Ausrufezeichen

!

Man hatte mich ermutigt, einen Abendspaziergang zu machen und da ich nicht ohne Fotoapparat aus dem Haus gehen mag, packte ich schnell meine Tasche, in welcher neben meiner Mamiya 645 auch die Sony a850 mit dem lichtstarken Sigma 85mm seinen Platz fand.

Bummelnd führte unser Weg nach Oevelgönne an die Elbe und es dauerte nicht lange, bis ich des Ausrufezeichens ansichtig wurde. Wenngleich ich das Bild nicht heller machen wollte, um noch etwas vom Himmel kurz vor dem Sonnenuntergang mitzunehmen, und das Containerschiff noch nicht so weit wie erhofft im Ausschnitt angekommen war, sah ich den Zeitpunkt gekommen, abzudrücken. Ich tat es.

Trauzeuge

Alles ist gut.

Portrait ist ja nicht unbedingt das, was ich routiniert fotografiere und so entstand dieses Foto auch mehr aus einer Spielerei heraus, denn ich musste den gebraucht erstandenen Batteriegriff an meiner Sony a850 ausprobieren und mein Trauzeuge schnitt eine Grimasse nach der anderen. Ich danke ihm also nicht nur dafür, dass er am Tage meiner Hochzeit die Ringe in der Tasche hatte, ich danke ihm auch, weil er mir erlaubt hat, dieses Foto zu veröffentlichen.

Parking

Parking by Stephan Spiegelberg (kagamiyama) on 500px.com

Das Ergebnis nächtlicher Schrauberei an einem Foto, welches ich vor etwa einem Jahr am hafenbahnhof.com in Neumühlen aufgenommen hatte, wo sich meines Wissens immer wieder sonntags Freunde und Freundinnen amerikanischer Klassiker treffen. Mir war gerade danach, das Bild nochmals zu bearbeiten und darum habe ich es gemacht. Einfach so. – Das klingt doch verrückt.

Schantalle geblitzdingst

Don't blitz Schantalle

Horizonterweiterung gelingt manchmal auch in geschlossenen Räumen, wenn es die richtigen Räume sind. Ich fuhr also mit meinem 48er Metz Systemblitz, der faltbaren GamiLight-Softbox und viel Elan zu Paddy in sein Studio (Fotokurse in Hamburg) und ließ mich einweisen in die ersten Schritte des Entfesselten Blitzen, da ich mittlerweile eine kleine Ausrüstung zusammen hatte und fortan nicht zögern wollte, sie auch zu benutzen.

lichtschnatelleblitzdings1

Wir baten die charmant schweigsame Schantalle also vor einen schwarzen Hintergrund, stellten die Kamera auf eine Verschlusszeit von 1/200 und tasteten uns an die Blende heran, ab der es ohne Blitz nur noch dunkel war – herausgefunden und dann mit Blitz abgedrückt. Die Intensität des Lichts variierte ich dann mutig am Blitz oder per Blende. Die Ergebnisse ermutigen mich, es weiter zu probieren.

Lug und Trug für Anfänger

hamburg fleet flare vorher und nachher

Ich möchte nicht sagen, dass ich gezwungen wurde, rauszugehen, aber es bedurfte doch etwas Zeit und Muße, um mich von der Schönheit des Tages zu überzeugen. Ich packte also die dicke Sony mit dem lichtstarken 50mm ein und stiefelte mit der beste aller Hälften an die Elbe, am Dockland vorbei, mit der Fähre weiter in die Stadt und durch diue HafenCity immer weiter bis ich dieses Fleet sah und wild entschlossen war, ein Panorama zu schießen. Man kommt ja gerne mit einem Bild zurück, wenn man schon alles mitgeschleppt hat.

Wie der obere Teil des hier geposteten Bildes zeigt, war das Wetter grau, trüb und völlig nichtssagend. Das hätte man hinnehmen können oder man stellt sich der kleinen Herausforderung und schönt die Erinnerung etwas auf. Ich begradigte das Bild also ein wenig in der Vorbereitung, entfernte den Himmel und suchte mit im Netz etwas dramatischeres, was ich dann unter die Ebene schob. Um die möglichen Kanten an den Dächern zu kaschieren, musste noch etwas passieren und so erinnerte ich mich an die Vorlieben meines Freundes Stilpirat, der gerne mit Sonnen arbeitete, die gar nicht da waren. Ein heller Punkt, etwas Lensflare, am Ende ein kleiner Crossfilter für das Licht und voilà!

