen Aufstecksucher könnte man erwerben, doch der schlägt mit 120-150 Euro zu Buche. Ich konnte mir den Kauf bis dato noch verkneifen.

Bei amazon.de ist die DP1s derzeit ausverkauft, aber es gibt noch das Schwestermodell mit der “Normalbrennweite”: Sigma DP2s Digitalkamera (14 Megapixel, 24.2mm (entsprechend 41mm KB) F2,8 Objektiv, 6,4 cm Display)

Meine mit der Sigma DP1s aufgenommenen Bilder in meinem flickr-Stream.

Sommer in der Stadt

Fordfahren

Alte Schätzchen drängten sich dicht in der Umhängetasche an diesem sommerlichen Frühlingstag und doch hat die sträflicherweise zuletzt zu oft missachtete Sigma DP1s den Vortritt am heutigen Tage und die kleine Schwarze hat sich gut geschlagen, kann sie doch etwas, was weder Polaroid SX-70 noch Voigtländer Vitomatic IIb können: Weitwinkel.

Ein wenig Geschraube mit ruhiger Hand im obligatorischen Bildbearbeitungsschritt und schon wird es noch ein bisschen satter, wobei die Aufnahme bei ISO 50 subjektiv schon schöner macht.

Eselswespe

Auftanken

Night Oil

Ja, es kommt die Sonne raus und ja, die Stadt erwacht zum Leben, lässt sich aus der Lethargie reissen und ab dafür. Ich bin mittendrin im Foto-Blues. Es gelingt hier und da ein Bild, was mir gefällt, doch es scheint nicht planbar, wenn man von einem 360 Grad-Pano für meinen Kumpel Björn von Retube absieht, der mir dafür eine Fototasche nach meinen Wünschen bauen wird. Nächste Woche will ich mal wieder raus mit einem meiner Mentoren. Er soll mir nur die richtigen Abbaggersprüche für die Muse in den Block diktieren und Kaffee will ich haben.

Stillstand im Kreis drehen

Carrousels

Am 24. März gegen Abend machen sich wieder einige Fotofreunde und Innen auf den Weg über den Hamburger Dom – the day before er eröffnet wird und dokumentieren die letzten Aufbauarbeiten, Lichttests und so weiter.

In der Hamburg-Gruppe von flickr verabredet man sich auch diesmal zum fast schon traditionellen Schwenk und wenn es passt, bin ich wieder dabei. Oben ein Bild eines früheren Ausfluges.

Neue Scherben für die NEX

sony.co.jp

Die kleine Sony NEX-3KBhat sich seit ihrem Erwerb im vergangenen Herbst fest etabliert in meinen genutzten TOP 5 an Kameras, als stete Begleitung, wenn die Sigma mal daheim bleiben soll, als Reisekamera, aber auch auf dem Nodal Ninja oder bei Innenraumaufnahmen aus der freien Hand, weil sie auch im hohen ISO-Bereich wirklich gut ist. Was mir bislang fehlte, waren wirklich begeisternde Linsen. Das 18-55 mm, das der Kamera beilag, ist soweit in Ordnung, doch adaptierte ich ein scharfes 3.5/35mm Takumar oder versuche mich seit einigen Tagen mit dem 2.8/24-70 Vario Sonnar von Zeiss. Darüber wird aber noch später in einem eigenen Beitrag zu berichten sein.

Für eine so kompakte Kamera ist gerade die letzte Lösung schon etwas grotesk, aber qualitativ wirklich sexy. Das 24-70 ist auch meine einzige Linse, die über den recht teuren Sony-Adapter auf A-Mount mit Autofocus funktioniert. Soll die NEX der langsamen Sigma DP1s (heute ein Exemplar NEU für 295,00 Euro im amazon Marketplace)aber etwas mehr voraus haben, muss sich gleichermaßen schnell, wie überzeugend sein. Da ließen mich die letzten Meldungen aus dem Hause Sony verzückt aufhorchen. Während man gestern erklärt hatte, dass man Dritthersteller kostenlos die Konfigurationen für den E-Mount überlassen wollte, werden heute auf der japanischen Seite von Sony bereits einige sehr interessante Linsen in Aussicht gestellt. Darunter ein 24mm von Carl Zeiss. Über die Lichtstärke kann man nur spekulieren, aber 2.8 oder gar 1.8 zu erwarten, dürfte nicht viel zu gierig sein.

Etwas mehr Informationen gab es indes schon über photorumors zu NEX-Linsen aus dem Hause Sigma. Dort wurde schon ein Prototyp einer 2.8/30mm vorgestellt – was auf KB umgerechnet 45mm entsprechen würde. Man darf gespannt sein, was noch vorgestellt wird, zumal unter anderem auch Tamron und weitere Objektivhersteller interessiert seien, wie Sony schreibt und ich würde mir eher einen Tick mehr Weitwinkel wünschen.

Reisewege

Reisewege I

Es ist mir derzeit nicht vergönnt, dem Fernweh nachzugeben, doch führten mich meine Wege in den letzten Tagen an Wege, an Punkte, die die große weite Welt verheißen. Am Hamburger Flughafen war ich als Kavalier, der bringt und abholt, die Autobahn kreuzte ich per pedes auf dem Heimweg von einer kleinen zwanglosen Soirée und der Hauptbahnhof liegt auf dem Weg zur Arbeit.

Angedockt

Als ständiger Begleiter – und vortreffliche Reisekamera – stets dabei: die Sigma DP1s, zu der sich dank der Weitsicht des Weihnachtsmannes ein Gorillapod-Stativ gesellte. Es fand sich doch immer ein Geländer oder ähnliches, wo man die Kamera für die längeren Belichtungszeiten angemessen befestigen konnte, wenngleich am Flughafen recht tückisch durch eine Scheibe durchgeknipst werden muss. Es gelang nachdem der richtige Winkel gefunden und die Tücken des Live Views überwunden.

Reisewege II

Copyright (c) 2009 by Stephan Spiegelberg, all rights reserved.