
Nun habe ich die Sony Alpha 850 Vollformat-Digitalkamera
schon einige Wochen in meinem Besitz und die ersten Stimmen werden laut, dass ich nun darzulegen hätte, wie mir diese Kamera nun gefällt. Nein, es waren übrigens keine Stimmen aus dem Kameraschrank, wie noch vor dem Wochenende, sie kamen von weiter südlich.
Durch den Besitz einer Minolta AF 5000 und der Konica Minolta Dynax 7D hatte sich bereits einiges angesammelt, darunter das schöne 1.7/50mm-Objektiv und somit war die Entscheidung, wer Nachfolger der Dynax 7 werden sollte, recht schnell getroffen. Ich wollte also den großen Schritt auf die 24 Megapixel wagen, zumal die 850er für unter 1800 Euro zu bekommen ist, was sie wohl zur günstigsten Vollformat macht. Anfangs war auch noch die Nikon D700 im Rennen, doch schon bald war sie abgeschlagen – nicht nur der Umstand, dass ich sehr vieles hätte neu kaufen müssen, was ich für Minolta schon hatte, stach sie aus, auch die Tatsache, dass das Sony 2.8/24-70 mm ZA SSM Carl Zeiss Vario-Sonnar sofort lieferbar war, half.
Nun wurden die kleine Nikon D40 inklusive allen Zubehörs verkauft, einige eBay-Auktionen und so weiter füllten die Kasse und schon bald kamen zwei Pakete an: die Alpha 850 selbst und eine Woche zuvor schon das Zeiss-Objektiv, dass als “Immer-drauf-wenn-ich-nicht-das-Fuffziger-nutze” vorgesehen ist. Das feine Ensemble wiegt zusammen etwa 3 Kilogramm und vermittelt einen nahezu unerschütterlichen Eindruck von Solidität, wobei ich das Gewicht auch auf längeren Fototouren nicht als störend empfand. Der Einstieg in die Kamera ist mir durch die Kenntnis der Dynax sehr leicht gefallen. Die Bedieneinheiten sind überschaubar, doch die nötigsten Knöpfe und Regler sind schnell erreichbar.
Ebenfalls puristisch ist die Ausstattung um das Fotografieren an sich herum. Wer filmen möchte oder Live-View sucht, der ist mit dieser Alpha schlecht beraten. Wie bei ihrer große Schwester Alpha 900 und anders als bei kleineren DSLR-Modellen aus dem Hause Sony sind diese Funktionen nicht vorgesehen und als Fotograf vermisse ich sie auch nicht. Als einziges Zugeständnis habe ich mir bislang eine neue Mattscheibe mit Gitternetzlinie von Sony besorgt und eingebaut.
Mein erstes Fazit fällt durchaus und erwartet positiv aus. Die Kamera bietet mir alle Funktionen, die ich zum Fotografieren benötige, der Markt an gebrauchten und sehr guten Minolta-Objektiven ist groß, entgegen anderslautender Behauptungen gibt es viel Zubehör, auch die Adaption von M42-Objektiven klappt – ohne Ausgleichslinse! – zu meiner Zufriedenheit und es ist keine Canon. Bis zum nächsten Zwischenfazit: gut Licht, Digga!
Mein A850-Album auf flickr
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