Entgleisung

Entgleisung

Keine Ahnung, warum ich die kleine Holzeisenbahn noch schnell in die Kameratasche gepackt hatte, bevor ich losradelte. Sie wollte aber schon sehr bald raus, als wir das Altonaer Museum erreicht hatten – etwas ungestühm, wie man sieht.

Im Museum hatte ich eigentlich vor, größere Exponate per Reihenpanorama nach der Brenizer-Methode freizustellen. Doch wollte ich die Sony Alpha nicht in die höchsten ISO-Regionen treiben und verzichtete trotzdem auf ein Stativ, welches ich ob der vielen rasenden Kinder lieber hätte nutzen sollen, um nach der Pause wieder richtig anzusetzen. Man muss auf alles vorbereitet sein und auch mal mehr Zubehör durch die Stadt wuchten, wie erneut klar wurde.

Nächtliches Reihenpanorama

Bike 'n' Light

Auf dem Wg zum nächsten Supermarkt komme ich tagsüber oft an dieser Laterne vorbei und übersehe sie eigentlich, doch nachts zieht sie irgendwie mein Interesse auf sich, als ob das Licht das sehr betagte und doch gut erhaltene Fahrrad an ihrem Mast ganz besonders in Szene setzen würde. Den Drahtesel hervorheben, das war auch mein Ansatz und da ich die sogenannte Brenizer-Methode nach viel Training nun recht gut beherrsche, wollte ich es damit versuchen, nachdem ich vor einige Tagen mit einem Portrait ob schlampig-hektischer Vorbereitung gescheitert war und etwas Bestätigung brauchte. (^_~)

Ich wuchtete also das Berlebachstativ nebst dem hier gerade erst getesteten Stativkopf von Manfrotto und dem Nodal Ninja-Aufsatz durch die Hood, setzte die Vollformat-DSLR mit lichtstarkem leichten Tele drauf und schoss – nachdem der Fokus auf die Fahrradlenker-Achse gerichtet war und der gute Sitz per Taschenlampe überprüft war – drei Reihen von oben nach unten.

Das ist der Vorteil an leblosen Objekten bei Nacht – man hat viel Zeit. Wichtig ist bei der Aufnahme, dass der Autofokus deaktiviert ist und im M-Modus aufgenommen wird. Zudem ist dringlich zu empfehlen, die Bildgröße herunterzuschrauben – ich habe anstatt der möglichen 24 Megapixel nur 6 Megapixel gewählt, was das Stitchen am Rechner deutlich beschleunigt und dennoch eine gigantische Auflösung bringt.

Manfrotto 055 Kugelkopf im Alltag

Orange Punkte und Flächen

Vor einigen Monaten schickte Manfrotto mir einige Informationen zur neuen Stativkopffreihe aus Magnesium und da ich ja ein neugieriger und sehr aufgeschlossener Zeitgenosse bin, ließ ich mir den “055 Magnesium Kugelkopf mit 200PL” ins Haus schicken, um ihn genauer unter die Lupe zu nehmen. Mein Dank geht dafür an Manfrotto, das mich nach meinem Urlaub mit dem Testkandidaten erfreute.

Cam at Work

Mit einem Gewicht von 883 Gramm kommt der Neue etwas wuchtiger daher als mein bisher benutzter 498RC2, der mit 616 Gramm (jeweils inklusive Stativplatte) etwas schlanker ausfällt, aber im Gegensatz zum 055, der auf 12 kg ausgelegt ist, laut Hersteller “nur” bis 8 kg belastbar ist. Beides erscheint mir für Vollformat-DSLR oder analoge Mittelformat ausreichend und diese beiden Kamera-Typen werden auch recht gleichberechtigt benutzt, was vom 055er Universalqualitäten verlangt.

Klar ist auch, dass ein so kräftiger Kopf einen entsprechenden Unterbau benötigt und da ich kein Betonfundament zur Hand hatte, nahm ich mein treues Berlebach Report 3002-Holzstativ, das mit den 2,80 kg Eigengewicht plus Kopf und schließlich Kamera erst durch einen mittelmäßigen Tropensturm zu erschüttern sein wird.

Standhaft

Nun habe ich diese Kombination seit einigen Wochen im Gebrauch und muss einräumen, dass sie mir für den schnellen Schwenk oder einen längeren Walk per pedes dann doch etwas zu schwer ist und in solchen Fällen das Carbon-Stativ den Vorzug erhält. Im Studio aber vertraue ich auf die Standfestigkeit, ebenso – soweit möglich – an der Elbe und natürlich bei der Nutzung des Nodal Ninja-Panoramakopfes, den ich zuletzt in erster Linie für 360 Grad-Panoramen und Aufnahmen nach der Brenzier Methode bei wenig Licht eingesetzt habe.

Schräghaltung

Etwas martialisch in der Anmutung macht der neue Kopf einen hochwertigen Eindruck, wenngleich mich die Gestaltung der sauber arbeitenden Bedienungselemente etwas ratlos zurücklässt. Bei der Nutzung einer DSLR halte ich die Kamera bei der Ausrichtung mit der rechten Hand und fixiere die Kugel dann mit dem großen Hebel an der linken Seite – die Form dessen suggeriert mir aber, dass ich mit Rechts fixieren sollte. Dass die Aussparung im Kopf dann auf der rechten Seite liegt und die Kamera für das Portraitformat im Uhrzeigersinn um 90 Grad (oder etwas mehr, wenn man möchte) mag dann aus gegebenen Platzgründen unvermeidbar sein. Bleibt man bei keiner gewählten Einstellung bleibt die Libelle der Wasserwaage in der Stellung unbenutzbar. Möglicherweise ist meine Vorgehensweise ja exotisch, aber der Kollege, dessen Studio ich habe benutzen dürfen, war ähnlich unschlüssig und die lustige Anleitung brachte kaum mehr Licht in die Sache.

Doch verlassen wir den kleinen Schattenwurf, denn hiervon abgesehen ist der Stativkopf ein echter Malocher. Scheinbar unerschütterlich tut er wie aufgetragen, die Kugel läuft samtweich, lässt sich bombenfest arretieren, die Friktion ist darüber hinaus wunderbar dosierbar. Auch die Aufnahme der Stativplatten macht einen so soliden Eindruck, dass ich auch einmal das ganze Ensemble inklusive Kamera auf die Schulter nehme und zum nächsten Ort laufe – ohne ständig darauf zu lauschen, ob nicht doch etwas auf den Boden schlägt. Das ist ein Vertrauensbeweis meinerseits – ein großer!

Sonnige mehrreihige Ruh

Shine

Es war ein sehr sonniger Tag in Hamburg und dazu auch noch sehr warm, doch gemeinhin nimmt man an, dass das im Sommer häufiger zusammenkommt. Nun ja – davon lässt sich der Fotofreund nicht weiter schrecken, vor allem nicht, wenn man gefordert ist, einer Besucherin der Stadt Fotomotive fernab der Touristenströme zu zeigen.

Gruppenbild

Ich habe die Gelegenheit genutzt und auf der Tour über den Jüdischen Friedhof von Altona wieder mehrreihige Panoramen (Brenizer Methode) geschossen, denn schließlich stehen auf Friedhöfen Grabsteine herum und erlaufen so Spielereien mit der Tiefenschärfe.

Von Prunk und Leere

Pfeffersacks Wagen

Scheinbar besessen vom Hamburger Hafen zog ich auf sanften Druck meines Bruders mit ihm los in die Nacht und in die HafenCity, wo er sich geduldig zeigen musste, ob meines Vorhabens, auch hier mehrreihige Panoramen nach der Brenizer Methode zu schießen – bei Dunkelheit ist die Sache ob der längeren Belichtungszeit deutlich schwieriger, doch ich hielt mich bereit für den nächsten Schritt. Die schwere Alpha 850 wurde zusammen mit dem 85er Sigma am kleinen Nodal Ninja auf das leichte Carbon Stativ geschraubt. Diese Konstruktion war etwas wackelig, aber beherrschbar – die Lockerheit des Freihand-Schusses ging dabei natürlich verloren, so dass einige Ergebnisse suboptimal waren, aber ein, zwei Panos – wie jenes unten – wurden.

Freier Tisch

Als Zweitkamera fand noch die Sony NEX-3 mit Kit-Objektiv Platz in der Fototasche und wurde einerseits für einzeilige Panoramen als auch für länger belichtete Einzelbilder benutzt. Vieles blieb Spielerei, doch einiges fand die Gnade des Bildbearbeiters, der dem Fotografen wahnsinnig ähnlich sieht.

Brückenlichter Weite Bank

Copyright (c) 2009 by Stephan Spiegelberg, all rights reserved.